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Archiv der Kategorie: Schule

HOFFNUNGSLAUF BEI GUTEM LAUFWETTER GESTARTET

Gruppe des Mariengymnasiums schließt sich dem Spendenlauf rund um den Emssee an

Von Gerold Paul

Warendorf. 1769 Teilnehmer insgesamt begaben sich am vergangenen Samstag auf den Hoffnungslauf der Aktion Kleiner Prinz. Gesammelt wurde für Kinderhilfsprojekte der Aktion Kleiner Prinz, insbesondere für die Flüchtlingskinder an den Grenzen der Ukraine. Über 50 Läufer zählte die Laufgruppe des Mariengymnasiums, die damit eine der größten Gruppen bildete. Sportlehrerin Julia Koch hatte besonders die Fünft- und Sechstklässler eingeladen. Doch auch ältere Schülerinnen und Schüler des Mariengymnasiums waren entschlossen, das angenehme Laufwetter zu nutzen. „Wer nur die kurze Strecke von 1,5 km läuft, hat damit bereits ein Not leidendes Kind für zwei Tage mit Mahlzeiten versorgt!“, rechnete Klaus Chmiel als Moderator am Startpunkt zwischen den Emsbrücken vor. „Denn 70 Cent reichen für zwei Mahlzeiten am Tag.“ Manche Läufer nahmen sich gleich mehrere Runden zum Ziel. „Wir laufen jetzt die Sechser-, dann die Dreier- und dann vielleicht noch einmal die 1,5 km-Runde!“, teilten Tom Kattenbaum und Justus Rotermund aus der Klasse 7C nach ihrer ersten 1,5 km-Runde mit. Der Spendenlauf, der auch für die Gruppe des Mariengymnasiums zu einem besonderen Gemeinschaftserlebnis wurde, ergab zuletzt die Summe von EUR 14.783.

MITMACHEN BEIM STADTRADELN

Bildnachweis: H_Ko/Adobe Stock

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern,

nachdem sich im letzten Jahr schon recht viele beteiligt hatten, möchten wir auch in diesem Jahr wieder an der bundesweiten Aktion „Stadtradeln“ teilnehmen. Vielleicht können wir die Zahl der „Radler und Radlerinnen“ ja noch steigern.

„Stadtradeln“ ist ein deutschlandweiter Wettbewerb für den Klimaschutz und eine Aktion für mehr Fahrradfahren als Fortbewegungsmittel. Es geht darum, möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zu fahren und damit Kilometer für das Team „Mariengymnasium Städt. Gymnasium für Jungen und Mädchen Warendorf“ zurückzulegen. Dabei ist es egal, ob man einmal pro Woche mit dem Fahrrad zum Bäcker zum Brötchenholen fährt oder täglich viele Kilometer zur Schule oder Arbeit fährt. Jede gefahrene Strecke zählt.

Auch wenn jeder vielleicht allein fährt, so lassen sich doch gemeinsam für das Team „Mariengymnasium“ Kilometer sammeln.

Der Aktionszeitraum ist in diesem Jahr vom 7. bis 27. Mai 2022.

Es wäre toll, wenn möglichst viele, mit dem Mariengymnasium verbundene Personen (Schüler, Lehrer, Eltern, …) am „Stadtradeln“ teilnehmen und für ein „gutes Klima“ radeln. Die Anmeldung (Registrierung) ist sehr einfach und geht sehr schnell (max. 5 Minuten). Sie ist auch mit dem Smartphone möglich. Dafür muss nur die untenstehende Anleitung durchgeführt werden. Sollte es Probleme oder Fragen geben, richten Sie gerne eine E-Mail an:

Anleitung für die Anmeldung (Registrierung):


Schritt 1: https://www.stadtradeln.de/warendorf öffnen
Schritt 2: Den Button „Hier registrieren“ auswählen.
Schritt 3: „Neu registieren“ auswählen und die Daten eingeben.
Schritt 4: Weiter klicken. Bei den nächsten Schritten sind dann das Bundesland und die Kommune schon vorausgewählt. Jetzt noch „vorhandenem Team beitreten“ auswählen (hier das Team „Mariengymnasium Städt. Gymnasium für Jungen und Mädchen Warendorf“ auswählen).

Welche Klasse radelt am meisten?

In unserem Schulteam können auch Unterteams gebildet werden. So kann jede Klasse ihr eigenes Team bilden und Kilometer sowohl für die Klasse als auch für die gesamte Schule sammeln. Wenn ihr als Klasse ein Team bilden und gegen andere Klassen radeln wollt, könnt ihr nach eurer Anmeldung ein Unterteam für eure Klasse bilden („Mein Team“ -> „Team gründen oder vergrößern“ – > „Neues Unterteam gründen“). Sprecht dies am besten in eurer Klasse und mit eurem Klassenlehrer ab. Für die beste Klasse gibt es am Ende der Aktion eine kleine Anerkennung.

