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Tag Archives: Europa

In Prag

Kursfahrt nach Prag

Bericht von Meret Pundsack

Um 5.30 Uhr morgens standen, entgegen der Erwartungen einiger Lehrer, am Montag, den 4.09.2017, alle Schüler des Pädagogik- und Mathe-Leistungskurses mit ihren Koffern bereit zur Abfahrt.
Gespannt fieberten die 42 Schülerinnen und Schüler dem Ziel entgegen, welches nach neunstündiger Busfahrt endlich erreicht wurde: Prag an der Moldau. Die vielbesuchte Touristenstadt war den meisten Schülern eher als die Stadt mit dem drittgrößten Club Europas bekannt, doch die vier mitgereisten Lehrer, Frau Bosse (LK Pädagogik), Herr Cormann und die beiden Stufenlehrer, Frau Bellingen (LK Mathe) und Herr Wening, schafften es, den Schülern die Kultur der Stadt nahezubringen.
Nach einer herausfordernden Stadtrallye ließ die Reisegruppe den ersten Tag mit einer abendlichen Bootstour ausklingen, bei der alle Prag bei Nacht bewundern konnten. Am Dienstag ging es dann historisch weiter, bei der Besichtigung verschiedener jüdischer Synagogen im Jossefov Viertel, welches in Zeiten des Nationalsozialismus als Ghetto für jüdische Einwohner galt. Besonders die unzähligen Namen der Toten an den Wänden der jüdischen Synagoge ließ viele Schüler verstummen. Am nächsten Tag ging es dann, anknüpfend an die Geschichte des Viertels während der Nazi-Okkupation, in das Konzentrationslager Theresienstadt sowie in die historische Stadt Lidice. Lidice wurde im Jahr 1942 aufgrund des unbegründeten Verdachts auf eine Verwicklung in den Anschlag auf den SS-Oberkommandant Heydrich vollständig zerstört und deren Einwohner in das nahliegende KZ Theresienstadt deportiert. Über 1400 weitere Menschen wurden somit grundlos von den Nazis getötet.
Nach diesen bedrückenden Besichtigungen durften die Schüler und Lehrer am Abend die freie Zeit nutzen und die Atmosphäre der Stadt genießen, bevor es am nächsten Tag dann auf zur Prager Burg ging. Nach einem einstündigen Fußmarsch mit einigen Pausen – da diverse Bilder geschossen werden mussten –  und dem Erklimmen der längsten Treppe, die einige Schüler je gesehen hatten, wurde dann doch die atemberaubende Aussicht genossen.
Zur Erkundung des Prager Nachtlebens verbrachte die gutgelaunte Reisegruppe den letzten gemeinsamen Abend dann tatsächlich, tatkräftig – insbesondere auf der Tanzfläche – unterstützt von dem ebenfalls angereisten Deutsch LK in Begleitung von Herrn Paul, in Europas drittgrößten Club.
Müde, aber um viele Eindrücke und Erlebnisse reicher machten sich die zukünftigen Abiturienten am Freitag auf den Weg nach Warendorf, sicher, dass die Studienfahrt eine unvergessliche Zeit bleiben wird.

Kein Brexit am Mariengymnasium

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Hanna Vincent ist die neue Fremdsprachenassistentin

Bericht von Klaudia Casper

Es ist zwar nicht möglich, den Englischunterricht an unserer Schule nach England zu verlegen, doch man kann ein Teilchen der gar nicht so weit entfernten britischen Inseln nach Warendorf bringen.

So können sich viele Schülerinnen und Schüler des Mariengymnasiums auf Hanna Vincent freuen, Studentin an der University of Durham in Großbritannien, die in diesem Halbjahr den Englischunterricht begleitet. Die Fremdsprachenassistentin bereichert die gemeinsamen Stunden mit wertvollen Einsichten in das Alltagsleben und in die Kultur des Vereinigten Königreiches. Und die Schüler haben viele Fragen: angefangen von dem Schulleben und Essgewohnheiten britischer Schüler bis hin zu Fragen über multikulturelle Vielfalt in den Städten.
Hanna Vincent bietet auch individuelle Förderung für begabte Schüler an, etwa bei der Vorbereitung auf Wettbewerbe, wie auch für diejenigen, die etwas mehr Hilfe bei der Erschließung der Geheimnisse der englischen Sprache brauchen. Die „Englische Konversation“-AG nimmt nicht nur die Angst vor den anstehenden Kommunikationsprüfungen, sondern führt auch ein bisschen in die Welt des „Small talk“ in einer Fremdspache ein – eine Fähigkeit, die manche Türen auch im Berufsleben öffnen kann.

Das Mariengymnasium in Warendorf arbeitet seit vielen Jahren mit Fremdsprachenassistenten aus unterschiedlichen europäischen Ländern und den USA zusammen. Mag es noch so viele Unstimmigkeiten in der Politik geben, in unserer Schule ist Europa vereint und die Tür offen.

