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Tag Archives: Theater

Eine neue Tür für die Kulissen

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Nahmen die Theatertür in Empfang: Lara Gausling, Marvin Wenzel, Ansgar Ravensberg, Jan Voth, Dennis Martens, Richard Berger, Daria Stremming (v. links).

Die Tischlerei Dopheide spendet dem MGW eine Theatertür

Mehrere freistehende Türen wären in der Kulisse der letzten Aufführung nötig gewesen. Darum überlegte der Literaturkurs des Mariengymnasiums unter der Leitung von Alena Wöstmann, ob er sich nicht wenigstens eine solche Theatertür anschaffen sollte. Durch eine Spende der Tischlerei Dopheide in Warendorf ist nun Abhilfe geschaffen worden: Sie hat eine vielseitig verwendbare Theatertür gezimmert, die in vielen Aufführungen der Literaturkurse des Mariengymnasiums zum Einsatz kommen soll. Einige Schüler, die in der letzten Aufführung, der Kriminalkomödie „Der Duft des Mordes“ mitgespielt hatten, ließen es sich nicht nehmen, die Tür gleich im Vorhof der Schule auszuprobieren.

 

 

Fall Blauzunge

„Ein Mord kommt selten allein – Fall Blauzunge“

Theateraufführung des KuMuDa-Kurses

Bericht von Marlena Wörmann

Am vergangenen Dienstag, den 27. Juni, führte der Kurs Kunst, Musik, Darstellen der achten Jahrgangsstufe, kurz KuMuDa genannt, das Kriminalstück „Ein Mord kommt selten allein – Fall Blauzunge“ auf. Den Inhalt des Stückes hatte sich der Kurs selbst ausgedacht und während des zurückliegenden Schuljahres gemeinsam erarbeitet. Neben den Dialogen, dem Bühnentext, wurde auch das Bühnenbild in eigener Regie erstellt und viele passende Requisiten zusammengetragen. An das spannende Rollencasting schlossen sich intensive Probenrunden an.

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Schultheater mit großer Resonanz

Der Duft des Mordes

Das Mariengymnasium hat zu zwei Aufführungen der Kriminalkomödie „Der Duft des Mordes“ eingeladen.

Bericht von Gerold Paul

Wie jede mittlere Stadt hat Warendorf sein Theater, sein Kino, seine Museen und zieht damit Zuschauer an. Eine besondere Resonanz erhält das Schultheater, das meist in den letzten Wochen vor den großen Ferien seine Aufführungen hat. Zu diesen Veranstaltungen kommen nämlich zu den anderen Zuschauern diejenigen hinzu, die mit den Schauspielern persönlich verbunden sind, die Eltern und Angehörigen, die Lehrer und Freunde. 

Schauspieler, Regisseure, Bühnentechniker und weitere Helfer leben natürlich von der Resonanz, die sie bekommen. Nicht anders hat es sich am vergangenen Donnerstag und Freitag verhalten, als die Schüler des Literaturkurses der Q1 unter der Leitung von Alena Wöstmann die Kriminalkomödie „Der Duft des Mordes“ aufgeführt haben.

Der Warendorfer Sophiensaal mit seiner stilvollen Ausstattung war bis auf den letzten Platz gefüllt. Es wurde ein rundum gelungener Abend. Eine Rezension folgt. Sie sehen die Fotos der Freitagsaufführung.
 

Literaturkurs zeigt „Der Duft des Mordes“

Rezension von Leonie Vrochte

Es ist ein ganz normaler Sonntagmorgen im Restaurant „Zur Wildeiche“, als die Putzfrau Anna, gespielt von Anna Vaznicenko, eine Leiche auf der Damentoilette findet. Der ohrenbetäubende Schrei, den sie daraufhin ausstieß, ließ jeden zusammenzucken, der sich am vergangenen Donnerstag und Freitag im Sophiensaal zur Theateraufführung des Literaturkurses der Q1 unter der Leitung von Frau Wöstmann eingefunden hatte. „Der Duft des Mordes“ so der Titel des Stücks, welches der Kurs seit Anfang des Schuljahres fleißig geprobt hat. Der Zuschauer bemerkte rasch, dass die Rollen durch ein Casting vergeben wurden, denn für jede Rolle hatte man eine nahezu perfekte Besetzung gefunden. So lag es in der Natur der Sache, dass es dem Kurs gelang, die Zuschauer von Anfang bis Ende zu begeistern.

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Der Duft des Mordes

Das Mariengymnasium lädt ein zu zwei Aufführungen der Kriminalkomödie „Der Duft des Mordes“.

