ENGEL ZU VERKAUFEN

Charlotte Behrens, Tim Maximilian Baumgartner, Jannes Schwering, Fee Leuer, Anna Lutterbeck und Samira Ghanizadeh übernahmen eine Schicht beim Kindertrödel (v. links).

Siebtklässler des Mariengymnasiums organisieren Spenden-Trödel für die „Uganda-Hilfe St. Mauritz e.V.“ auf dem Sassenberger Allerheiligenmarkt

Von Gerold Paul

Sassenberg. Auf der Schürenstraße beim Kindertrödel stand der blaue Marktwagen der „Aktion Kleiner Prinz“, auf dessen Verkaufsfläche neben unzähligen Plüschtieren, Kinderbüchern, CDs und Kinderkleidung auch handgemachte Engel aus Uganda zu finden waren. Den Wagen hatte sich das Entwicklungsprojekt „Uganda-Hilfe St. Mauritz e.V.“ ausgeliehen. 22 Schülerinnen und Schüler der siebten Klassen des Mariengymnasiums in Begleitung ihrer Lehrer Susanne Kamann und Peter Behrens hatten sich bereitgefunden, die Ziele des Entwicklungsprojektes durch einen Spenden-Trödel beim Sassenberger Allerheiligenmarkt zu unterstützen. „Diese selbstgebastelten Engel stammen direkt aus Obiya Palaro, dem Dorf, in dem der Verein ‚Uganda-Hilfe‘ tätig ist!“, erklärte Anna Lutterbeck, Schülerin der Klasse 7B, die sich zusammen mit ihren Freundinnen und Freunden vom Mariengymnasium die Verkaufsschichten teilte. „Wir verkaufen heute alle möglichen Dinge. Ein Crosstrainer ist auch dabei, meine Turnschläppchen, die ich nicht wegwerfen wollte. Es macht sehr viel Spaß, diese Dinge für den guten Zweck zu verkaufen“. Eltern, Kinder und Lehrer leisteten damit tatkräftig Hilfe für ein Projekt, das seit Juli dieses Jahres mit dem Mariengymnasium Warendorf partnerschaftlich verbunden ist, nachdem es beinahe dreißig Jahre lang, betreut durch Sabine Schmitz-Hövener, am Augustin-Wibbelt-Gymnasium Teil des Schulprogramms gewesen ist. Der Verein „Uganda-Hilfe e.V.“ setzt sich für sauberes Trinkwasser, medizinische Versorgung und Bildung in Schule sowie Ausbildung ein. Gefördert werden auch Kinderheime, Kindergärten und Einrichtungen für Kinder mit Behinderung und deren Eltern. 504,40 Euro kamen durch den Verkauf beim Sassenberger Allerheiligenmarkt zusammen.

DDR – DEMOKRATIE ODER DIKTATUR?

Rainer Eppelmann referiert vor 120 Oberstufenschüler über SED-Regime

Von David Feldkämper

MGW. Freie Meinungsäußerung, freie Entfaltung der Persönlichkeit, eine Wahl zwischen Alternativen. Das Gut der Freiheit ist für viele – vor allem junge – Menschen heute selbstverständlich. Der ehemalige Pfarrer, Bürgerrechtler, Minister und Bundestagsabgeordnete Rainer Eppelmann hat diese gegenwärtige Selbstverständlichkeit den größten Teil seines Lebens vermisst. Eppelmann ist in der DDR aufgewachsen und hätte das repressive System beinahe nicht überlebt. Anlässlich des 30. Jahrestages des Mauerfalls erinnerte Rainer Eppelmann im Rahmen eines Kooperationsprojektes mit der Volkshochschule Warendorf vor 120 Oberstufenschülern des Mariengymnasiums an das unfreie Leben unter dem SED-Regime – für den heute 76-Jährigen eine Herzensangelegenheit.

Immer wieder konfrontierte der Überzeugungspolitiker die gebannte Zuhörerschaft im Zuge seiner Erzählungen über seine ganz persönlichen biografischen Erfahrungen mit der Frage: „Demokratie oder Diktatur?“ – ein roter Faden, aber zugleich auch die Anklage eines politischen Systems, das nach außen vermittelte, demokratisch zu sein, dieses Versprechen jedoch in der Praxis konsequent brach. Den Mauerfall hat Eppelmann vor dem Schlagbaum an der Bornholmer Straße in Berlin erlebt. Dass die Grenzsoldaten diesen später öffneten, führt Eppelmann auch darauf zurück, dass immer mehr Menschen vor Ort die zuvor verkündete Reisefreiheit einforderten. Für den Bürgerrechtler ein ergreifender und lange ersehnter Moment.

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MIT SPANNUNG ERWARTET

Mit Spannung erwartet – Neue Referendare am MGW

Von Ursel Bakker

Den ersten Schritt in den schulpraktischen Teil ihrer Lehrerausbildung machten gestern, am 05. November, fünf neue Referendarinnen am Mariengymnasium. Ihre Ausbildungsschule erfährt damit für die kommenden 18 Monate fachliche Ergänzung in den sprachlichen, gesellschafts- und naturwissenschaftlichen Fächergruppen.