Planspiel Brexit

BREXIT – die Debatte um den Austritt

Ein Planspiel zur Europäischen Union

Von Stefanie Kusche

„Ist es richtig, dass Staaten aus der EU austreten können? Wird der BREXIT der EU schaden?“ Mit diesen interessanten Fragen befassten sich die Grundkurse Sozialwissenschaften der Jahrgangsstufe EF am 14. und 15. September im Rahmen eines jeweils eintägigen Planspiels, das am Mariengymnasium in Kooperation mit der VHS Warendorf organisiert wurde. Nach einer Einführung durch den Referenten Dr. Ralf Hell erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Argumente zu den insgesamt sieben Diskussionsfragen, die die Grundlage für die abschließende Debatte bildeten. Das jeweils zu Beginn und zum Abschluss erstellte Meinungsbild zeigte, dass der Informationsgewinn durchaus zu einer Meinungsänderung seitens der Schüler beigetragen hat. Die Frage, ob es richtig sei, dass Staaten aus der EU austreten können, beantworteten beispielsweise zu Beginn des Vormittags 28 von 30 Schülern mit „Ja“, wohingegen im Anschluss an die Debatte nur noch 19 zustimmten.

 

Full English breakfast

Der Leistungskurs Englisch ist von seiner Reise nach London zurück

Ein Reisebericht von Clara Menkhoff

Dauerhafter Nieselregen, die obligatorische tea time, lange Warteschlangen und das üppige English breakfast.
Mit welchem dieser Klischees würde sich der Englisch-Leistungskurs von Frau Vellmanns konfrontiert sehen auf seiner Studienfahrt in die britische Hauptstadt vom 4. bis 8. September 2017?
Nach scheinbar kurzer Anreise über den Land- und Luftweg erreichten wir, unser 25-köpfiger Englischkurs, Frau Vellmanns, Frau Bakker und Herr Ormeloh, das Hostel LSE Bankside im Herzen Londons, welches uns für die nächste Woche als Unterkunft dienen sollte. Kurz wurden die Zimmer bezogen, die Koffer ausgepackt und schon trafen wir uns vor dem Hostel, um zu einem gemeinsamen Spaziergang an der Themse mit anschließendem Picknick aufzubrechen. Glücklicherweise blieb uns ein Regenschauer erspart, wodurch wir den Abend durch eine Erkundung der Londoner Innenstadt in Kleingruppen abschließen konnten: die nächtliche Atmosphäre gab der Tower Bridge, dem Big Ben und dem Themseufer ein besonderes Flair.

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Mit Latein zum Erfolg

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Weitere Lateinschüler drücken Adrian die Daumen für den Landeswettbewerb: Lara Piche, Clara Menkhoff, Adrian Grimpe, Niklas Nährig (v. links).

Marienschüler Adrian Grimpe kommt beim Wettbewerb der Alten Sprachen in die zweite Runde

Bericht von Gerold Paul

Von der Zukunft der lateinischen Sprache an den Schulen ist oft die Rede. Manchen, die Kenntnisse in der Sprache als Voraussetzung des Studiums brauchen, erscheint sie als unvermeidliches Übel. Es gibt jedoch zumindest an den Warendorfer Gymnasien regelmäßig Kurse, die auch im Abitur nicht ohne Latein auskommen möchten. Adrian Grimpe beispielsweise, Schüler des Mariengymnasiums, ist überzeugt, dass Latein nichts von seiner Bedeutung für das Wissen um die gemeinsame Kultur Europas und Amerikas verloren hat. In seiner Facharbeit hat er die Frage erörtert, ob Cincinnatus, ein Freiheitsheld der Römer, der als Bauer vom Pflug weg in das höchste Staatsamt berufen worden ist, George Washington, dem Freiheitshelden der USA, als Vorbild gedient haben könnte. Latein ist für ihn, das merkt man Adrian an, keine Sprache, die er hinter sich bringen möchte. Wenn er im nächsten Jahr das Abitur besteht, wird er zwei Jahre länger Latein gelernt haben, als zum Erwerb des Latinums erforderlich sind. Neu in seinem Fall ist, dass ein Schüler des Mariengymnasiums mit seiner Facharbeit am landesweiten Wettbewerb der Alten Sprachen, Certamen Carolinum, teilgenommen hat. Interessant sind die Preise, die bei diesem Wettbewerb ausgeschrieben sind, vor allem als erster Preis eine Aufnahme in die Studienstiftung des deutschen Volkes. Adrian ist bereits eine Runde weitergekommen, da seine Facharbeit sehr gut bewertet worden ist. Es bleiben zwei weitere Runden, bei denen eine Übersetzungsklausur und, in der letzten Runde, ein Kurzvortrag mit anschließendem Kolloquium über ein frei gewähltes Thema aus dem Bereich der Alten Sprachen vorgesehen sind. Am kommenden Dienstag, 29. August, findet die Übersetzungsklausur im Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium Münster statt. Adrian ist gespannt, was ihn dabei erwartet. Sein Lateinkurs und sein Lateinlehrer Gerold Paul wünschen ihm auch für diese Runde viel Erfolg.

