DAS MÜNDLICHE RÜCKT NÄHER

Die mündliche Abiturprüfung rückt näher – und das Theaterstück „Creeps“ auch!

Von Gerold Paul

Die schriftlichen Abiturprüfungen sind abgeschlossen, und die schönen Tage, die dieser Monat gerade bietet, sollten zur Vorbereitung auf die mündliche Prüfung genutzt werden, die Prüfung im vierten Fach. Wer möchte beim Anblick der Bücher und Hefte die guten Vorsätze nicht lieber auf sich beruhen lassen, um nicht länger lustlos Papier und Karteikarten zu füllen, und stattdessen im Freien, von der Last des Lernens befreit, die Sonne entlang den hoch schwingenden Maibäumen genießen können?

Probenarbeit für „Creeps“ wieder aufgenommen

Doch dieser sommerliche Mai ist für einige Abiturientinnen des Mariengymnasiums Warendorf nicht nur von der Arbeit am Schreibtisch bestimmt. Die Corona-Bestimmungen des vergangenen Jahres haben die Literaturkurse des Mariengymnasiums dazu gezwungen, ihre Theateraufführungen ausfallen zu lassen. In einer kleinen Gruppe ist daher der Vorsatz gereift, das nachzuholen, was im letzten Jahr aufgegeben werden musste. Anfang Juni soll an vier Abenden im Theater am Wall unter der Leitung von Joachim Holling das Jugendtheaterstück „Creeps“ von Lutz Hübner aufgeführt werden. „Wir proben bereits seit Anfang der Q2. Natürlich setzen wir jetzt wieder neu mit den Proben ein, da wir vor den Klausuren absolut keine Zeit dazu hatten, nebenher noch Text zu lernen“, berichtet Emily Wiemann, eine der Darstellerinnen. „Dafür proben wir jetzt umso häufiger. Keine von uns steht aber das erste Mal auf der Bühne, wir haben schon durch ähnliche Projekte, zum Beispiel im Fach Kunst-Musik-Darstellen (KuMuDa), Erfahrung gesammelt.“ Das Jugendtheaterstück „Creeps“, auf der Idee eines Castings beruhend, zeigt, wie drei Jugendliche sich einfallsreich um die Stelle einer Moderatorin bewerben, die das Publikum durch „Creeps“, das neue Format eines Musiksenders, führen soll. Das neue Gesicht der Sendung soll selbstverständlich großartig und selbstbewusst sein, dazu gut aussehen; doch was der Sender wirklich will, stellt sich erst während des langen, nervenaufreibenden Castings heraus.

Vier Aufführungen im Dachtheater

Die eigens für dieses Stück gegründete Theatergruppe des Mariengymnasiums Warendorf wird das Stück zweimal am Donnerstag, dem 2. Juni (19.00 Uhr) und 9. Juni (20.00 Uhr), und dann am Dienstag, dem 14. Juni (20.00 Uhr), und schließlich am Mittwoch, dem 15. Juni 2022 (18.00 Uhr), spielen. Aufführungsort ist immer das Dachtheater im Theater am Wall. Der Eintrittspreis wird noch bekannt gegeben.

MITMACHEN BEIM STADTRADELN

Bildnachweis: H_Ko/Adobe Stock

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern,

nachdem sich im letzten Jahr schon recht viele beteiligt hatten, möchten wir auch in diesem Jahr wieder an der bundesweiten Aktion „Stadtradeln“ teilnehmen. Vielleicht können wir die Zahl der „Radler und Radlerinnen“ ja noch steigern.

„Stadtradeln“ ist ein deutschlandweiter Wettbewerb für den Klimaschutz und eine Aktion für mehr Fahrradfahren als Fortbewegungsmittel. Es geht darum, möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zu fahren und damit Kilometer für das Team „Mariengymnasium Städt. Gymnasium für Jungen und Mädchen Warendorf“ zurückzulegen. Dabei ist es egal, ob man einmal pro Woche mit dem Fahrrad zum Bäcker zum Brötchenholen fährt oder täglich viele Kilometer zur Schule oder Arbeit fährt. Jede gefahrene Strecke zählt.