Bericht von Gerold Paul
 
Kriminalhauptkommissar Albert Decker ist ein Kommissar, wie er im Buche steht. Ihn fasziniert der „Duft des Mordes“, wie seine Untergebenen wissen, auch wenn die Tote in diesem Fall auf einer Damentoilette aufgefunden wird. Kommt es zum großen Verhör, ist Decker in seinem Element. Der belgische Meisterdetektiv Hercule Poirot ist darin sein Vorbild. So muss ein Verdächtiger nach dem anderen im Restaurant „Zur Wildeiche“ zum abschließenden Verhör in großer Runde antreten, welches der Kommissar mit der üblichen großen Geste eröffnet: „Ein Mord ist geschehen. Das Mordopfer, Ricarda Sehnder alias Maria Flach oder Corinna Martens, hat gestern Abend in diesem Restaurant mit Herrn Jörn Lebermann ein Blind-Date gehabt und zu diesem Anlass hier gespeist. Am nächsten Morgen wurde sie von der Putzfrau Anna tot auf der Toilette aufgefunden. Erstochen, wie sich herausstellte, mit dem Messer des Kochs, Moritz Kelle.“
 
Der Literaturkurs der Q1 unter der Leitung von Alena Wöstmann verspricht damit ein Kriminalstück im Stil Agatha Christies aufzuführen. Der Autor des Stücks, Karl Heinz Wyes, pensionierter Oberstudiendirektor am Porta Gymnasium in Porta Westfalica, befasst sich seit mehr als 20 Jahren mit der Inszenierung von Schultheater und hat inzwischen auch selbst Stücke geschrieben. Sein Stück „Der Duft des Mordes“ kommt mit nur einem Schauplatz aus, den die Schüler des Mariengymnasiums im Sophiensaal der Stadt Warendorf stilvoll ausgestattet haben. Das Mariengymnasium lädt herzlich ein zu zwei Aufführungen, am Donnerstag, 22. Juni, und Freitag, 23. Juni, jeweils um 19.30 Uhr

Der Eintritt beträgt EUR 4,00 bzw. EUR 5,00 für Erwachsene im Vorverkauf und EUR 5,00 bzw. EUR 6,00 an der Abendkasse. Der Vorverkauf läuft! Karten gibt es in den großen Pausen in der Aula des MGW zu kaufen.
 

Ein Theaterstück kommt selten allein

Theaterprojekte am Mariengymnasium

Bericht von Sarin Aschrafi

Am Mariengymnasium gehen derzeit mehrere Theaterprojekte in die letzte Phase ihrer Vorbereitungen. Eines davon trägt den Titel „Ein Mord kommt selten allein“ und wird von dem Kurs „Kunst-Musik-Darstellen“ der Stufe 8 im schulischen Rahmen aufgeführt. Nach dem Konzept „Ein Mörder wird gesucht“ von Felix Jamosa entwickelte die Schülerschaft des Kurses einen Krimi ganz im Stil von Agatha Christie.

Ein englischer Lord wird vergiftet – und Verdächtige gibt es viele, war er doch ein echtes Scheusal gegenüber seiner Familie und dem Personal. Detective Abercrombie und sein Kollege Cobblestone ermitteln und verhaften schon bald den Koch und den Gärtner, die sich mit ihren Aussagen in Widersprüche verstricken. Doch dann geschieht ein weiterer Mord im Hause des Lords und die Polizei tappt wieder im Dunkeln. Bis ein Brief auftaucht, der sie zum Mörder führen könnte…
 
Seit Beginn des Halbjahres arbeiten die Schülerinnen und Schüler des Kurses mit großer Begeisterung an dem Projekt. So wurden sie zu Beginn in Teams mit unterschiedlichen Aufgaben betraut und proben nun ihre Rolle, malen Szenerien für das Bühnenbild oder stellen Kostüme aus dem Theaterfundus der Schule zusammen. So entsteht im Handumdrehen aus einem Klassenraum das Esszimmer einer Familie, die durch die Polizei verhört wird.

Acht Frauen

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© Joachim Holling

Kriminalkomödie von Robert Thomas

Acht Frauen sitzen in einem eingeschneiten Landhaus. Acht Frauen, ein Mord. Irgendjemand hat den Hausherrn getötet. Der einzige Mann weit und breit liegt mit einem Messer erstochen im Bett. Das Telefon funktioniert nicht. Die Kabel des Autos sind durchschnitten. Acht Frauen. Alle sind neugierig, vielleicht sogar boshaft. Vielleicht sogar Schicksalsgenossinnen. In ihren Augen dämmert es langsam, dass keine von ihnen ein Alibi hat. Jede von ihnen könnte es gewesen sein. Ob Ehefrau, ältere oder jüngere Tochter, ob Schwester, Schwiegermutter, Schwägerin, Köchin oder Dienstmädchen, jede wird Zeugin und Zuhörerin: Alles kommt zur Sprache, seitdem der Hausherr nicht mehr da ist. Und doch geht es in der Kriminalkomödie von Robert Thomas um mehr als nur um die Aufklärung eines Mordes. Denn Thomas zeichnet auf entlarvende Weise das Bild einer bürgerlichen Familie im Frankreich der 50er Jahre. Acht Frauen. Abgründe tun sich auf, wenn die Masken fallen.

