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Archiv der Kategorie: Berufsorientierung

GERÜSTET FÜR DEN GUTEN EINDRUCK

Marienschüler trainieren Kontaktaufnahmen mit Unternehmen

Von David Feldkämper

Warendorf. Gut gerüstet mit den erforderlichen Fähigkeiten besuchten die 9. Klassen des Mariengymnasiums die diesjährige Berufsorientierungsmesse (BOM). Worauf es beim Erstkontakt mit Unternehmen ankommt, wussten die Marienschüler*innen. Häufig entscheidet nämlich schon der erste Eindruck über Erfolg oder Misserfolg eines Praktikums- oder gar Ausbildungsangebotes.

Richtig bewerben will daher gelernt sein. Wie das funktioniert, trainierten die Marienschüler*innen der vier 9. Klassen einige Tage zuvor mit Profis aus der Wirtschaft. Anna-Lena Freese (Technotrans), Julia Denecke, Nadja Tschorn, Piotr Piekut, Tim Ansorge (alle Barmer GEK) und Maria Rabert (LVM) simulierten in einem dreistündigen Programm – anknüpfend an den Deutschunterricht – die optimale Gestaltung von Bewerbungsschreiben, die erste Kontaktaufnahme, Auswahlgespräche und allgemeine Verhaltensregeln in Betrieben.

Nach Corona geschuldeter Unterbrechung ergänzte das Bewerbungstraining in diesem Jahre wieder die abschließenden Berufsorientierungsmaßnahmen am Ende der Jahrgangsstufe 9. Als Teilnehmende am Landesvorhaben „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) haben die Schüler – trotz der schwierigen Gesamtsituation – bereits ab der 8. Klasse in der Potentialanalyse eigene Stärken kennen gelernt und u.a. durch die Projekte „Lernen durch Engagement“ und den „Girls-Boys-Day“ verschiedene Berufe kennen gelernt.

Im folgenden Schuljahr werden die Schüler*innen ihre bisherigen Berufserfahrungen in einem zweiwöchigen Betriebspraktikum vertiefen. Hierauf vorbereitend informierten sich die Marienschüler*innen auf der Berufsorientierungsmesse (BOM) über potenzielle Arbeitgeber bzw. Praktikumsbetriebe, die ihren persönlichen Neigungen entsprechen – nunmehr mit dem entsprechenden Rüstzeug.

IN DIE BACKSTUBE ANSTATT IN DIE SCHULE

Füchtorf. Die am Mariengymnasium Warendorf vermittelte Berufsfelderkundung findet unter anderem in der Bäckerei Thumann statt

Von Gerold Paul

„Mehr als sechzehn Stunden liegen die Brötchen bei uns zur Reife, bevor sie gebacken werden!“, erklärt Jannis Thumann, Bäckermeister im seit vier Generationen bestehenden Familienbetrieb in Sassenberg-Füchtorf. Ohne Hektik zu backen, nach dem Prinzip der langen Teigführung, mit ausreichend Zeit für die Stock- und die Stückgare, nachdem die Laibe geformt worden sind – das gehört zur Familienphilosophie. Auf Fertig-Backmischungen werde seit vielen Jahren verzichtet. Echtes Handwerk lernt der dreizehnjährige Jasper Paul damit bei Thumann kennen. Einblick in ein bestimmtes Berufsfeld soll der Schüler des Mariengymnasiums Warendorf bekommen – so sieht es das Landesprogramm „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) für alle achten Klassen vor – und hat auf der Angebotsseite des Kreises im Internet gleich die Füchtorfer Bäckerei und Konditorei entdeckt. Der Kontakt ist schnell hergestellt, und ohne Probleme erscheint der Schüler am Mittwoch, dem 26. Januar, morgens im Dunkeln um 6.00 Uhr vor der Backstube, in der neben dem Meister drei Auszubildende und sechs Gesellen schon seit drei Stunden arbeiten. „Im Team fällt das frühe Aufstehen allerdings leicht!“, sagt Jannis Thumann. „Und ich bin dankbar für ein starkes Team, in dem unglaublich gute Arbeit geleistet wird.“

Tagespraktikant Jasper Paul verarbeitet an diesem Tag Brötchen, Hefezöpfe, Schnecken und ist bei der Zubereitung des Knäckebrotes behilflich. Die Hände schwenkend, zeigt er, wie die Brötchenteiglinge in Mehllösung getaucht und in Körnern gewälzt werden, bevor sie paarweise auf dem Backblech abgelegt werden. „Ich würde jetzt ab und zu gerne zuhause die Sonntagsbrötchen backen wollen!“, fasst der Schüler seine guten Eindrücke des Tages zusammen. Bäckermeister Jannis Thumann verweist auf Thumanns Website (https://baeckerei-thumann.de) und die Social Media-Kanäle des Betriebes: Die Bäckerei nehme gerne auch Initiativ-Bewerbungen entgegen.

In der Jahrgangsstufe 8 lernen alle Schülerinnen und Schüler des Mariengymnasiums drei verschiedene Berufsfelder kennen, zwei Berufsfelder im Rahmen des „Girls‘-Boys‘-Day“ und des Projekts „Lernen durch Engagement“, ein drittes am Berufsfelderkundungstag. Durch die Berufsfelderkundung bekommen sie eine Vorstellung davon, was sie in Berufswelt, Betriebsalltag und Ausbildung erwarten könnte.

POTENZIALANALYSE: LOS GEHT’S!