Auch wenn jeder vielleicht allein fährt, so lassen sich doch gemeinsam für das Team „Mariengymnasium“ Kilometer sammeln.

Der Aktionszeitraum ist in diesem Jahr vom 7. bis 27. Mai 2022.

Es wäre toll, wenn möglichst viele, mit dem Mariengymnasium verbundene Personen (Schüler, Lehrer, Eltern, …) am „Stadtradeln“ teilnehmen und für ein „gutes Klima“ radeln. Die Anmeldung (Registrierung) ist sehr einfach und geht sehr schnell (max. 5 Minuten). Sie ist auch mit dem Smartphone möglich. Dafür muss nur die untenstehende Anleitung durchgeführt werden. Sollte es Probleme oder Fragen geben, richten Sie gerne eine E-Mail an:

Anleitung für die Anmeldung (Registrierung):


Schritt 1: https://www.stadtradeln.de/warendorf öffnen
Schritt 2: Den Button „Hier registrieren“ auswählen.
Schritt 3: „Neu registieren“ auswählen und die Daten eingeben.
Schritt 4: Weiter klicken. Bei den nächsten Schritten sind dann das Bundesland und die Kommune schon vorausgewählt. Jetzt noch „vorhandenem Team beitreten“ auswählen (hier das Team „Mariengymnasium Städt. Gymnasium für Jungen und Mädchen Warendorf“ auswählen).

Welche Klasse radelt am meisten?

In unserem Schulteam können auch Unterteams gebildet werden. So kann jede Klasse ihr eigenes Team bilden und Kilometer sowohl für die Klasse als auch für die gesamte Schule sammeln. Wenn ihr als Klasse ein Team bilden und gegen andere Klassen radeln wollt, könnt ihr nach eurer Anmeldung ein Unterteam für eure Klasse bilden („Mein Team“ -> „Team gründen oder vergrößern“ – > „Neues Unterteam gründen“). Sprecht dies am besten in eurer Klasse und mit eurem Klassenlehrer ab. Für die beste Klasse gibt es am Ende der Aktion eine kleine Anerkennung.

Jetzt heißt es losradeln. Es gibt auch eine kostenfreie App („Stadtradeln“) zur Verwaltung der Kilometer. In der Hoffnung, dass wir ein großes Team werden, das viele Kilometer zurücklegen wird, wünschen wir viel Spaß bei Radfahren.

Uta Schmitz-Molkewehrum Anna Gieseke

GESPENSTERJÄGER BEIM VORLESEWETTBEWERB

Großer Erfolg für Fridolina Lilienbecker beim bundesweiten Vorlesewettbewerb

Von Gerold Paul

Der 23. April ist der Welttag des Buches, und zu diesem Tag passt gut das folgende Ereignis: Fridolina Lilienbecker, Schülerin der Klasse 6A des Mariengymnasiums Warendorf, ist es gelungen, in den ersten vier Durchgängen des bundesweiten Vorlesewettbewerbs derart genau der Intention der literarischen Vorlagen zu entsprechen, dass sie die Juroren in jeder Runde zur Siegerin erklärt haben. Im jüngsten Wettbewerb auf der Bezirksebene hat die Zwölfjährige aus Cornelia Funkes Kinderbuch „Gespensterjäger in großer Gefahr“ vorgelesen. Bewertet wurden die Vorträge des Bezirks Münsterland Ost von Juroren der Europäischen Märchengesellschaft Rheine.

Fridolina Lilienbecker versteht es offenbar nicht nur präzise vorzulesen, sondern auch einen Teil ihrer schauspielerischen Talente in die verschiedenen Stimmen des Textes einfließen zu lassen. So tritt Gespensterjäger Tom Tomsky in diesem Fall beispielsweise recht selbstbewusst auf, wie es Professor Schleimblatt, das neue Mitglied im Prüfungsausschuss der Gespensterjäger-Vereinigung, in der vorgelesenen Passage eingestehen muss: „So, so“, sagte der Professor. „An Selbstbewusstsein scheint es dir ja nicht zu fehlen.“

Herzlichen Glückwunsch, Fridolina, und viel Erfolg bei der Vorbereitung der vorletzten Runde, dem Landeswettbewerb!

