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Archiv der Kategorie: Deutsch

GESPENSTERJÄGER BEIM VORLESEWETTBEWERB

Großer Erfolg für Fridolina Lilienbecker beim bundesweiten Vorlesewettbewerb

Von Gerold Paul

Der 23. April ist der Welttag des Buches, und zu diesem Tag passt gut das folgende Ereignis: Fridolina Lilienbecker, Schülerin der Klasse 6A des Mariengymnasiums Warendorf, ist es gelungen, in den ersten vier Durchgängen des bundesweiten Vorlesewettbewerbs derart genau der Intention der literarischen Vorlagen zu entsprechen, dass sie die Juroren in jeder Runde zur Siegerin erklärt haben. Im jüngsten Wettbewerb auf der Bezirksebene hat die Zwölfjährige aus Cornelia Funkes Kinderbuch „Gespensterjäger in großer Gefahr“ vorgelesen. Bewertet wurden die Vorträge des Bezirks Münsterland Ost von Juroren der Europäischen Märchengesellschaft Rheine.

Fridolina Lilienbecker versteht es offenbar nicht nur präzise vorzulesen, sondern auch einen Teil ihrer schauspielerischen Talente in die verschiedenen Stimmen des Textes einfließen zu lassen. So tritt Gespensterjäger Tom Tomsky in diesem Fall beispielsweise recht selbstbewusst auf, wie es Professor Schleimblatt, das neue Mitglied im Prüfungsausschuss der Gespensterjäger-Vereinigung, in der vorgelesenen Passage eingestehen muss: „So, so“, sagte der Professor. „An Selbstbewusstsein scheint es dir ja nicht zu fehlen.“

Herzlichen Glückwunsch, Fridolina, und viel Erfolg bei der Vorbereitung der vorletzten Runde, dem Landeswettbewerb!

ERSTER PLATZ BEIM VORLESEWETTBEWERB

Fridolina Lilienbecker ist eine Runde weiter

Fridolina Lilienbecker aus der Klasse 6A hat das Mariengymnasium Warendorf beim Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels auf Kreisebene (Warendorf Nord) vertreten und mit ihrem Vortrag aus Tolkiens Klassiker „Der kleine Hobbit“ den ersten Platz belegt.

„Sie gehört zu den 555 besten Vorleserinnen Deutschlands, die nun auf Bezirksebene weiter um die Wette lesen werden“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

Für die nächste Runde beim Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels wünscht ihr das Mariengymnasium viel Erfolg!

WOYZECK ALS TRAGÖDIE

Besuch einer grell-überzeichneten Inszenierung im Wolfgang Borchert Theater Münster durch den Leistungskurs Deutsch der Q2

Von Christina Kurpiers

Das Abitur steht vor der Tür, mit der Wiederholung der abiturrelevanten Themen wurde bereits begonnen. Eines davon ist die Auseinandersetzung mit zwei Dramen aus historisch unterschiedlichen Kontexten, Lessings „Nathan der Weise“ und Büchners „Woyzeck“. Die Beschäftigung mit dramatischen Texten ruft förmlich nach einem Theaterbesuch, immerhin wurden Dramen für die Bühne geschrieben.

Nachdem im letzten Jahr dem Deutsch-Leistungskurs von Lehrerin Christina Kurpiers ein Theaterbesuch aufgrund des Lockdowns verwehrt gewesen war, konnte die Gruppe nun im Wolfgang Borchert Theater in Münster eine moderne Inszenierung zu Büchners „Woyzeck“ sehen. Finanzielle Unterstützung erhielt der Kurs für dieses kulturelle Ereignis vom Förderverein der Schule, dem an dieser Stelle noch einmal herzlich gedankt sei.

Die Inszenierung wird dem Kurs noch eine Weile in den Köpfen bleiben, wurde doch der Protagonist des Dramas von einer Frau verkörpert. Die übrigen Charaktere wirkten zudem überzeichnet. Das expressionistisch wirkende Bühnenbild, aus an Ketten befestigten Holzplanken und Holzwippen gestaltet, und der eigentlich traurige Handlungsverlauf waren grell, laut und bunt arrangiert. Am Ende des Abends stand für den Kurs fest, dass der Theaterbesuch ein bereicherndes Erlebnis war.

SECHSTKLÄSSLER MIT GROSSEM LESEHUNGER

Acht Sechstklässler treten beim Vorlesewettbewerb 2021 am Mariengymnasium gegeneinander an

Von Gerold Paul

Wenn Lesen den Horizont erweitert, dann war der Horizont der Teilnehmer des diesjährigen Vorlesewettbewerbs weit gespannt. So konnten die Zuhörer in die Welt der Pinguine vordringen, mit Jill Hälkers Vortrag aus Ulrich Hubs Bestseller „An der Arche um acht“: „Wohin man seinen Kopf dreht, sieht man nur Schnee und Eis und Eis und Schnee und Schnee und Eis.“ Oder die gespannt lauschenden Zuhörer erinnerten sich daran, dass Monster von ihrer Welt in die Menschenwelt wechseln können, als Jonathan Rash, mit lebendiger Stimme, aus Andrea Martins Abenteuerbuch „Die Monsterprüfung“ vorlas.

