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Wie Römer an der Mosel

Trierfahrt der 8. Klassen

Bericht von Gerold Paul

Führten die Trierfahrten in den Jahren zuvor in den Ferienpark Himmelberg, ging es in diesem Jahr für die Lateinschüler der achten Klasse in die Unterkünfte des Center Parcs Bostalsee. Aufgrund der Insolvenz der alten Anlage mussten neue Häuser gefunden werden. Die Jugendlichen wurden in hellen Wohnungen mit eigenen Küchen untergebracht und konnten sich, wie auf den Trierfahrten seit Jahren üblich, selbst versorgen. Laut der Schülerin Pauline Kottenstede hat dies in den neuen Wohnungen auch funktioniert: „Meine Freundinnen und ich haben uns sehr gut verstanden und im Haushalt bestens zusammengearbeitet. Die Zimmer waren sehr schön eingerichtet.“ „Die Ferienanlage Himmelberg in Thalfang war etwas idyllischer und ruhiger gelegen“, räumte Lateinlehrerin Svenja Skall ein. Dass die Fahrt trotz der neuen Umgebung entspannt verlief, lag vor allem an der guten Kooperation zwischen Schülern und Lehrern. Diese präsentierten den Schülern ein vielseitiges Programm. Pauline haben vor allem der Besuch der Gladiatorenschule im antiken Amphitheater und die Ausstellungen im Landesmuseum gefallen. Sie erzählt, wie anschaulich der Schauspieler Jan Krüger in der Rolle eines Gladiators das Leben in der Arena und im Ludus dargestellt habe. In der Stadt selbst haben die Schüler Referate zu allen Baudenkmälern gehalten, die zum Unesco-Weltkulturerbe gehören. Außerdem wurde eine Bootsfahrt auf der Mosel von Cochem nach Beilstein unternommen. Denn die Schönheit der Mosel ist bereits von den Römern besungen worden.

Mit Latein zum Erfolg

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Weitere Lateinschüler drücken Adrian die Daumen für den Landeswettbewerb: Lara Piche, Clara Menkhoff, Adrian Grimpe, Niklas Nährig (v. links).

Marienschüler Adrian Grimpe kommt beim Wettbewerb der Alten Sprachen in die zweite Runde

Bericht von Gerold Paul

Von der Zukunft der lateinischen Sprache an den Schulen ist oft die Rede. Manchen, die Kenntnisse in der Sprache als Voraussetzung des Studiums brauchen, erscheint sie als unvermeidliches Übel. Es gibt jedoch zumindest an den Warendorfer Gymnasien regelmäßig Kurse, die auch im Abitur nicht ohne Latein auskommen möchten. Adrian Grimpe beispielsweise, Schüler des Mariengymnasiums, ist überzeugt, dass Latein nichts von seiner Bedeutung für das Wissen um die gemeinsame Kultur Europas und Amerikas verloren hat. In seiner Facharbeit hat er die Frage erörtert, ob Cincinnatus, ein Freiheitsheld der Römer, der als Bauer vom Pflug weg in das höchste Staatsamt berufen worden ist, George Washington, dem Freiheitshelden der USA, als Vorbild gedient haben könnte. Latein ist für ihn, das merkt man Adrian an, keine Sprache, die er hinter sich bringen möchte. Wenn er im nächsten Jahr das Abitur besteht, wird er zwei Jahre länger Latein gelernt haben, als zum Erwerb des Latinums erforderlich sind. Neu in seinem Fall ist, dass ein Schüler des Mariengymnasiums mit seiner Facharbeit am landesweiten Wettbewerb der Alten Sprachen, Certamen Carolinum, teilgenommen hat. Interessant sind die Preise, die bei diesem Wettbewerb ausgeschrieben sind, vor allem als erster Preis eine Aufnahme in die Studienstiftung des deutschen Volkes. Adrian ist bereits eine Runde weitergekommen, da seine Facharbeit sehr gut bewertet worden ist. Es bleiben zwei weitere Runden, bei denen eine Übersetzungsklausur und, in der letzten Runde, ein Kurzvortrag mit anschließendem Kolloquium über ein frei gewähltes Thema aus dem Bereich der Alten Sprachen vorgesehen sind. Am kommenden Dienstag, 29. August, findet die Übersetzungsklausur im Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium Münster statt. Adrian ist gespannt, was ihn dabei erwartet. Sein Lateinkurs und sein Lateinlehrer Gerold Paul wünschen ihm auch für diese Runde viel Erfolg.