Jetzt heißt es losradeln. Es gibt auch eine kostenfreie App („Stadtradeln“) zur Verwaltung der Kilometer. In der Hoffnung, dass wir ein großes Team werden, das viele Kilometer zurücklegen wird, wünschen wir viel Spaß bei Radfahren.

Uta Schmitz-Molkewehrum Anna Gieseke

ROBERT BILOTTS LANGER PROZESS GEGEN DEN CHEMIEKONZERN DUPONT

Oberstufenkurse des MGW sehen im Scala Filmtheater, was die so genannten „ewigen Chemikalien“ bewirken

Von Dr. Sabine Schöneich/Gerold Paul

Mit Unterstützung des Fördervereins ihrer Schule konnten die Chemie- und Biologie-Leistungskurse des Mariengymnasiums das Scala Filmtheater Warendorf zu einer gemeinsamen Vormittagsvorstellung besuchen. Der spannende Justiz-Thriller „Vergiftete Wahrheit“ aus dem Jahr 2019 führte ihnen die packende, auf Fakten beruhende Geschichte des US-amerikanischen Anwalts Robert Bilott vor. Der Umweltanwalt trug eine 19 Jahre andauernde juristische Auseinandersetzung mit dem Chemieriesen DuPont aus und erhielt schließlich 2017, nach der Niederlage des Unternehmens, den Right Livelihood Award. Dieser Preis ist in Europa unter dem Namen „Alternativer Nobelpreis“ bekannt. DuPont hatte die bei der Herstellung von herkömmlichen Pfannenbeschichtungen verwendete Perfluoroctansäure in den Ohio River geleitet und giftige Schlämme in einer undichten Deponie entsorgt.

„Bei einer Schulkinovorstellung sind häufig Langweiler zu erwarten, aber dieser Spielfilm war richtig spannend, mit tollen Schauspielern. Und von diesen extrem giftigen, ewigen Chemikalien, die mittlerweile in 98% der Lebewesen zwischen Arktis und Antarktis vorhanden sein sollen – also auch im Blut aller Menschen – hatte ich vorher noch nie etwas gehört“, fasste Schüler Henning Schier seinen Eindruck zusammen. „Die Chemie dieser chemischen Stoffe wurde genau in der richtigen Dosis erklärt“, ergänzte Lukas Bergen. „Die sind nämlich rein menschengemacht und werden in der Natur nicht abgebaut und sammeln sich deshalb vor allem in den Organen an.“

Besonders bewundert wurde das Durchhaltevermögen Robert Bilotts, der es schaffte, das Anliegen seiner Mandanten fast zwei Jahrzehnte lang gegen DuPont vorzubringen, trotz gesundheitlicher Rückschläge und einer zermürbenden Ehekrise.

PFAS, die ewigen Begleiter

Der Stoff des Films „Vergiftete Wahrheit“ betrifft nicht nur die USA. Auch im europäischen Raum werden viele Produkte verkauft, die mit PFAS belastet sind. „Diese Gifte finden sich in vielen Artikeln: Pizzakartons, Einmal-Kaffeebechern, Funktionskleidung, Teppichen, Feuerlöschschäumen, praktisch überall um uns herum“. Schülerin Jessica Friesen gingen bei der Filmvorstellung vor allem die Bilder verendeter Kühe und neugeborener Kinder mit Gesichtsverstümmelungen unter die Haut. Die lange Liste der Krebserkrankungen, die auf PFAS zurückzuführen sind, ist erschreckend.

Seit 2019 wird in Brüssel eine Trinkwasser-Richtlinie erarbeitet, in der PFAS berücksichtigt werden. Der jahrelange Einsatz des Umweltanwalts Robert Bilott ist also auch im Hinblick auf Europa nicht vergeblich gewesen.

SO FÖRDERT DIE SCHULE EHRENAMTLICHES ENGAGEMENT

Achtklässler des Mariengymnasiums stellen Eltern und Lehrern ihren Einsatz beim Projekt „Lernen durch Engagement“ vor.

Von Gerold Paul

Der Schüler des Mariengymnasiums hat seinem Einsatz als ehrenamtlicher Helfer im Hundeasyl Freckenhorst e. V. mit einiger Vorfreude entgegengesehen. Denn er mag Hunde. Angesichts der Zeit, die für die Reinigung der Gehege, die Fütterung, Pflege und Ausbildung von Bella, Christa, Heidi und ihren Artgenossen anfällt, zeigt sich Tim Bußmann, Schüler der Klasse 8B, beeindruckt vom Engagement der Mitarbeiter im Tierheim. Manchmal kommt es vor, dass die Tiere Jahre darauf warten, in ein neues Zuhause zu gelangen. „Es ist wichtig, dass jemand für die Hunde sorgt und die Vermittlung an passende Besitzer übernimmt“, blickt Tim auf seine Tätigkeit in Freckenhorst zurück. Sein ehrenamtlicher Einsatz hat sich in seinen Augen auch für ihn persönlich gelohnt. Bei jedem Einsatz in den vergangenen Wochen habe er gelernt, was es heißt, Verantwortung für Tiere zu übernehmen.