Jeder der acht Sechstklässler, die als Beste aus den Klassenentscheiden hervorgegangen waren, hatte die Aufgabe, einen selbst ausgewählten Text vorzutragen. Bewertet wurden Lesetechnik, Interpretation und Textstellenauswahl. In der zweiten Runde hatten die lesebegeisterten Schülerinnen und Schüler dagegen aus einem unbekannten Text vorzulesen. Die sechs Jurymitglieder durften pro Kriterium bis zu fünf Punkte vergeben. Es wurde ein spannender und lustiger Vorlesewettbewerb, dank der engagierten Vorträge von Franka Feuersträter, Fridolina Lilienbecker aus der Klasse 6 A, Pauline Behrens, Marie Sendfeld aus der 6 B, Jill Hälker, Carla Tietze aus der 6 C und schließlich John Hinz, Jonathan Rash aus der 6 D. Am Ende gab es drei Gewinner – Franka Feuersträter, Fridolina Lilienbecker und Jill Hälker – von denen Fridolina Lilienbecker das Mariengymnasium Warendorf beim Schulentscheid auf der Regionalebene vertreten wird. Elke Große Dankbar, die Koordinatorin des Wettbewerbs, überreichte den drei Schülerinnen Urkunden und Buchgeschenke und dankte allen Teilnehmern für ihr großes Interesse am Lesen.

SCHREIBTALENT ENTDECKT BEIM ECKENROTHER NACHWUCHSPREIS

Charlotte Sophia Klein ist Preisträgerin des diesjährigen Literaturpreises der Eckenroth Stiftung

Von Gerold Paul

Warendorf. Nicht immer ergibt sich die Gelegenheit zum literarischen Schreiben im Unterricht. Ein Buch über das Leben des Jungen Pierre-Anton, die 2010 erschienene Parabel „Nichts“ der dänischen Schriftstellerin Janne Teller, hat für die heute fünfzehnjährige Charlotte Sophia Klein im Religionsunterricht am Mariengymnasium den Auslöser bedeutet, sich mit ihren eigenen Gedanken über die Bedeutung des Lebens in selbst erfundenen Geschichten auseinanderzusetzen. Wie leicht ihr das gelingt, macht die sprechende Elster aus ihrer ersten Erzählung deutlich. Der Ich-Erzähler entdeckt in einem Baum hinter sich eine Elster: „Ich blickte den Vogel lange an. Seine klaren Augen spiegelten die Sonne wider und schienen mich genauso zu mustern. Ich lächelte – der Vogel lächelte zurück.“ Krächzend argumentierend macht der schwarz-weiße Vogel darauf dem Ich-Erzähler klar, dass nichts im Leben eine Bedeutung hat, worauf dieser sich zu einem folgenschweren Schritt entschließt.

Gerold Paul, Charlotte Sophias Lehrer am Mariengymnasium, gefiel ihre Erzählung dermaßen gut, dass er der literarisch interessierten Schülerin ein halbes Jahr später vorschlug, einen weiteren Text als Beitrag für den bundesweit ausgeschriebenen Nachwuchspreis der Eckenroth Stiftung in Rheinland-Pfalz einzureichen. Die Vierzehnjährige wählte das Thema „Freundschaft kennt keine Grenzen“. Die Geschichte, die dabei entstand, ist kompliziert, denn erzählt wird von Gewalt, Missbrauch und psychischer Erkrankung, Erfahrungen, die eine Freundschaft auseinanderbringen können. Einhellig überzeugt zeigte sich die Jury der Eckenroth Stiftung von diesem Beitrag und erklärte Charlotte Sophia neben fünf weiteren Schülerinnen und Schülern zur Preisträgerin des Wettbewerbs. Die Preisverleihung fand am 28. August statt.

Förderung des literarischen Nachwuchses seit 1998

Inzwischen hat Charlotte Sophia Klein auf Einladung der Stiftung an einem literarischen Schreibtraining im idyllisch gelegenen Stiftungshaus in Eckenroth teilgenommen, bei welchem sie einige Kniffe professioneller Autoren kennenlernen und sich mit Gleichgesinnten austauschen konnte. Das intensive Schreibtraining kann die Marienschülerin nur empfehlen: „Es war eine unglaublich tolle Erfahrung, und dieser kleine Ort hat schon fast etwas Magisches an sich! Bei dem Training habe ich dann mit einer anderen Gewinnerin das Schreiben geübt und einige Tipps und Tricks gelernt – wir haben die Gedanken fließen lassen.“ Das Mariengymnasium gratuliert Charlotte Sophia herzlich zu ihrem ersten literarischen Preis. Die Geschichten der Preisträger sind auf der Internetseite der Stiftung zu finden:

https://www.eckenroth.art

Geschichten der Preisträger

MÄRCHENHAFTE WELT IM SAND

Sandmalerin Barbara Breckweg stellte ihre seltene Malkunst im Mariengymnasium vor

Von Inka Coppenrath

Das lächelnde Gesicht von Hans im Glück erschien am Mittwochmorgen für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5B und 5C in besonderer Weise auf eine Leinwand projiziert. Mit den Worten „Schaut und genießt das Märchen!“ hatte die Sandmalerin Barbara Breckweg die Fünftklässler eingeladen, ihrer Vorstellung zu folgen.

Sie malte das Märchen von Hand in ganz feinen Sand, der auf einer beleuchteten Glasplatte hin- und hergeschoben wurde. Die kunstvolle Fertigkeit des Sandmalens lebt vom Zusammenspiel von Musik, Licht und sich ändernden Bildern. Mittels einer Kamera über dem „Sandkasten“ wurden Bilder der Erlebnisse von Hans im Glück wie der Tausch des Pferdes, der Kuh, des Schweins und der Gans in fließenden Übergängen sichtbar. Zu den Bildern las Till Breckweg aus der Klasse 5C das Märchen in Reimform vor. Die Fünftklässler waren fasziniert von der Genauigkeit und Wirkung der Bilder. Eine gelungene Vorstellung!

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