 

 

 

In der Gladiatorenschule

Die Lateinklassen des achten Jahrgangs des Mariengymnasiums haben in der Fahrtenwoche die Römerstadt Trier besucht.

„Lanista“ ist der Name des Leiters einer Gladiatorenschule. Die historisch gesehen engen Beziehungen zwischen Trier und Rom haben dazu geführt, dass es auch in Trier eine solche Gladiatorenschule gibt. Seit einigen Jahren besuchen die Schüler der Lateinklassen des achten Jahrgangs in der Fahrtenwoche die Gladiatorenschule „Ludus“, um Genaueres über das Leben eines Gladiators zu erfahren. So steht der Lanista in der Fahrtenwoche vor Jonas, Tobias und Jakob und bittet sie, die schweren Helme der Gladiatoren aufzusetzen. Evelyn trägt einen Dolch und soll ihn dem Lanista aus Demonstrationszwecken an die Kehle setzen. Es ist anschaulich und abschreckend, was der Schauspieler Jan Krüger in der Rolle des Lanista über das Leben der Gladiatoren erzählt.

Wer an der Trierfahrt für die Lateinklassen teilnimmt, bekommt nicht nur die Gladiatorenschule, sondern auch die kaiserliche Audienz in der Konstantinbasilika, die Stadtwache in der Porta Nigra, das römische Badewesen in den Kaiserthermen zu Gesicht. Üblich ist außerdem ein Besuch an der Mosel. Die Schüler unternehmen eine Bootsfahrt und besuchen an dem Zusammenfluss von Mosel und Rhein in Koblenz das Deutsche Eck. Die Schüler kochen im Übrigen selbst und führen in Gruppen von drei bis fünf ihren eigenen kleinen Haushalt während der Woche. Wohlbehalten und sonnengebräunt kehrte man am vergangenen Freitag nach Warendorf zurück.

Auf den Spuren der Gladiatoren

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Trierfahrt der 8. Klassen (7.–11. September 2015)

Bei einem Gladiatorenspiel, das Germanicus ausrichten ließ, sollen einige Elefanten sogar Tanzschritte vorgeführt haben. Gewöhnlich aber fanden spektakuläre, blutige Schaukämpfe zwischen den eigens dafür ausgebildeten Sklaven, den so genannten „Gladiatoren“ (Schwertkämpfern) statt. Unter dem Motto „Antike – hautnah“ durften sich die Lateinschüler der Jahrgangsstufe 8 nun im Rahmen ihrer Trierfahrt als Gladiatoren fühlen. Vorher hatte ihnen ein Schauspieler erzählt, wie es damals war in den Gladiatorenschulen der Antike.

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Training des furchtlosen Gladiators
 
Fahrten zum Unesco-Weltkulturerbe

Untergebracht waren die Schüler im Ferienpark Himmelberg. In mit kleinen Küchen ausgestatteten Schwarzwaldhäusern konnten die Schüler für eine Woche Selbstversorger sein. Selber kochen zu können, hat nicht nur die Schüler, auch die Lehrer begeistert: Nudeln mit Tomatensoße waren Favoriten auf dem Speiseplan. Mit dem Bus ging es dann zu den Touristenzielen in der Umgebung, nach Trier, Cochem und zur Burg Eltz. In Trier wurden von den Schülern vorbereitete Referate zu den römischen Baudenkmälern gehalten, welche allesamt zum Unesco-Weltkulturerbe gehören und alljährlich viele Millionen Menschen in die Moselstadt locken. Einen weiteren Höhepunkt der Fahrt bildete die Besichtigung der Burg Eltz, einer der schönsten und best erhaltenen Burgen Deutschlands. Mit einer kleinen Schifffahrt auf der Mosel, vorbei an den bei Cochem gelegenen Weinbergen, wurde die Fahrt abgerundet.

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Mittelalter zum Anfassen: Burg Eltz

Eine Frage wurde den begleitenden Lateinlehrern B. Bleiker, U. Meyerhof und S. Skall dabei immer wieder gestellt – ob der Aufenthalt nicht verlängert werden könnte!

 

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