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Tag Archives: Geschichte

ENDE DES ERSTEN WELTKRIEGES

Margit Brandt, Leiterin des Zusatzkurses Geschichte, präsentiert Schülern der zehnten Jahrgangsstufe die Ausstellung zum Ersten Weltkrieg: Margit Brandt, Keanu Nagel, Patricia Aßmann, Franziska Betting (von links).

Ende des Ersten Weltkrieges vor hundert Jahren

Ausstellung des Zusatzkurses Geschichte

Bericht von Gerold Paul

Der Weltkrieg, und zwar der Erste, der Große Krieg, wie er im Ausland heißt – dieser Krieg führte das Ende des Kaiserreichs in Deutschland herbei. Was bedeutete das Ende des Krieges – Waffenstillstand oder Kapitulation, einen Monat Frieden und wieder neue Konflikte? Die Ausstellung, die der Zusatzkurs Geschichte des Mariengymnasiums in der Aula der Schule anlässlich des Endes des Ersten Weltkrieges angefertigt hat, zeigt, dass im Osten ungewollt der heutige Nahostkonflikt grundgelegt wird. Das Ende des Krieges im Westen bedeutete nicht das Ende des Krieges im Osten.

In Europa markierte das Ende den Übergang zu neuen Formen der Gewalt. Zwar schwiegen am 11. November 1918, ab elf Uhr, mit dem Waffenstillstandsabkommen alle Waffen zu Wasser, zu Lande und in der Luft. Doch es kam beispielsweise in Deutschland zu Ausbrüchen von Feindseligkeiten, Verschwörungen, Aufständen und bürgerkriegsähnlichen Verhältnissen. Die Ausstellung im Mariengymnasium gliedert sich in die folgenden Bereiche: der Weg in den Krieg: die Julikrise 1914; Kriegspropaganda; moderner Krieg: industrielle Kriegsführung; die Schlacht um Verdun; der Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg; Frieden schließen 1919: der Versailler Vertrag; die Entstehung des Nahost-Konfliktes. Der US-amerikanische Historiker und Diplomat George F. Kennan (1904-2005) beschrieb den Ersten Weltkrieg später als „Urkatastrophe“ des 20. Jahrhunderts. Der Eindruck einer großen Katastrophe zumindest scheint, bezogen auf den Zweiten Weltkrieg und weitere Hypotheken dieses Krieges, auch mit dem Blick auf den Nahen Osten heute immer noch aktuell. Die Ausstellung im Mariengymnasium ist auch am Tag der offenen Tür, am Samstag, dem 1. Dezember, von 10.00 Uhr bis 12.30 Uhr, zu sehen.

ENDE DES ERSTEN WELTKRIEGES

Ausstellung des Zusatzkurses Geschichte

Bericht von Margit Brandt

Am 11.11.1918 endete mit dem Waffenstillstand im Wald von Compiègne der Erste Weltkrieg, also vor genau einhundert Jahren. An dieses besondere Ereignis möchte die Ausstellung des Zusatzkurses Geschichte

„Der Erste Weltkrieg – ,Urkatastrophe‘ des 20. Jahrhunderts?“

erinnern.

Dabei hieß dieser Krieg und heißt bis heute bei den meisten beteiligten Nationen „The Great War“, „La Grande Guerre“ oder „La Grande Guerra“. Nur im Deutschen Kaiserreich nannte man ihn von Anfang an „Weltkrieg“. Die Bezeichnung „Erster Weltkrieg“ verwendete zu Beginn der 20er Jahre als erster ein englischer Offizier und Journalist.

Der US-amerikanische Historiker und Diplomat George F. Kennan (1904-2005) beschrieb den Ersten Weltkrieg später als „Urkatastrophe“ des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung versucht, diese Beschreibung in den folgenden Themen nachzuvollziehen:

  • Der Weg in den Krieg: Die Julikrise 1914
  • Kriegspropaganda
  • Moderner Krieg: Industrielle Kriegsführung
  • Die Schlacht um Verdun
  • Der Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg
  • Frieden schließen 1919: Der Versailler Vertrag
  • Die Entstehung des Nahost-Konfliktes

 
Die Ausstellung findet sich in der Aula vor der Tür, die hinaus zum Schulhof führt.

STIMME DER 68ER-BEWEGUNG

Rudi Dutschke am MGW

Ulrich Chaussy spricht mit Q1-Schülern über die Ikone der deutschen 68er-Bewegung

Bericht von David Feldkämper

Als das berühmte Attentat auf Rudi Dutschke verübt wurde, war Autor Ulrich Chaussy erst 15 Jahre alt – nur wenig jünger als die Marienschüler, mit denen er am Tag vor den Herbstferien über die politische Ausnahmepersönlichkeit spricht. Im Rahmen des Kooperationsprojektes zwischen der Volkshochschule Warendorf und dem Mariengymnasium stellt Ulrich Chaussy den angehenden Abiturienten sein neuestes Werk „Rudi Dutschke: Die Biografie“ und die Bedeutung der Revolutionsikone für die deutsche Geschichte vor. Dabei lässt er Rudi Dutschke in aufgezeichneten Interviews immer wieder selbst zu Wort kommen.