TRAUER UM ERICH STRATMANN

Am 3. April 2022 verstarb Erich Stratmann, der lange Zeit als Lehrer am Mariengymnasium Warendorf unterrichtete und bei Ehemaligen und im Kollegium in guter Erinnerung ist.

Von Walter Schmalenstroer


Erich Stratmann wurde am 22. März1948 in Warendorf geboren und verbrachte dort seine Kindheit und Jugend. Sein Abitur machte er am 5. Juli 1967 am Laurentianum, das damals ein reines Jungengymnasium war. Nach dem Wehrdienst studierte er an der WWU Münster die Fächer Physik und Mathematik. Nach der ersten Staatsprüfung in beiden Fächern unterrichtete er in den Jahren 1974–1975 als Lehrer im Angestelltenverhältnis am Gymnasium Laurentianum. Anschließend absolvierte er von 1975–1977 sein Referendariat in Münster und wurde im Jahr 1977 Studienrat z. A. am Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium in Münster. Ein Jahr später wurde er zum Studienrat auf Lebenszeit ernannt und kehrte im Jahr 1979 nach Warendorf zurück, wo er ab Sommer am Mariengymnasium in Warendorf unterrichtete. Sein besonderes Engagement galt dabei der Physiksammlung, die er bis zu seinem Ruhestand mit viel Hingabe betreute. Außerdem war er viele Jahre Vorsitzender der Fachkonferenz Physik. Seine Kolleginnen und Kollegen schätzten seine entgegenkommende Art und seine Hilfsbereitschaft. Seine Schülerinnen und Schüler mochten seine Freundlichkeit, sein Taktgefühl und seine Verlässlichkeit. Im Jahr 2000 erkrankte er schwer und musste 2001 vorzeitig in den Ruhestand eintreten.
Seine Familie war ihm in dieser Zeit eine wichtige Stütze. Das Mariengymnasium trauert mit der Familie um Erich Stratmann.

DIE MOTTOWOCHE HAT BEGONNEN

Zwei Abschlussjahrgänge mussten coronabedingt starke Einschränkungen hinnehmen und konnten nicht so feiern, wie sie es gerne getan hätten. Doch in diesem Jahr kehrt ein wenig Normalität zurück – sehr zur Freude der Entlassschüler, die diesen einmaligen Moment im Leben fast ohne Einschränkungen genießen dürfen.

Von Ulrich Lieber: Westfälische Nachrichten vom 2. April 2022

Die Abiturjahrgänge mussten in den vergangenen Jahren auf ihre beliebte Mottowoche verzichten. Doch diesmal dürfen sie am Montag loslegen und ihre letzte Schulwoche feiern. „Sie dürfen etwas machen. Wir haben die Schülerinnen und Schüler aber gebeten, dass sie Masken tragen“, sagt Uta Schmitz-Molkewehrum, Schulleiterin des Mariengymnasiums. Denn auch wenn die Maskenpflicht nun gefallen sei, soll der gegenseitige Schutz aufrechterhalten werden. Außerdem wird darum gebeten, dass die Schüler, die keinen Immunitätsnachweis haben, einen Test machen, um die Schulgemeinschaft zu schützen. Zudem sollen die Aktionen nach Möglichkeit draußen auf dem Schulhof stattfinden.

Das ist auch am Laurentianum so geplant. „Anders als in den Vorjahren haben die Abiturienten in der letzten Woche keinen vollen Unterricht mehr, sondern nur noch in den Abifächern“, berichtet Schulleiter Malte Prigge. Mit den Abiturienten sie die Vereinbarung getroffen worden, dass nur das gemacht werde, was auch sinnvoll sei. „Die Mottowoche ist sehr strukturiert. Sie haben an jedem Tag ein Motto, aber sie sind nicht  den ganzen Tag hier.“ Alle Aktionen sollen dabei draußen stattfinden. Am Montag werden die Abiturientinnen und Abiturienten, die im ehemaligen AWG unterrichtet werden,  in der ersten großen Pause an Gebäude I erwartet.

