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Archiv der Kategorie: Politik

DIE EU – EIN ERFOLGSMODELL?

Der Brexit und die Zukunft der Europäischen Union

Von Stefanie Kusche

Lange Zeit galt die Europäische Union als Erfolgsmodell, das seinen Mitgliedern zahlreiche Vorteile wirtschaftlicher und politischer Art versprach. Vielfach war sogar die Rede davon, dass der europäische Integrationsprozess unumkehrbar sei. Diese Wahrnehmung änderte sich im Sommer 2016 schlagartig als die Bürgerinnen und Bürger Großbritanniens in einer Volksabstimmung mit knapper Mehrheit für das Ausscheiden ihres Landes aus der EU stimmten. Auch mehr als drei Jahre nach dieser historischen Entwicklung ist bei Weitem nicht absehbar, welche konkreten Auswirkungen ein Ausscheiden Großbritanniens aus der EU hat bzw. hätte. Deutlich erkennbar ist allerdings, dass die Gesellschaften in vielen EU-Mitgliedstaaten hinsichtlich der Frage nach der weiteren Ausgestaltung des Integrationsprozesses ebenfalls tief gespalten sind.

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LEBEN HINTER MAUERN

Eingesperrt – Leben hinter Mauern

Rainer Eppelmann bilanziert die Zeit der deutsch-deutschen Teilung

MGW. Am 13. August 2019 jährt sich der Bau der Berliner Mauer zum 58. Mal und am 3. Oktober 1990, vor neunundzwanzig Jahren, endete die Teilung Deutschlands. Nach über 40 Jahren der Trennung war das bereits durch Konrad Adenauer gesteckte Ziel der Einheit Deutschlands in Freiheit Wirklichkeit geworden. Die Prinzipien von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit obsiegten gegen das diktatorische Regime in Ost-Berlin. Nach der Begeisterung des Aufbruchs und bedeutenden Erfolgen im Aufbau- und Aufholprozess der östlichen Bundesländer sind die vergangenen sechzehn Jahre auch begleitet worden von Mühsal und Enttäuschung. Neben dem Ziel, die materiellen Lebensverhältnisse anzugleichen, ist es nicht minder wichtig, das mentale Zusammenwachsen der Deutschen nach Jahren der Trennung voranzubringen.
Leider sind die Kenntnisse über den totalitären SED-Staat vor allem bei jungen Menschen wenig verbreitet. So ergab eine Umfrage bei 15- bis 19-jährigen Gymnasiasten, dass ein Fünftel Erich Honecker für einen Bandleader hält und sogar ein Drittel nicht den Unterschied zwischen den Staatsformen Diktatur und Demokratie beschreiben kann. Getreu dem Motto „Zukunft braucht Erinnerung“ wird Rainer Eppelmann mit seinem Vortrag die Erinnerung an das menschenverachtende SED-Regime wachhalten und damit einen Beitrag dazu leisten, dass totalitäre Zwangsherrschaft auf deutschem Boden nie mehr eine Chance findet.

Am Donnerstag, dem 7. November, wird Rainer Eppelmann, ehrenamtlicher Vorsitzender der Bundesstiftung Aufarbeitung, in der 3. – 4. Stunde in R. 116/117 vor den Geschichtskursen der Jahrgänge EF und Q2 einen Vortrag über die deutsche Teilung halten.

Zur Person:

Rainer Eppelmann war von 1990 bis 2005 Mitglied des Deutschen Bundestages und Vorsitzender der Enquête-Kommission zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Er war Mitbegründer sowie Vorsitzender des Demokratischen Aufbruchs und Minister für Abrüstung und Verteidigung in der Regierung de Maizière. Heute ist Rainer Eppelmann ehrenamtlicher Vorsitzender der Bundesstiftung Aufarbeitung.

Quelle: https://www.vhs-warendorf.de/programm/veranstaltungen.html/kurs/492-C-2516794/t/eingesperrt-leben-hinter-der-mauer (29.10.2019)

WE VOTE!