Die Achtklässler des Mariengymnasiums starten mit dem Programm zur beruflichen Orientierung

Von Gerold Paul

Ein Schüler erklärt mir: „Also dieser Tennisball stellt ein Vogelei dar, das aus seinem Nest gefallen ist. Irgendwie ist das Ei an einem Felsvorsprung liegen geblieben und muss zurück ins Nest.“ Die Aufgabe muss von den Schülergruppen, die sich auf dem Hof der VHS aufgestellt haben, mithilfe von dünnen Schnüren bewältigt werden, die in Zweierbündeln unter das Ei gelegt werden. „Dabei müssen die Gruppen aber einen bestimmten Abstand zum Ei einhalten, damit es keinen Menschengeruch annimmt!“, erklärt mir der Schüler wieder. Die Aufgabe erfordert Absprache in den Teams, Fingerfertigkeit und Koordination der Bewegungsabläufe.

„Es kommt nicht darauf an, welche der Gruppen die Aufgabe am schnellsten löst oder welche den Tennisball womöglich fallen lässt!“, erläutert ein Mitarbeiter des Instituts für Bildungskooperation Münster die Übung, welche einen Teilbereich der Potenzialanalyse für Achtklässler abdeckt. Die Schülerinnen und Schüler des Mariengymnasiums werden nach jeder Übung gebeten, sich selbst zu beurteilen: Was sind meine Stärken? Was fällt mir leicht? Arbeite ich lieber allein oder in der Gruppe? Weitere Übungen wie das „XXL Memory“ und der „Brückenbau“ sowie ein computergestützter Check der eigenen beruflichen Interessen ergänzen das Tagesprogramm. Es wird in dieser Woche, im Gebäude der VHS, dem Kooperationspartner der Schule, von allen vier achten Klassen des Mariengymnasiums absolviert. Die vom Lehrer David Feldkämper koordinierte Potenzialanalyse bildet den Auftakt zur begleitenden Berufsorientierung. Die Ergebnisse werden in der Schule gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern erörtert, in dreißigminütigen Reflexionsgesprächen, zu denen auch die Eltern eingeladen sind.

BIT 2021 ERÖFFNET

Die Berufsinformationstage (BIT) werden in diesem Jahr ausschließlich als digitales Angebot präsentiert. Zur Auftaktveranstaltung am 22. Februar 2021 begrüßten Dr. Thomas Dorsel, Lions Club Warendorf, und Dr. Norbert Nottebaum, Rotary Club Warendorf, Bürgermeister Peter Horstmann zu einem kurzen Vortrag über seinen beruflichen Werdegang. Als Vertreter der Schülerinnen und Schüler stellten die Marienschüler Sophia Hermsen und Paul Lietmann dem Bürgermeister einige Fragen zu seinen Erfahrungen während der ersten hundert Tage im Amt. Dr. Thomas Dorsel und Dr. Norbert Nottebaum luden herzlich dazu ein, die BIT wie in den vergangenen Jahren zur beruflichen Orientierung zu nutzen.

BIT WARENDORF DIGITAL

Liebe Schülerinnen und Schüler der Oberstufe,

vom 22. Februar bis 4. März 2021 finden die Berufsinformationstage (BIT) Warendorf statt. Pandemiebedingt müssen auch bei der Durchführung der BIT innovative Wege beschritten werden. Die Darstellung der verschiedenen Berufsfelder wird erstmalig komplett digital-gestützt über Zoom erfolgen. So soll gewährleistet werden, dass die BIT über das 15. Jahr hinaus in ununterbrochener Abfolge fortgeführt werden kann.

Auf der neu erstellten BIT-Internetpräsenz sind alle Informationen abrufbar. Über diese Website erfolgt auch im Vorfeld die Anmeldung zu den einzelnen Veranstaltungen, die angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten dann kurz vor den Terminen den entsprechenden Zugangslink.

Bei Rückfragen wendet euch gerne an die StuBoS: David Feldkämper und Stefanie Kusche.

BIT 2020 ERÖFFNET

Nichts ist verloren – auch Umwege führen zum Ziel

Von Anja Tenbrock: Die Glocke vom 3. März 2020

Warendorf. Auch wenn nicht immer alles glatt läuft, ist noch lange nichts verloren. Denn auch Umwege können zum Ziel führen. Das ist die Botschaft, die gestern der Inhaber des Warendorfer Kinos, Johannes Austermann, Oberstufenschülern der Gymnasien Marienschule (MGW) und Laurentianum sowie der Gesamtschule bei der Eröffnung der 15. Berufsinformationstage (BIT) vor Augen geführt hat. Der 23-jährige war zur Auftaktveranstaltung der BIT am Mariengymnasium unter dem Motto „Nicht nur gerade Wege führen zum Ziel“ eingeladen worden, um seinen Werdegang zu erzählen, der keinesfalls so angelegt gewesen sei, dass er Kinobesitzer werde. Und, das machte er gleich zu Beginn ebenfalls deutlich, „das Ende ist auch noch nicht erreicht“.

Die BIT sind eine Veranstaltungsreihe von Rotary- und Lions–Club in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit und der „Glocke“ als Medienpartner. Bis Donnerstag, 12. März, werden an acht Abenden 32 Berufsfelder an den Schulen vorgestellt. „Ziel ist es, den Jugendlichen, die kurz vor ihrem Schulabschluss stehen, Einblick in Berufe und ihnen Entscheidungshilfen mit an die Hand zu geben“, erläuterte der Mediziner Dr. Thomas Dorsel (Lions-Club). Als Vater von vier Kindern wisse er selbst, wie schwierig die Entscheidungsfindung sei. Viele Schulabgänger wüssten noch gar nicht, was sie nach ihrem Abschluss machen sollten. Das sei gerade auch bei Heranwachsenden der Fall, die das Abitur nach zwölf Jahren (G8) ablegen müssten. Aus diesem Grunde gehöre die Veranstaltung „Au Pair, Work and Travel, Freiwilliges Soziales Jahr“ neben der Auftaktveranstaltung zu den am besten besuchten Vorträgen.

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