Besonders interessant für die anwesenden Oberstufenschüler: Der politische Werdegang Rudi Dutschkes zeichnet sich bereits während der Schulzeit in der damaligen DDR ab. Für seinen Abituraufsatz sei dem jungen Rudi für die Auseinandersetzung mit einem Artikel des Grundgesetzes vom korrigierenden Lehrer besondere „politische Reife“ bescheinigt worden. Da Dutschkes Ansichten allerdings stets im Diskurs mit der DDR-Ideologie standen, sei sein Zeugnis um eine gesamte Note herabgestuft worden.

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NIE WIEDER AUSCHWITZ

Bericht über die Reise des Projektkurses nach Krakau/Gedenkstätte Auschwitz vom 4.9. – 8.9.2018

Im September hat der Projektkurs „Nie wieder Auschwitz – Erinnern gegen das Vergessen“ der Q1 des MGW eine Reise nach Krakau mit dem Besuch der Gedenkstätten Auschwitz und Auschwitz-Birkenau unternommen.

Bericht von Jossi Pelke, Dominik Blagojevic und Stine Schöning

Den ersten Abend, nachdem wir am Hostel eingecheckt hatten, verbrachten wir alle gemeinsam und gingen Essen. Dabei durften wir traditionelle jüdische Spezialitäten in einem Restaurant kennen lernen.
Am nächsten Tag ging es schon früh los. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg Richtung Gedenkstätte Auschwitz. In Anbetracht dieses Besuches stellten sich viele von uns Fragen. Wie soll man reagieren, was soll man denken oder sagen und wie werden wir reagieren. Somit gingen alle mit gemischten Gefühlen zum Eingang. Nachdem wir den Sicherheitscheck durchlaufen hatten, ging die insgesamt sechsstündige Führung los. Das erste, was uns erwartete, war der große Schriftzug „Arbeit macht frei“. So wurde aus den Schwarz-Weiß-Bildern des Geschichtsbuches Realität. Alle lauschten aufmerksam der Dame, die die Führung machte. Ein mulmiges Gefühl machte sich bei uns breit, als wir das Eingangstor durchquerten. Der erste Eindruck war eine gepflegte Anlage und Sonnenstrahlen, die zwischen den Blocks hervorkamen. Das genaue Gegenteil zu der Geschichte und zu dem, was wir zuerst erwartet hatten. Jedoch verschwand das Gefühl mit dem Betreten der Blocks, in denen verschiedene Ausstellungen gezeigt wurden. Mit zunehmender Zeit in dem Stammlager wurde einem bewusst, welches Ausmaß diese Geschichte hatte. Schlagartig kam die Bedrücktheit, die man vorher erwartet hatte, als wir einen Raum betraten, in dem die Haare der Menschen lagen, die im KZ gelebt hatten und zu Tode gekommen waren und die zu einem hohen Berg aufgetürmt wurden. Unvorstellbar für manche, dass diese Haare Menschen gehört haben, die sinnlos, brutal und einfach nur erschreckend zu Tode gekommen sind. Nach und nach durchliefen wir weitere Räume, in denen Prothesen, Töpfe, Bilder von Angehörigen und andere Wertgegenstände der Gefangenen auf einem großen Berg lagen.

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DIE DDR – EIN UNRECHTSSTAAT?

Seminar über das ehemalige Stasi-Untersuchungsgefängnis Berlin-Hohenschönhausen

Bericht von Sophia Hermsen, Emilia Hoyer (9B) und Keanu Nagel (9C)

Aus Berlin hatten die neunten Klassen des Mariengymnasiums kürzlich Besuch von zwei pädagogischen Mitarbeitern der Gedenkstätte „Berlin-Hohenschönhausen“. Hohenschönhausen war das zentrale Untersuchungsgefängnis der Staatssicherheit der DDR. „DDR – Soziales Paradies oder Unrechtsstaat?“ hieß das Thema von Dr. Andrea Prause und Harry Wenzel, das sie mit abwechslungsreichen und anschaulichen Methoden mit uns erarbeiteten. Dazu wurde jede Klasse in zwei Gruppen eingeteilt.

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DIE FLUCHT IN DEN WESTEN

Eingangstor © Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen/Gvoon

Gespräch mit der Zeitzeugin Katharina Leendertse im Mariengymnasium Warendorf

Bericht von Gerold Paul, Johanna Oortmann und Marlena Wörmann

Berlin/Warendorf. In Deutschlands Hauptstadt stößt man an vereinzelten Stellen noch auf Mauerreste, ehemals Bestandteile einer umfangreichen Grenzanlage, deren Sinn der Besucher nur mit zusätzlicher Hilfe erschließen kann. An dieser im Jahr 1961 errichteten Grenze wurde am Valentinstag des Jahres 1964 Katharina Lässig für ein halbes Jahr ihrer Freiheit beraubt – fast sogar ihrer Aussicht auf ein gemeinsames Leben mit ihrem damaligen Verlobten Albert Leendertse. Das Paar lebt heute im Warendorfer Süden.

Die Grenze, die Deutschland teilte, ist aus dem Bewusstsein gerückt. Deshalb fällt es heutigen Schülern schwer, sich das Leben diesseits und jenseits der Grenze vorzustellen. Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien hat deshalb ein Koordinierendes Zeitzeugenbüro (KZB) als zusätzliches Angebot der politischen Bildung eingerichtet. Es dient als gemeinsame Servicestelle der Bundesstiftung Aufarbeitung, der Stiftung Berliner Mauer und der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Das Büro ermöglicht es Schulen, DDR-Zeitzeugen in den Unterricht einzuladen. Eine dieser Zeitzeugen ist die Warendorferin Katharina Leendertse, geborene Lässig.

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