 

 

 

Välkommen till Sveriges

Välkommen till Sveriges –
Willkommen in Schweden

3. Erasmus+-Projekttreffen des Mariengymnasiums in Strömstad

Bericht von Julia Kamermann

 

Die internationale Erasmus+-Gruppe
Vom 08. bis zum 14. Mai besuchten sieben Schüler und Schülerinnen der Q1, Abdullah Ibrahim, Hanna Hemkemeyer, Julia Kamermann, Lara Piche, Meret Pundsack, Anne Schulze-Terharn und Daniel Tiessen in Begleitung der Lehrerinnen Inka Coppenrath und Benedikta D’Alò das Strömstad Gymnasium in Schweden.

Unter dem Thema „Migration und Flüchtlingskrise“ bereitete jedes Land der sieben teilnehmenden Nationen Deutschland, Frankreich, Italien, Litauen, Portugal und Schweden eine Präsentation vor, in der wir alle Informationen rund um die Flüchtlingskrise im eigenen Land präsentierten. So hatte jeder Teilnehmer schnell einen Überblick über die Lage der anderen Länder. Des Weiteren waren alle Teilnehmer des Austausches Teil eines Simulationsspiels zur Flüchtlingskrise der EU. Dazu wurde jeder Teilnehmer einem neuen Land der EU zugeordnet, sodass sich Gruppen mit Mitgliedern unterschiedlicher Herkunftsländer bildeten. Zusammen informierten wir uns dabei über die wirtschaftliche Situation unseres zugeteilten Landes und suchten eine Möglichkeit zur Lösung des Flüchtlingskonflikts. Zudem konnten Länder nach Absprache kooperieren und sich so gegenseitig helfen und unterstützen. Dabei kamen alle EU Mitglieder gemeinsam zu dem Entschluss, dass den bedürftigen Ländern geholfen werden muss, indem Flüchtlinge besser nach Faktoren wie der Stärke der Wirtschaft verteilt werden und schwächeren Wirtschaften durch Unterstützungen geholfen werden müssen.

Neben dem EU Rollenspiel, das wir in der Schule in mehreren komplexen Phasen durchgeführt haben, erkundeten wir gemeinsam die Natur und Sehenswürdigkeiten von Strömstad. Zu den Programmpunkten gehörte eine Bootsfahrt zur naheliegenden Insel Koster.

Dort besuchte wir zunächst das Wassermuseum Naturum Kosterhavet und hatten nach einer anschaulichen Führung noch Zeit, in Kleingruppen die Landschaft der Insel zu erkunden.
Ein weiterer Höhepunkt der Reise war ein Konzert von Eltern, Schülern und Lehrern des Strömstad Gymnasiums, die im Chor so wie in Soloauftritten schwedische und englische Pop- und Volkslieder sangen. Außerdem hatten wir als Programmpunkt ein Treffen mit dem Bürgermeister von Strömstad, der uns die interessante Historie der Entstehung von Strömstad nahebrachte und uns unterhaltsam über die Architektur des historischen Rathauses aufklärte.

Gruppenbild mit dem Bürgermeister
Des Weiteren fuhren wir gemeinsam zum Vitlycke Museum und dem UNESCO Weltkulturerbe, den Felsbildern von Tanum, die vor über 3000 Jahren in der Bronzezeit auf Gräber gezeichnet worden sind.

Jeder der Schüler wohnte in einer schwedischen Familie bei einem gleichaltrigen Austauschpartner. Meist lebten in einer schwedischen Familie mehrere Austauschpartner verschiedener Nationen, sodass Kultur und Sitten ausgetauscht wurden. Das klingt beim ersten Lesen womöglich nach kulturellem Chaos, jedoch war dies ein höchstinteressantes Zusammenkommen, in dem internationale Freundschaften entstanden. Gemeinsame Sprache des Austausches war Englisch, sodass sich alle Nationen problemlos miteinander austauschen konnten und die englischen Kenntnisse tagtäglich gefördert wurden. Die schwedischen Austauschschüler organisierten für uns alle ein abwechslungsreiches Abendprogramm, wie einen gemeinsamen Restaurantbesuch oder einen Ausflug zu den Küsten der Kleinstadt in unserer Freizeit.

Smaklig maltid!
Insgesamt war der Austausch in Schweden eine ausgesprochen vielfältige Erfahrung in Sprache, Kultur und Geschichte für alle Teilnehmer. Zusammen erkundeten wir die vielfältige Landschaft der Stadt und lernten gemeinsam die Flüchtlingskrise aus anderen Blickrichtungen zu beleuchten und nehmen als wichtige Erfahrung aus dieser internationalen Begegnung mit, dass diese nur zusammen gelöst werden kann.

Hier der Link, um sich weitere Informationen und Berichte über unser laufendes Erasmus+-Projekt anzuschauen

www.we-make-integration.eu.

Es dauert noch bis Juni 2018.

 

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