Die Lehramtsanwärterinnen starten nach einigen Tagen intensiver Seminarausbildung am 15. November mit dem Ausbildungsunterricht, bevor sie im zweiten Schulhalbjahr mit dem bedarfsdeckenden Unterricht betraut werden. Das Foto zeigt zwischen den Ausbildungsbeauftragten Ursel Bakker und Sandra Ott von links nach rechts die neuen Lehramtsanwärterinnen Isabell Twyrdy (Deutsch/evangelische Religion), Nadja Kalwa (Biologie/Sport), Marina Pienkowski (Sozialwissenschaften/katholische Religion), Larissa Menke (Latein/ Mathematik) und Annika Herrmann (Deutsch/Geschichte).

BERUFSFELDER ERKUNDEN

Berufsfelder erkunden – ein Test im Echtbetrieb

Ab der Jahrgangsstufe 8 lernen alle Schülerinnen und Schüler Unternehmen und Berufe in drei verschiedenen Berufsfeldern kennen – zwei Berufsfelder im Rahmen des „Girls‘-Boys‘-Day“ und des Projekts „Lernen durch Engagement“, ein drittes am Berufsfelderkundungstag. Durch Berufsfelderkundungen bekommen sie eine Vorstellung davon, was sie in Berufswelt, Betriebsalltag und Ausbildung erwarten könnte. Schülerinnen und Schüler besuchen Arbeitsplätze, erleben Tätigkeiten und Betriebsabläufe. Sie sprechen mit Ausbildern, Auszubildenden und Mitarbeitern und bekommen selbst kleinere Arbeitsaufträge.

Die Berufsfelderkundung findet an folgenden Tagen statt:

Organisation:

Weitere Informationen, das Kontaktformular für die Betriebe und Antworten auf organisatorische Fragen erhalten Sie im beigefügten Elternbrief.

LEBEN HINTER MAUERN

Eingesperrt – Leben hinter Mauern

Rainer Eppelmann bilanziert die Zeit der deutsch-deutschen Teilung

MGW. Am 13. August 2019 jährt sich der Bau der Berliner Mauer zum 58. Mal und am 3. Oktober 1990, vor neunundzwanzig Jahren, endete die Teilung Deutschlands. Nach über 40 Jahren der Trennung war das bereits durch Konrad Adenauer gesteckte Ziel der Einheit Deutschlands in Freiheit Wirklichkeit geworden. Die Prinzipien von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit obsiegten gegen das diktatorische Regime in Ost-Berlin. Nach der Begeisterung des Aufbruchs und bedeutenden Erfolgen im Aufbau- und Aufholprozess der östlichen Bundesländer sind die vergangenen sechzehn Jahre auch begleitet worden von Mühsal und Enttäuschung. Neben dem Ziel, die materiellen Lebensverhältnisse anzugleichen, ist es nicht minder wichtig, das mentale Zusammenwachsen der Deutschen nach Jahren der Trennung voranzubringen.
Leider sind die Kenntnisse über den totalitären SED-Staat vor allem bei jungen Menschen wenig verbreitet. So ergab eine Umfrage bei 15- bis 19-jährigen Gymnasiasten, dass ein Fünftel Erich Honecker für einen Bandleader hält und sogar ein Drittel nicht den Unterschied zwischen den Staatsformen Diktatur und Demokratie beschreiben kann. Getreu dem Motto „Zukunft braucht Erinnerung“ wird Rainer Eppelmann mit seinem Vortrag die Erinnerung an das menschenverachtende SED-Regime wachhalten und damit einen Beitrag dazu leisten, dass totalitäre Zwangsherrschaft auf deutschem Boden nie mehr eine Chance findet.

Am Donnerstag, dem 7. November, wird Rainer Eppelmann, ehrenamtlicher Vorsitzender der Bundesstiftung Aufarbeitung, in der 3. – 4. Stunde in R. 116/117 vor den Geschichtskursen der Jahrgänge EF und Q2 einen Vortrag über die deutsche Teilung halten.

Zur Person:

Rainer Eppelmann war von 1990 bis 2005 Mitglied des Deutschen Bundestages und Vorsitzender der Enquête-Kommission zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Er war Mitbegründer sowie Vorsitzender des Demokratischen Aufbruchs und Minister für Abrüstung und Verteidigung in der Regierung de Maizière. Heute ist Rainer Eppelmann ehrenamtlicher Vorsitzender der Bundesstiftung Aufarbeitung.

Quelle: https://www.vhs-warendorf.de/programm/veranstaltungen.html/kurs/492-C-2516794/t/eingesperrt-leben-hinter-der-mauer (29.10.2019)

ABITUR – UND WAS DANN?

Jahrgangsstufe Q1 besucht den Hochschultag in Münster

Die Jahrgangsstufe Q1 wird am Donnerstag, dem 7. November 2019, den Hochschultag der Universitätsstadt Münster besuchen, der in diesem Jahr zum 20. Mal stattfindet. An diesem Tag öffnen die Hochschulen in Münster ihre Türen. Zum Kennenlernen der Hochschullandschaft in Münster ist der Hochschultag ideal.
Ein ganzer Tag wird ausschließlich der Frage gewidmet sein, ob ein Studium die richtige Wahl wäre und wenn ja, welche Fächer an welcher Hochschule Münsters in Frage kämen. Neben zentralen Informationsveranstaltungen für Studienbewerber können verschiedene Veranstaltungen speziell für den Hochschultag, aber auch reguläre Vorlesungen besucht werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, mit Dozierenden und Studierenden ins Gespräch zu kommen.

Ansprechpartnerin: Stefanie Kusche

Weitere Infos unter: Hochschultag Münster

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