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Tag Archives: Geschichte

Ohne euch wäre die Geschichte unvollkommen

„Ohne euch wäre die Geschichte unvollkommen“ – Zeitzeugen berichten von Flucht und Vertreibung nach Kriegsende

Bericht von Leonie Vrochte

Warendorf. Am Mittwochnachmittag wurde der Vortragsraum des Westpreußischen Landesmuseum zu einer Zeitmaschine. Mit an Bord waren Magdalena Oxfort (Kulturreferat Westpreußen), die Zeitzeugen Winfried Patzelt und Herbert Kober, sowie Schülerinnen und Schüler eines Geschichtskurses der Q2 mit ihrer Lehrerin Cordula Mense-Frerich und viele weitere Besucher. Das Thema der Zeitreise lautete: Flucht und Vertreibung.

„Vertreibungen und Wanderbewegungen hat es immer schon gegeben“ berichtet Magdalena Oxfort und führt die Gäste im Zeitraffer durch das Mittelalter hin bis nach dem 2. Weltkrieg. An dieser Stelle übergibt sie das Mikrofon an Herbert Kober, der den Besuchern von dem Zeitpunkt aus seine ganz persönliche Geschichte erzählt. „Ich war 12, als ich mit meiner sechsköpfigen Familie meine Heimat Rosenthal in der Grafschaft Glatz verlassen musste.“ Eine Nacht hatte die Familie, um zu entscheiden, welche Dokumente sie mitnehmen, wie und wo sie ihren Schmuck verstecken und wie viel Proviant sie einpacken sollte. Ziel und Dauer der Reise ungewiss. Kober fordert vor allem die jungen Leute auf, sich diese Situation einmal vorzustellen und zu überlegen, was sie einpacken würden. Er schaut in ratlose Gesichter und meint, genauso habe er sich auch gefühlt.

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Wer die Vergangenheit nicht kennt …

„Wer die Vergangenheit nicht kennt, ist dazu verurteilt, sie zu wiederholen“

Studienreise nach Krakau und Auschwitz

Bericht von Clara Krieft und Vivian Termeer

Vielen ist der Begriff „Nationalsozialismus“ zwar bekannt, jedoch reicht dieses grobe Wissen nicht aus, die Vergangenheit zu verstehen und zu verinnerlichen.
Wir, 19 Schülerinnen und Schüler des Geschichte-Projektkurses am Mariengymnasium Warendorf machten uns in Begleitung unserer Lehrerinnen Sandra Benteler und Cordula Mense-Frerich am 05.09. auf den Weg nach Krakau in Polen, um die Vergangenheit besser auffassen zu können. Unter dem Motto „Nie wieder Auschwitz – Erinnern gegen das Vergessen“, erkundeten wir, gefördert vom Kulturreferat für Westpreußen, Posener Land und Mittelpolen (BKM), innerhalb von vier Tagen die Stadt sowie die erhaltenen Beweise des Geschehenen, unter anderem das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau.
Um einen ersten Eindruck von der polnischen Kultur zu erhalten, besuchten wir bereits am ersten Abend ein typisch polnisches Restaurant. Auch wenn das Essen nicht jedermanns Geschmack entsprach, so war es dennoch eine schöne Erfahrung für uns. Am zweiten Tag besichtigten wir nach einem Spaziergang durch das alte jüdische Ghetto, das in Krakau gelegene Schindler-Museum.

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Das Folter-U-Boot der Stasi

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Eingangstor © Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen/Gvoon

