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Tag Archives: Geschichte

ERINNERN FÄNGT IN DER GEGENWART AN!

„Erinnern fängt in der Gegenwart an!“ (Liesel Binzer)

Gespräch mit der Zeitzeugin Liesel Binzer im Mariengymnasium Warendorf

Bericht von Kerstin van den Boom, Johanna Oortmann und Leonie Tissen

Warendorf. Vor dem Elternhaus von Liesel Binzers Mutter auf der Hoetmarer Straße 3 in Freckenhorst liegen heute Stolpersteine, die an das Schicksal jüdischer Opfer des Nationalsozialismus erinnern. 1942 waren Liesel Binzer, geb. Michel, Jahrgang 1936, und ihre Eltern, Hilde Michel und Bernhard Michel, aus Münster nach Theresienstadt deportiert worden. Diese Familie gehört zu den wenigen Menschen, die den Holocaust überlebten. Nach dem Krieg zog sie nach Freckenhorst.

„Es ist ein Wunder, dass wir überlebt haben!“, berichtet Liesel Binzer am Donnerstag, dem 21.02.2019, den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangstufe 10 des Mariengymnasiums in Warendorf. Sie ist in Begleitung des Historikers Matthias Ester vom Geschichts-Kontor Münster. Er moderiert das Gespräch, präsentiert Dokumente und Fotos einzelner Lebensstationen und erläutert den historischen Kontext.

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VORTRÄGE AM MARIENGYMNASIUM

Ankündigung

Wir freuen uns am kommenden Donnerstag, dem 21.02.2019, folgende Personen am Mariengymnasium begrüßen zu dürfen:

Eine Überlebende des Ghettos Theresienstadt berichtet

Liesel Binzer, geb. Michel, ist 1942 als Tochter jüdischer Eltern mit fünf Jahren von Münster nach Theresienstadt deportiert worden. Zusammen mit ihren Eltern überlebte sie die Shoah und kehrte nach Freckenhorst zurück. Sie besuchte die damalige Marienschule in Warendorf, an der sie 1957 das Abitur ablegte. Heute lebt sie in der Nähe von Frankfurt am Main.

Aus Anlass einer Sonderausstellung im Westpreußischen Landesmuseum „Vergessen Sie uns nicht.“ Die Malerin Julie Wolfthorn (Thorn 1864 – 1944 Theresienstadt) berichtet Liesel Binzer am 20. Februar 2019 von ihrer Kindheit im Ghetto und ihrer Schulzeit im Münsterland.

Am 21.02.2019 wird dann unseren Schülerinnen und Schülern der gesamten Jahrgangstufe EF in der 3. und 4. Stunde in Raum 116/117 die Möglichkeit gegeben, Liesel Binzers Geschichte kennenzulernen und insbesondere zu erfahren, wie an unserer Schule mit der NS-Vergangenheit umgegangen wurde. Die Moderation des Zeitzeugengesprächs übernimmt in diesem Jahr der Historiker Matthias M. Ester vom Geschichtskontor Münster.

Foto: Sarah Conzen da Silva / WDR

Der ARD-Fernsehkorrespondent Mathias Werth wird einen Vortrag über „Frankreich aktuell. Wohin steuert Macron sein Land?“ halten.

Mathias Werth ist seit Oktober 2014 Fernsehkorrespondent der ARD in Paris und analysiert die dortige politische Lage und zieht eine Bilanz der bisherigen Regierungszeit von Staatspräsident Macron. Ein Schwerpunkt wird dabei auf der Europa- und Deutschlandpolitik des jungen Präsidenten liegen.

Am 21.02.2019 erhalten dann unsere Schülerinnen und Schüler der gesamten Jahrgangstufe Q1 in der 5. und 6. Stunde in Raum 116/117 die Möglichkeit, mit einem Experten über die französische Wirtschaftspolitik zu diskutieren sowie daraus resultierende gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutsch-Französischen Gesellschaft Warendorf statt. Darüber hinaus ist die Volkshochschule Warendorf für beide ausgewiesene Veranstaltungen Kooperationspartner.

WIR MÜSSEN LAUT SEIN

Foto: Baumjohann / Die Glocke

Antonia Köpke beim Denkt@g 2018/2019 ausgezeichnet

Bericht von Oliver Baumjohann: Die Glocke vom 8. Februar 2019

Warendorf (bjo). „Mit einer Teilnehmerurkunde wäre ich zufrieden gewesen“, bekennt Antonia Köpke. Die 18-jährige angehende Abiturientin am Mariengymnasium hat im Projektkursus „Nie wieder Auschwitz. Erinnern gegen das Vergessen“ eine Facharbeit geschrieben, die auch von der Konrad-Adenauer-Stiftung ausgezeichnet worden ist.

„Erinnerungskultur in Deutschland. Wer erinnert sich wie und warum?“ ist der Titel der Arbeit, in der die Schülerin auf mehr als 20 Seiten darlegt, dass „Erinnerungskultur ohne das Engagement der Bürger Gefahr läuft, zu einem bedeutungsleeren Ritus zu werden, dessen Sinn sich niemand bewusst ist“. Dass Antonia Köpke für ihre Arbeit nicht nur eine Note bekommen hat, die in die Abiturzensur einfließt, hat sie der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) zu verdanken. Als die Warendorferin vom jährlich stattfindenden Jugendwettbewerb „Denkt@g“ gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus erfuhr, reichte sie ihre Arbeit kurzentschlossen ein – ohne große Erwartungen, wie die angehende Abiturientin bekennt. Umso größer war die Überraschung, zur Preisverleihung nach Berlin eingeladen worden zu sein. Platz fünf erreichte die Warendorferin; die Jury würdigte unter anderem die wissenschaftliche Herangehensweise.

