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IN DIE BACKSTUBE ANSTATT IN DIE SCHULE

Füchtorf. Die am Mariengymnasium Warendorf vermittelte Berufsfelderkundung findet unter anderem in der Bäckerei Thumann statt

Von Gerold Paul

„Mehr als sechzehn Stunden liegen die Brötchen bei uns zur Reife, bevor sie gebacken werden!“, erklärt Jannis Thumann, Bäckermeister im seit vier Generationen bestehenden Familienbetrieb in Sassenberg-Füchtorf. Ohne Hektik zu backen, nach dem Prinzip der langen Teigführung, mit ausreichend Zeit für die Stock- und die Stückgare, nachdem die Laibe geformt worden sind – das gehört zur Familienphilosophie. Auf Fertig-Backmischungen werde seit vielen Jahren verzichtet. Echtes Handwerk lernt der dreizehnjährige Jasper Paul damit bei Thumann kennen. Einblick in ein bestimmtes Berufsfeld soll der Schüler des Mariengymnasiums Warendorf bekommen – so sieht es das Landesprogramm „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) für alle achten Klassen vor – und hat auf der Angebotsseite des Kreises im Internet gleich die Füchtorfer Bäckerei und Konditorei entdeckt. Der Kontakt ist schnell hergestellt, und ohne Probleme erscheint der Schüler am Mittwoch, dem 26. Januar, morgens im Dunkeln um 6.00 Uhr vor der Backstube, in der neben dem Meister drei Auszubildende und sechs Gesellen schon seit drei Stunden arbeiten. „Im Team fällt das frühe Aufstehen allerdings leicht!“, sagt Jannis Thumann. „Und ich bin dankbar für ein starkes Team, in dem unglaublich gute Arbeit geleistet wird.“

Tagespraktikant Jasper Paul verarbeitet an diesem Tag Brötchen, Hefezöpfe, Schnecken und ist bei der Zubereitung des Knäckebrotes behilflich. Die Hände schwenkend, zeigt er, wie die Brötchenteiglinge in Mehllösung getaucht und in Körnern gewälzt werden, bevor sie paarweise auf dem Backblech abgelegt werden. „Ich würde jetzt ab und zu gerne zuhause die Sonntagsbrötchen backen wollen!“, fasst der Schüler seine guten Eindrücke des Tages zusammen. Bäckermeister Jannis Thumann verweist auf Thumanns Website (https://baeckerei-thumann.de) und die Social Media-Kanäle des Betriebes: Die Bäckerei nehme gerne auch Initiativ-Bewerbungen entgegen.

In der Jahrgangsstufe 8 lernen alle Schülerinnen und Schüler des Mariengymnasiums drei verschiedene Berufsfelder kennen, zwei Berufsfelder im Rahmen des „Girls‘-Boys‘-Day“ und des Projekts „Lernen durch Engagement“, ein drittes am Berufsfelderkundungstag. Durch die Berufsfelderkundung bekommen sie eine Vorstellung davon, was sie in Berufswelt, Betriebsalltag und Ausbildung erwarten könnte.

POTENZIALANALYSE: LOS GEHT’S!

Die Achtklässler des Mariengymnasiums starten mit dem Programm zur beruflichen Orientierung

Von Gerold Paul

Ein Schüler erklärt mir: „Also dieser Tennisball stellt ein Vogelei dar, das aus seinem Nest gefallen ist. Irgendwie ist das Ei an einem Felsvorsprung liegen geblieben und muss zurück ins Nest.“ Die Aufgabe muss von den Schülergruppen, die sich auf dem Hof der VHS aufgestellt haben, mithilfe von dünnen Schnüren bewältigt werden, die in Zweierbündeln unter das Ei gelegt werden. „Dabei müssen die Gruppen aber einen bestimmten Abstand zum Ei einhalten, damit es keinen Menschengeruch annimmt!“, erklärt mir der Schüler wieder. Die Aufgabe erfordert Absprache in den Teams, Fingerfertigkeit und Koordination der Bewegungsabläufe.