Seminar über das ehemalige Stasi-Untersuchungsgefängnis Berlin-Hohenschönhausen

Bericht von Cordula Mense-Frerich

Im Rahmen des Geschichtsunterrichts hat die neunte Jahrgangsstufe an einem Seminar über die Geschichte des Linksextremismus teilgenommen, das von pädagogischen Mitarbeitern der Gedenkstätte Hohenschönhausen durchgeführt wurde.
Das Seminar wird als Teil des Präventionsprojekts „Alles Geschichte: Linke Militanz in Geschichte und Gegenwart“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Ziel des Projekts ist es hauptsächlich, das Verständnis für Demokratie und Vielfalt bei den Jugendlichen zu stärken. Um dies zu kontextualisieren, greifen die Moderatoren zum einen auf historische Beispiele zurück, wie auf kommunistische Diktaturen (Sowjetunion, DDR), auf extreme Gruppierungen (RAF), aber zum anderen auch auf aktuelle Gefährdungen der Demokratie (aktuelles politisches Geschehen) und insbesondere auf gewaltförmige Protestaktionen (linke Militanz und auch Gewalt von rechts). Das Angebot der Gedenkstätte ist einmalig in Deutschland und richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene ab Jahrgangsstufe 9.
Es folgt ein Bericht über die engagierte, abwechslungsreiche und bei Temperaturen über 30 Grad überaus schweißtreibende Projektarbeit.

 

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Zellengang im Kellergefängnis („U-Boot“) © Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen/Gvoon

Das ehemalige Stasi-Untersuchungsgefängnis Berlin-Hohenschönhausen

Bericht von Hannah Amsbeck, Mascha Kraneburg und Felizia Vornhusen

Die zwei Gastdozenten Herr Wenzel und Herr Hildebrandt​, die als pädagogische Mitarbeiter in der Gedenkstätte „Berlin-Hohenschönhausen“, dem ehemaligen zentralen Gefängnis der Staatssicherheit der DDR arbeiten, lieferten authentische Informationen über die Zeit des geteilten Deutschlands. Sie berichteten den neunten Klassen des Mariengymnasiums von der Entstehung dieses Staates bis hin zu den Montagsdemonstrationen und dem anschließenden Mauerfall.

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Abenteuer. Maja Nielsen erzählt

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Martin Luther: Glaube versetzt Berge.

Autorenlesung mit Maja Nielsen

Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler,

wir freuen uns, dass wir extra für die 6. Klassen eine Autorenlesung im Theater am Wall organisieren konnten. Die mehrfach ausgezeichnete Kinder- und Jugendbuchautorin Maja Nielsen wird aus einem ihrer sehr informativ und dennoch spannend gestalteten Jugendsachbüchern persönlich vorlesen.

Passend zum Lutherjahr 2017 wird Frau Nielsen aus ihrem Buch „Martin Luther – Glaube versetzt Berge“ vorlesen und somit den Kindern die Person dieses großen Denkers an der Schnittstelle vom Mittelalter zur Neuzeit näherbringen, dessen Gedanken auch heute – unabhängig von konfessionellen Bezügen – immer noch für unsere Gesellschaft relevant sind.
 
Die Lesung findet am Montag, den 12. Juni 2017 in der 5. bzw. 6. Stunde statt. Die Veranstaltung wird unterstützt durch den vanOsVerlag e. K., Everswinkel.
 
Als Kostenbeitrag bitten wir Sie, in den nächsten Tagen Ihrem Kind EUR 3,00 mitzugeben. Die Klassenlehrer werden das Geld bis spätestens zum 12. Juni einsammeln.

Mit besten Grüßen

Petra Betting

Erprobungsstufenkoordinatorin
 

Marienschüler begegnen Osteuropa

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Vincent Mann.

Erfolgreiche Wettbewerbsteilnahme des Diff.-Kurses Politik/Geschichte

Bericht von David Feldkämper

Mit einem beeindruckenden Endergebnis haben 29 Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtkurses Politik/Geschichte am Schülerwettbewerb „Begegnung mit Osteuropa“ teilgenommen. Von den insgesamt neun sehr kreativen und spannenden Wettbewerbsbeiträgen zum diesjährigen Oberthema „Mein Zuhause – Unser Europa“ konnten zwei Projektarbeiten die Jury besonders überzeugen.

Vincent Mann (9C) wurde für seine Facharbeit über die Geschichte seines Heimatfriedhofes in der Projektkategorie „Begegnung und Visionen: Friedhöfe erzählen Geschichte“ mit einem Siegerpreis ausgezeichnet und erhält ein Preisgeld von 100 Euro.

Katharina Schürmann (9C), Gina Kretschmer (9C), Duygu Özyürek (9C), Julia Schwab (9D) und Merle Weiß (9D) überzeugten in der Kategorie „Begegnung und Visionen: Ein Kalender voller Revolutionen“ mit ihrer kreativen Gestaltung eines Projektkalenders. Die Gruppe wird am 29. Juni 2017 in Ahlen als Landessieger der Kategorie ausgezeichnet und erhält ein Preisgeld von 300 Euro.