An der Gesamtschule wird der zweite Abiturjahrgang verabschiedet. „Wir haben natürlich auch eine Mottowoche“, sagt Endrik Kremkus, stellvertretender Schulleiter. Jede Schule habe aber für sich eigene Regeln festgelegt.

Am Berufskolleg wird es etwas ruhiger zugehen. „Wir haben insgesamt 300 bis 400 Leute. Wenn wir das komplett öffnen, dann wird es schwierig“, erklärt Schulleiter Udo Lakemper. Darum werde es ein reduziertes Programm geben. „Wir können es nicht verbieten, aber es soll alles draußen stattfinden. Hier sind ja auch viele Berufsschüler, die in den Prüfungen stecken“, hofft er auf Verständnis. „Wir haben Sorge in Richtung Abschlussprüfung. Es sollen schließlich alle ihre Prüfungen schaffen.“ 

ROBERT BILOTTS LANGER PROZESS GEGEN DEN CHEMIEKONZERN DUPONT

Oberstufenkurse des MGW sehen im Scala Filmtheater, was die so genannten „ewigen Chemikalien“ bewirken

Von Dr. Sabine Schöneich/Gerold Paul

Mit Unterstützung des Fördervereins ihrer Schule konnten die Chemie- und Biologie-Leistungskurse des Mariengymnasiums das Scala Filmtheater Warendorf zu einer gemeinsamen Vormittagsvorstellung besuchen. Der spannende Justiz-Thriller „Vergiftete Wahrheit“ aus dem Jahr 2019 führte ihnen die packende, auf Fakten beruhende Geschichte des US-amerikanischen Anwalts Robert Bilott vor. Der Umweltanwalt trug eine 19 Jahre andauernde juristische Auseinandersetzung mit dem Chemieriesen DuPont aus und erhielt schließlich 2017, nach der Niederlage des Unternehmens, den Right Livelihood Award. Dieser Preis ist in Europa unter dem Namen „Alternativer Nobelpreis“ bekannt. DuPont hatte die bei der Herstellung von herkömmlichen Pfannenbeschichtungen verwendete Perfluoroctansäure in den Ohio River geleitet und giftige Schlämme in einer undichten Deponie entsorgt.

„Bei einer Schulkinovorstellung sind häufig Langweiler zu erwarten, aber dieser Spielfilm war richtig spannend, mit tollen Schauspielern. Und von diesen extrem giftigen, ewigen Chemikalien, die mittlerweile in 98% der Lebewesen zwischen Arktis und Antarktis vorhanden sein sollen – also auch im Blut aller Menschen – hatte ich vorher noch nie etwas gehört“, fasste Schüler Henning Schier seinen Eindruck zusammen. „Die Chemie dieser chemischen Stoffe wurde genau in der richtigen Dosis erklärt“, ergänzte Lukas Bergen. „Die sind nämlich rein menschengemacht und werden in der Natur nicht abgebaut und sammeln sich deshalb vor allem in den Organen an.“

Besonders bewundert wurde das Durchhaltevermögen Robert Bilotts, der es schaffte, das Anliegen seiner Mandanten fast zwei Jahrzehnte lang gegen DuPont vorzubringen, trotz gesundheitlicher Rückschläge und einer zermürbenden Ehekrise.

PFAS, die ewigen Begleiter

Der Stoff des Films „Vergiftete Wahrheit“ betrifft nicht nur die USA. Auch im europäischen Raum werden viele Produkte verkauft, die mit PFAS belastet sind. „Diese Gifte finden sich in vielen Artikeln: Pizzakartons, Einmal-Kaffeebechern, Funktionskleidung, Teppichen, Feuerlöschschäumen, praktisch überall um uns herum“. Schülerin Jessica Friesen gingen bei der Filmvorstellung vor allem die Bilder verendeter Kühe und neugeborener Kinder mit Gesichtsverstümmelungen unter die Haut. Die lange Liste der Krebserkrankungen, die auf PFAS zurückzuführen sind, ist erschreckend.

Seit 2019 wird in Brüssel eine Trinkwasser-Richtlinie erarbeitet, in der PFAS berücksichtigt werden. Der jahrelange Einsatz des Umweltanwalts Robert Bilott ist also auch im Hinblick auf Europa nicht vergeblich gewesen.

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