„Es kommt nicht darauf an, welche der Gruppen die Aufgabe am schnellsten löst oder welche den Tennisball womöglich fallen lässt!“, erläutert ein Mitarbeiter des Instituts für Bildungskooperation Münster die Übung, welche einen Teilbereich der Potenzialanalyse für Achtklässler abdeckt. Die Schülerinnen und Schüler des Mariengymnasiums werden nach jeder Übung gebeten, sich selbst zu beurteilen: Was sind meine Stärken? Was fällt mir leicht? Arbeite ich lieber allein oder in der Gruppe? Weitere Übungen wie das „XXL Memory“ und der „Brückenbau“ sowie ein computergestützter Check der eigenen beruflichen Interessen ergänzen das Tagesprogramm. Es wird in dieser Woche, im Gebäude der VHS, dem Kooperationspartner der Schule, von allen vier achten Klassen des Mariengymnasiums absolviert. Die vom Lehrer David Feldkämper koordinierte Potenzialanalyse bildet den Auftakt zur begleitenden Berufsorientierung. Die Ergebnisse werden in der Schule gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern erörtert, in dreißigminütigen Reflexionsgesprächen, zu denen auch die Eltern eingeladen sind.

BERUFSFELDER ERKUNDEN

Berufsfelder erkunden – ein Test im Echtbetrieb

Ab der Jahrgangsstufe 8 lernen alle Schülerinnen und Schüler Unternehmen und Berufe in drei verschiedenen Berufsfeldern kennen – zwei Berufsfelder im Rahmen des „Girls‘-Boys‘-Day“ und des Projekts „Lernen durch Engagement“, ein drittes am Berufsfelderkundungstag. Durch Berufsfelderkundungen bekommen sie eine Vorstellung davon, was sie in Berufswelt, Betriebsalltag und Ausbildung erwarten könnte. Schülerinnen und Schüler besuchen Arbeitsplätze, erleben Tätigkeiten und Betriebsabläufe. Sie sprechen mit Ausbildern, Auszubildenden und Mitarbeitern und bekommen selbst kleinere Arbeitsaufträge.

Die Berufsfelderkundung findet an folgenden Tagen statt:

Organisation:

Weitere Informationen, das Kontaktformular für die Betriebe und Antworten auf organisatorische Fragen erhalten Sie im beigefügten Elternbrief.

BERUFSFELDER ERKUNDEN

© Christian Schwier / Fotolia

Berufsfelder erkunden – ein Test im Echtbetrieb

Informationen zum Berufsfelderkundungstag am Mariengymnasium

Sehr geehrte Eltern und Erziehungsberechtigte, liebe Schülerinnen und Schüler,

im Zeitraum vom 12. bis 15. Februar 2019 werden die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 des Mariengymnasiums im Rahmen des Landesprogramms „Kein Abschluss ohne Anschluss“ eine eintägige Berufsfelderkundung durchführen.

Was ist „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA)?

Die Schule bereitet Jugendliche auf den Übergang in Ausbildung und Studium vor. Dafür steht das Landesprogramm „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA). In der Jahrgangsstufe 8 setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit ihren individuellen Interessen und Stärken auseinander (Potenzialanalyse). Auf dieser Grundlage wählen sie anschließend Berufsfelder aus, die sie näher kennenlernen möchten (Berufsfelderkundung). Betriebspraktika schließen sich später im Rahmen der systematischen Berufsorientierung an. Ziel ist, dass alle mit einer klaren beruflichen Orientierung die Schule verlassen.

Berufsfelder erkunden – ein Test im Echtbetrieb

Ab der Jahrgangsstufe 8 lernen alle Schülerinnen und Schüler Unternehmen und Berufe in drei verschiedenen Berufsfeldern kennen – zwei Berufsfelder im Rahmen des „Girls‘&Boys‘-Day“ und des Projekts „Lernen durch Engagement“, ein drittes am Berufsfelderkundungstag. Durch Berufsfelderkundungen bekommen sie eine Vorstellung davon, was sie in Berufswelt, Betriebsalltag und Ausbildung erwarten könnte. Schülerinnen und Schüler besuchen Arbeitsplätze, erleben Tätigkeiten und Betriebsabläufe. Sie sprechen mit Ausbildern, Auszubildenden und Mitarbeitern und bekommen selbst kleinere Arbeitsaufträge.

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