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ENDE DES ERSTEN WELTKRIEGES

Margit Brandt, Leiterin des Zusatzkurses Geschichte, präsentiert Schülern der zehnten Jahrgangsstufe die Ausstellung zum Ersten Weltkrieg: Margit Brandt, Keanu Nagel, Patricia Aßmann, Franziska Betting (von links).

Ende des Ersten Weltkrieges vor hundert Jahren

Ausstellung des Zusatzkurses Geschichte

Bericht von Gerold Paul

Der Weltkrieg, und zwar der Erste, der Große Krieg, wie er im Ausland heißt – dieser Krieg führte das Ende des Kaiserreichs in Deutschland herbei. Was bedeutete das Ende des Krieges – Waffenstillstand oder Kapitulation, einen Monat Frieden und wieder neue Konflikte? Die Ausstellung, die der Zusatzkurs Geschichte des Mariengymnasiums in der Aula der Schule anlässlich des Endes des Ersten Weltkrieges angefertigt hat, zeigt, dass im Osten ungewollt der heutige Nahostkonflikt grundgelegt wird. Das Ende des Krieges im Westen bedeutete nicht das Ende des Krieges im Osten.

In Europa markierte das Ende den Übergang zu neuen Formen der Gewalt. Zwar schwiegen am 11. November 1918, ab elf Uhr, mit dem Waffenstillstandsabkommen alle Waffen zu Wasser, zu Lande und in der Luft. Doch es kam beispielsweise in Deutschland zu Ausbrüchen von Feindseligkeiten, Verschwörungen, Aufständen und bürgerkriegsähnlichen Verhältnissen. Die Ausstellung im Mariengymnasium gliedert sich in die folgenden Bereiche: der Weg in den Krieg: die Julikrise 1914; Kriegspropaganda; moderner Krieg: industrielle Kriegsführung; die Schlacht um Verdun; der Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg; Frieden schließen 1919: der Versailler Vertrag; die Entstehung des Nahost-Konfliktes. Der US-amerikanische Historiker und Diplomat George F. Kennan (1904-2005) beschrieb den Ersten Weltkrieg später als „Urkatastrophe“ des 20. Jahrhunderts. Der Eindruck einer großen Katastrophe zumindest scheint, bezogen auf den Zweiten Weltkrieg und weitere Hypotheken dieses Krieges, auch mit dem Blick auf den Nahen Osten heute immer noch aktuell. Die Ausstellung im Mariengymnasium ist auch am Tag der offenen Tür, am Samstag, dem 1. Dezember, von 10.00 Uhr bis 12.30 Uhr, zu sehen.

ENDE DES ERSTEN WELTKRIEGES

Ausstellung des Zusatzkurses Geschichte

Bericht von Margit Brandt

Am 11.11.1918 endete mit dem Waffenstillstand im Wald von Compiègne der Erste Weltkrieg, also vor genau einhundert Jahren. An dieses besondere Ereignis möchte die Ausstellung des Zusatzkurses Geschichte

„Der Erste Weltkrieg – ,Urkatastrophe‘ des 20. Jahrhunderts?“

erinnern.

Dabei hieß dieser Krieg und heißt bis heute bei den meisten beteiligten Nationen „The Great War“, „La Grande Guerre“ oder „La Grande Guerra“. Nur im Deutschen Kaiserreich nannte man ihn von Anfang an „Weltkrieg“. Die Bezeichnung „Erster Weltkrieg“ verwendete zu Beginn der 20er Jahre als erster ein englischer Offizier und Journalist.

Der US-amerikanische Historiker und Diplomat George F. Kennan (1904-2005) beschrieb den Ersten Weltkrieg später als „Urkatastrophe“ des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung versucht, diese Beschreibung in den folgenden Themen nachzuvollziehen:

  • Der Weg in den Krieg: Die Julikrise 1914
  • Kriegspropaganda
  • Moderner Krieg: Industrielle Kriegsführung
  • Die Schlacht um Verdun
  • Der Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg
  • Frieden schließen 1919: Der Versailler Vertrag
  • Die Entstehung des Nahost-Konfliktes

 
Die Ausstellung findet sich in der Aula vor der Tür, die hinaus zum Schulhof führt.

STIMME DER 68ER-BEWEGUNG

Rudi Dutschke am MGW

Ulrich Chaussy spricht mit Q1-Schülern über die Ikone der deutschen 68er-Bewegung

Bericht von David Feldkämper

Als das berühmte Attentat auf Rudi Dutschke verübt wurde, war Autor Ulrich Chaussy erst 15 Jahre alt – nur wenig jünger als die Marienschüler, mit denen er am Tag vor den Herbstferien über die politische Ausnahmepersönlichkeit spricht. Im Rahmen des Kooperationsprojektes zwischen der Volkshochschule Warendorf und dem Mariengymnasium stellt Ulrich Chaussy den angehenden Abiturienten sein neuestes Werk „Rudi Dutschke: Die Biografie“ und die Bedeutung der Revolutionsikone für die deutsche Geschichte vor. Dabei lässt er Rudi Dutschke in aufgezeichneten Interviews immer wieder selbst zu Wort kommen.

Besonders interessant für die anwesenden Oberstufenschüler: Der politische Werdegang Rudi Dutschkes zeichnet sich bereits während der Schulzeit in der damaligen DDR ab. Für seinen Abituraufsatz sei dem jungen Rudi für die Auseinandersetzung mit einem Artikel des Grundgesetzes vom korrigierenden Lehrer besondere „politische Reife“ bescheinigt worden. Da Dutschkes Ansichten allerdings stets im Diskurs mit der DDR-Ideologie standen, sei sein Zeugnis um eine gesamte Note herabgestuft worden.

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Zur Broschüre der BIT 2019:

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