Verantwortung an vielen Stellen übernommen

Dieser Eindruck wird an diesem Tag, mit ähnlichen Worten, von allen Achtklässlern des Mariengymnasiums formuliert, egal ob die Verantwortung im Seniorenheim, in der Grundschule, beim Handballtraining, bei der Lebensmittelaktion „Fairteiler“ oder in der Pfarrbücherei übernommen worden ist. Anders als bei den übrigen Projekten der achten Klasse, die den Schülerinnen und Schülern bei der Erkundung der eigenen Stärken und damit bei der beruflichen Orientierung helfen sollen, wie dem Berufserkundungstag oder dem Girls’ Day and Boys’ Day, liegt der Schwerpunkt bei dem Projekt „Lernen durch Engagement“ auf dem sozialen und karitativen Einsatz. David Feldkämper, Klassenlehrer der 8B hält fest, welches Potenzial in diesem Projekt steckt: „Es geht auch darum, die Augen dafür zu öffnen, welch wichtige Rolle das Ehrenamt in unserer Gesellschaft spielt.“

GEMEINSAMER FRIEDENSMARSCH

Die Warendorfer Schulen haben ein gemeinsames Zeichen für den Frieden gesetzt.

Ein Zeichen für:

• gewaltfreie Konfliktlösungen

• eine friedliche Zukunft in Europa und auf der Welt

• die Hoffnung auf ein baldiges Kriegsende in der Ukraine

• gemeinsame demokratische Werte, die durch das Grundgesetz verankert sind.

Einer der bekanntesten Aussprüche Willy Brandts passt gut zum Hintergrund des Tages: „Der Frieden ist nicht alles, aber ohne den Frieden ist alles nichts.“

WEIHNACHTLICHE GRÜSSE AUS FRANKREICH

Ihre in der neuen Fremdsprache Französisch erworbenen Kenntnisse konnten die Schülerinnen und Schüler des Französischkurses 7 C/D bereits nach wenigen Wochen bei einer Begegnung mit „echten“ Franzosen aus dem Elsass unter Beweis stellen.

Von Julia Koch

Den Kontakt zu einer französischen Schulklasse, die im zweiten Jahr Deutsch lernt, hat ihre Lehrerin Julia Koch über eine langjährige Freundschaft zu deren Deutschlehrerin hergestellt. Zunächst wurden Postkarten für die französischen correspondants geschrieben, um sich – natürlich auf Französisch – vorzustellen. Über Namen, Alter, Wohnort, Geschwister und Hobbies ließ es sich schon gut kommunizieren. Das Verfassen der Postkarten stellte gleichzeitig eine Übung für die anstehende Klassenarbeit dar. Erstmals stand in diesem Jahr in Französisch bereits in Klasse 7 eine mündliche Prüfung an, in der es darum ging, jemanden vorzustellen.

Nachdem die Postkarten auf ihre Reise nach Frankreich geschickt worden waren, wurden die Antwortbriefe sehnsüchtig erwartet. So war die Aufregung groß, als sich die „Brieffreunde“ zunächst per Videobotschaft auf Deutsch mit ihren Namen und Hobbies vorstellten und anschließend noch den Namen ihres Brieffreundes bzw. ihrer Brieffreundin am MGW sagten. „Ich glaube, ich habe einen guten und netten Brieffreund bekommen, da er die gleichen Interessen wie ich hat“, freut sich Justus Rotermund.  „Ich finde es gut, dass wir das Projekt machen, weil ich denke, dass man so den alltäglichen Sprachgebrauch besser lernt.“

Mitgeschickt wurden außerdem gute Wünsche für Weihnachten und die anstehenden Ferien: Joyeux Noël und Bonnes vacances! Schnell war die Motivation geweckt, eigene Videos für die französischen Schülerinnen und Schüler vorzubereiten. „Es macht Spaß, Videos für die andere Klasse zu drehen, und es ist immer spannend, wenn die andere Klasse Videos gemacht und uns geschickt hat“, sind sich die Schülerinnen und Schüler einig.

Als dann auch noch die Briefe der französischen Freunde aus dem Lehrerrucksack gezogen wurden, waren die Aufregung und Freude noch größer. Dass diese bereits nach zwei Tagen Postweg aus Frankreich am MGW ankommen würden, hatte niemand erwartet. „Mein Franzose schreibt, dass er den Truthahn mag“, sagt ein Schüler amüsiert in der Annahme, sein Brieffreund meine die auf der Postkarte abgedruckte Schildkröte. Ganz nebenbei werden so auch erste landeskundliche Kenntnisse vermittelt: Der Truthahn ist nämlich ein klassisches Weihnachtsessen in Frankreich, oftmals gefüllt mit Kastanien.

 



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