Das Mariengymnasium hatte zu zwei Vorstellungen mit jeweils unterschiedlichen Darstellerinnen eingeladen. Die „ersten acht Frauen“ spielten am Donnerstag, den 16. Juni, die „zweiten acht Frauen“ am darauf folgenden Tag, Freitag, 17. Juni. Die künstlerische Leitung hatte Herr Holling.

Acht Verdächtige am Mariengymnasium

Rezension von Sarin Aschrafi

Es beginnt alles so beschaulich an einem französischen Ort im Frankreich der 50er Jahre: Suzanne (Clara Tyszka/Julia Pielemeier), die ältere Tochter von Gaby (Camilla da Silva/Rica Bruckmann) und dem Fabrikanten Marcel, kommt über die Weihnachtstage aus England zu Besuch, um ihre Familie auf dem Landsitz zu besuchen. So trifft sie auf ihre Schwester Catherine (Nina Kempkes/Carola Hamphoff), ihre Tante Augustine (Leia Esche) und ihre Großmutter, genannt Mamy (Moritz Höne/Lennart Kortenjann). Auch das Wiedersehen mit Madame Chanel (Ronja Thier/Franziska Baumhöfer), der langjährigen Hausangestellten ist groß. Lediglich ihr Vater Marcel lässt auf sich warten. Als das neue Hausmädchen Louise (Ilona Funk/Charlotte Hirnstein) ihn ermordet in seinem Zimmer findet, entfährt ihr vor Entsetzen ein gellender Schrei, der die weihnachtliche Idylle jäh entzwei reißt.

Wer ist der Mörder?

Catherine schließt geistesgegenwärtig das Zimmer des Ermordeten ab und will die Polizei rufen, doch das Telefonkabel wurde durchschnitten. Auch das Auto der Familie wurde mutwillig manipuliert und das Gittertor des Anwesens ist versperrt. Merkwürdigerweise wurde jedoch die Schwester Marcels, Pierrette (Theresa Matz/Jana Tenbrock), noch am frühen Morgen mit der Nachricht vom Tod ihres Bruders konfrontiert und erscheint kurze Zeit nach der Entdeckung des Toten im Haus.
Schnell ist den Frauen klar: Der Mörder ist noch unter ihnen, womöglich ist es sogar eine von ihnen selbst, denn hätten nicht die Hunde gebellt, wenn ein Fremder ins Haus einzudringen versucht hätte? Diesen Mörder – oder doch diese Mörderin? – gilt es zu finden.

Ein Katz-und-Maus-Spiel

In den folgenden Stunden vollzieht sich unter den Frauen, die unter einer scheinbar heilen Oberfläche alle ein besonderes Verhältnis zu Marcel hatten, ein Katz-und-Maus-Spiel, in dem jede verdächtigt und zugleich unter Verdacht gerät. Unangenehme Geheimnisse wie die Spielsucht von Madame Chanel und Pierrette, die unerwiderte Liebe Augustines zu Marcel und die Affäre seiner Ehefrau Gaby, weswegen sie ihn verlassen wollte, werden gnadenlos vor den Anderen ans Licht gebracht. Auch Louise, die eine Affäre mit dem Hausherr selbst hatte und die vermeintlich tadellose Tochter Suzanne, die ein uneheliches Kind erwartet, bleiben von den Verdächtigungen nicht verschont. Und warum sollte nicht auch Mamy ein Motiv haben, wo sie doch mit aller Gewalt ihre Aktien vor den Anderen versteckt?

Die schauspielernden Schülerinnen und Schüler stellen durch eine grandios einstudierte Inszenierung aus Blicken, Gesten und pointiert dargebrachten Dialogen ein Beziehungsgeflecht dar, dessen unterschwellige Feindseligkeit immer mehr an die Oberfläche drängt. Requisiten wie der Schlüssel zum Zimmer des Toten, ein Liebesbrief an Marcel oder der plötzlich wiedergefundene Revolver treiben die Animositäten der Frauen an die Grenze der Eskalation und so kommt es schließlich sogar zu tätlichen Angriffen. Seinen Höhepunkt erreicht das Stück, als auf Madame Chanel durch das Fenster geschossen wird – und das kurz nachdem sie behauptet hat, sie wisse nun um den letzten entsetzlichen Beweis für das Geschehen. Die eine letzte Wahrheit, die die unverdächtig gebliebene Catherine schließlich den Anderen überbringt, ist aber dann diese, die tatsächlich einen Mord nach sich zieht.

 

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