Die Differenzierungskurse Politik/Geschichte des Mariengymnasiums nehmen seit vielen Jahren mit zunehmendem Erfolg am Schülerwettbewerb „Begegnung mit Osteuropa“ teil. Ein thematischer Schwerpunkt des Wahlpflichtkurses liegt in der Jahrgangsstufe 9 ganz im Selbstverständnis einer Europaschule auf Europa und der europäischen Identität. Die Projektarbeiten ersetzen dabei eine der zwei obligatorischen Halbjahresklausuren.

An dem Schülerwettbewerb nehmen Schulen aus Nordrhein-Westfalen und Osteuropa teil. Durch inhaltliche Ausgestaltung der Projektbeiträge, z. B.. die Auseinandersetzung mit Migrationsbiografien oder kulturellen Aspekten sowie Kooperationsmöglichkeiten mit osteuropäischen Schulen fördert der Wettbewerb den Europagedanken und die mit ihm verbundenen europäischen Werte, aber auch das Schulmotto des Mariengymnasiums „menschlich – gemeinschaftlich – weltoffen“.

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Unten (v. l.): Merle Weiß, Katharina Schürmann, Duygu Özyürek, Gina Kretschmer, Julia Schwab.

Liesel Binzer im Gespräch

Zeitzeugengespräch mit der Holocaust-Überlebenden und ehemaligen Schülerin des MGW Liesel Binzer

Bericht von Cordula Mense-Frerich

Das Zeitzeugengespräch am Dienstag, 04.04.2017, findet in der 3. und 4. Stunde für die Jahrgangsstufe EF in Raum 116/117 statt. Liesel Binzer hat das KZ Theresienstadt überlebt und 1957 ihr Abitur am Mariengymnasium – damals Marienschule – absolviert. Die Moderation des Zeitzeugengesprächs übernimmt der Historiker Matthias M. Ester vom Geschichtskontor.

Liesel Binzer, geb. Michel ist 1942 als Tochter jüdischer Eltern mit fünf Jahren von Münster aus nach Theresienstadt deportiert worden. Zusammen mit ihren Eltern überlebte sie das Konzentrationslager und kehrte in das Elternhaus ihrer Mutter nach Freckenhorst zurück. Dort besuchte sie die Grundschule, bevor sie zur damaligen Marienschule in Warendorf wechselte und dort 1957 das Abitur bestand. Liesel Binzer lebt heute in Offenbach. Aus Anlass ihres 60jährigen Abiturs wird Liesel Binzer an ihre alte Schule kommen und von ihrer Zeit in Theresienstadt berichten, aber auch von ihrer Aufnahme in Freckenhorst und an der damaligen Marienschule. Es werden auch ehemalige Mitschülerinnen von Frau Binzer anwesend sein, die sich ebenfalls an dem Zeitzeugengespräch beteiligen werden. Ein thematischer Schwerpunkt wird bei diesem Zeitzeugengespräch also auch sein, wie an unserer Schule mit der NS-Vergangenheit umgegangen wurde.

Frau Binzer arbeitet im Vorstand des Vereins „Child Survivors Deutschland“ mit. Dort haben sich Menschen zusammengeschlossen, die in der NS-Zeit als Kinder wegen ihrer jüdischen Wurzeln verfolgt wurden. Die Mitglieder verstehen sich als Zeitzeugen gegen das Vergessen, für weltanschauliche Toleranz und respektvolles Miteinander unterschiedlicher Herkunft, Religionen und Kulturen.

Das Gespräch findet in Kooperation mit der VHS Ahlen und dem Arbeitskreis „Jüdisches Leben in Warendorf“ der Altstadtfreunde Warendorf statt. Am nächsten Tag wird Frau Binzer in Ahlen im Rahmen der „Woche der Brüderlichkeit“ an Ahlener Schulen von ihrer Geschichte berichten. Vor wenigen Tagen – März 2017 – hat Liesel Binzer ihre Erinnerungen in einem kleinen Buch mit dem Titel: „Ich prägte mein Leben in – wegen – trotz Theresienstadt“ veröffentlicht.
 

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