Ergebnisse der bundesweiten Wahlsimulation. Quelle: Juniorwahl

Die Ergebnisse der Europawahl sind mit großer Spannung erwartet worden. Die hohe Wahlbeteiligung, der Umschwung bei den Themen, das große Interesse beispielsweise an der Klimapolitik, die Krise der Volksparteien sind aber nicht allein nach den Zahlen dieses Wahlabends zu beurteilen. Der Mühe wert ist es, die Ergebnisse der diesjährigen Juniorwahl zur Europawahl zu beachten und den Trend, den die Jugendlichen bereits bei der bundesweiten Juniorwahl 2014 vorweggenommen haben. Über die Durchführung der Juniorwahl am Mariengymnasium Warendorf berichtet Charlotte Burholz, Schülerin der neunten Klasse:

Die Juniorwahl zur Europawahl am MGW

Von Charlotte Burholz

Europawahl 2019. 42 Parteien und 751 Abgeordnete sind in Europa vom 23. bis zum 26. Mai zu wählen, und auch das Mariengymnasium Warendorf nimmt über die Juniorwahl indirekt am Wahlprozess Anteil. Seit einigen Wochen bereits wird dieses bundesweite Projekt zur politischen Bildung im Rahmen des Politikunterrichts vorbereitet. Am Freitag, dem 24. Mai, hatten die Schülerinnen und Schüler der siebten bis zehnten Klasse dann die Chance zum eigentlichen Wahlakt; das Mariengymnasium hat sich entschieden, an der parallel zu den Europawahlen ausgetragenen Wahlsimulation teilzunehmen.

„Natürlich mache ich mit, wir sind schließlich die Zukunft Europas!“, sagt Tabea Harder, Schülerin der neunten Klasse, und auch ihre Mitschüler zeigen großes Interesse. „Die Politiker sollen sehen, dass wir eine Stimme haben und unsere Zukunft mitbestimmen wollen!“ Besonders Fragen zum Klimaschutz werden diskutiert. Die meisten wollen die Politiker in diesem Bereich zum Handeln bewegen und hoffen, mit den Ergebnissen der Juniorwahl etwas zu bewirken, indem sie ihrem Interesse an der Zukunft Europas eine Stimme geben.

Fairer Handel am MGW

Die ehemalige 6C ist „Faire Schulklasse – Klasse des Fairen Handels“

Bericht von Gerold Paul

Die ehemalige Klasse 6C ist im September auf der Dortmunder Messe „Fair Friends“ als „Faire Schulklasse – Klasse des Fairen Handels“ mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet worden. Bürgermeister Axel Linke hat der Klasse aus diesem Anlass am letzten Dienstag gratuliert.

Die Idee, mit Fairtrade für mehr Gerechtigkeit zu sorgen, kam mit dem Musical „Global Playerz“ der Wittener Schauspielerin, Regisseurin und Theaterpädagogin Sonni Maier. Vor fast genau einem Jahr war das von globaler Gerechtigkeit handelnde Punk-Musical im Warendorfer Theater am Wall aufgeführt worden und machte auf die Schüler der 6C einen solchen Eindruck, dass sie sich entschlossen, fair gehandelte Produkte in der Schule zu verkaufen. Ihr Einsatz ist nun gleich in mehrfacher Hinsicht belohnt worden. Durch den Verkauf von Fairtrade-Produkten und ein zusätzlich organisiertes Spendenschwimmen konnten sie Spenden in Höhe von EUR 1000 sammeln. „Die Fairtrade-Produkte haben wir aus dem Warendorfer Weltladen bekommen“, erklärt Marie Peters aus der ehemaligen 6C. Im September ist die Klasse auf der Dortmunder Messe „Fair Friends“ als eine von drei Klassen in NRW für ihr besonderes Engagement mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet worden. Im Unterricht war das Problem der weltweiten Verflechtung großer Firmen zuvor mit der Politiklehrerin Verena Haertel behandelt worden. Sie hat die Klasse auch für die Auszeichnung vorgeschlagen.

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Juniorwahl 2017 – das MGW hat mitgewählt

Über 300 Schüler und Schülerinnen des MGW lernten bei der Juniorwahl den Wahlvorgang für die Landtagswahl in NRW besser kennen

Bericht von Johanna Oortmann

Wer hat eigentlich gesagt, dass Wahlen und Politik nur etwas für Erwachsene sind? Bei der Juniorwahl wählen ausschließlich Jugendliche ab dreizehn Jahren und lernen so den tatsächlichen Wahlvorgang besser kennen. Die Ziele der Juniorwahl liegen unter anderem in der politischen Sozialisierung der Jugendlichen, in dem Einüben der eigenen Meinungsbildung und schließlich darin, das Interesse der jungen Menschen dafür zu wecken, sich an der Demokratie zu beteiligen. Die Juniorwahl in Nordrhein-Westfalen fand anlässlich der Landtagswahlen statt, und auch wenn diese Wahl natürlich nicht gewertet wird, ist es doch äußerst interessant zu sehen, wie die Ergebnisse einer Wahl aussehen, wenn nur Jugendliche wählen. So hat die SPD im Landesdurchschnitt 25,6%, die CDU 22,7%, die Grüne 15,2%, die FDP 8,5%, die Piraten 5,2% und die Linke 5,4% erreicht. Die Wahlbeteiligung lag bei 83,7%.

Auch am Mariengymnasium Warendorf betraten 344 Schüler aus zehn verschiedenen Klassen die Wahlkabine und gaben ihre Stimmen ab, indem sie einen eigenen Wahlcode bekamen und online auf einem Stimmzettel ihre Kreuzchen machten. Im Vorfeld waren die Schüler schon in mehreren Lerneinheiten inhaltlich auf die Wahl vorbereitet worden. Herr Wening, Fachlehrer für Sozialwissenschaften, der die Juniorwahl am Mariengymnasium organisiert hat, freute sich über das große Interesse der Schüler und berichtete, dass er sogar noch Wahlcodes habe nachbestellen müssen, da so viele Schüler ihre Stimme hätten abgeben wollen. Das zeigt, dass die Jugendlichen durchaus ein Interesse an Politik und eine eigene Meinung haben. Eine Schülerin des MGW sagte: „Ich finde die Möglichkeit, an einer Wahl teilzunehmen, sehr gut. Es ist toll, so etwas kennenzulernen und sich mit dem Thema Politik in diesem Zusammenhang auseinanderzusetzen“.

Es steht fest, dass die Juniorwahl Schüler und Lehrer gleichermaßen begeistert hat.

Marienschüler begegnen Osteuropa

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Vincent Mann.

Erfolgreiche Wettbewerbsteilnahme des Diff.-Kurses Politik/Geschichte

Bericht von David Feldkämper

Mit einem beeindruckenden Endergebnis haben 29 Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtkurses Politik/Geschichte am Schülerwettbewerb „Begegnung mit Osteuropa“ teilgenommen. Von den insgesamt neun sehr kreativen und spannenden Wettbewerbsbeiträgen zum diesjährigen Oberthema „Mein Zuhause – Unser Europa“ konnten zwei Projektarbeiten die Jury besonders überzeugen.

Vincent Mann (9C) wurde für seine Facharbeit über die Geschichte seines Heimatfriedhofes in der Projektkategorie „Begegnung und Visionen: Friedhöfe erzählen Geschichte“ mit einem Siegerpreis ausgezeichnet und erhält ein Preisgeld von 100 Euro.

Katharina Schürmann (9C), Gina Kretschmer (9C), Duygu Özyürek (9C), Julia Schwab (9D) und Merle Weiß (9D) überzeugten in der Kategorie „Begegnung und Visionen: Ein Kalender voller Revolutionen“ mit ihrer kreativen Gestaltung eines Projektkalenders. Die Gruppe wird am 29. Juni 2017 in Ahlen als Landessieger der Kategorie ausgezeichnet und erhält ein Preisgeld von 300 Euro.

Die Differenzierungskurse Politik/Geschichte des Mariengymnasiums nehmen seit vielen Jahren mit zunehmendem Erfolg am Schülerwettbewerb „Begegnung mit Osteuropa“ teil. Ein thematischer Schwerpunkt des Wahlpflichtkurses liegt in der Jahrgangsstufe 9 ganz im Selbstverständnis einer Europaschule auf Europa und der europäischen Identität. Die Projektarbeiten ersetzen dabei eine der zwei obligatorischen Halbjahresklausuren.

An dem Schülerwettbewerb nehmen Schulen aus Nordrhein-Westfalen und Osteuropa teil. Durch inhaltliche Ausgestaltung der Projektbeiträge, z. B.. die Auseinandersetzung mit Migrationsbiografien oder kulturellen Aspekten sowie Kooperationsmöglichkeiten mit osteuropäischen Schulen fördert der Wettbewerb den Europagedanken und die mit ihm verbundenen europäischen Werte, aber auch das Schulmotto des Mariengymnasiums „menschlich – gemeinschaftlich – weltoffen“.

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Unten (v. l.): Merle Weiß, Katharina Schürmann, Duygu Özyürek, Gina Kretschmer, Julia Schwab.

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