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Archiv der Kategorie: Literatur

GESCHENKE FÜR KOPF UND HERZ

BÜCHER FÜR DEN GABENTISCH

Zu Weihnachten möchte die Fachschaft Deutsch des Mariengymnasiums Buchempfehlungen aussprechen, auch deshalb weil Bücher einen schweren Stand unter all den anderen Gaben haben, die das Fest mit sich bringt. Empfohlen und besprochen werden nur Bücher, die die aufgeführten Lehrerinnen und Lehrer selbst gelesen haben.

David Walliams: Gangsta-Oma

Etwas Schlimmeres, als Zeit mit seiner Oma zu verbringen, kann Ben sich nicht vorstellen. Ihr Fernseher ist kaputt. Ihr Hörgerät nervt. Ihre Fürze stinken nach Kohl. Und sie will die ganze Zeit nur Scrabble spielen. Da legt Ben dann so Wörter wie „langweilig“, „Saublödspiel“, „uralt“ oder „Hilfe“. Bis Ben, als er sich einen Keks aus Omas Küche holen will, zufällig eine Dose findet – randvoll mit Diamanten. Und er entdeckt etwas Unfassbares: Seine Oma ist eine Juwelendiebin und plant einen großen Coup – den Diebstahl der britischen Kronjuwelen. „Gangsta-Oma“ ist ein ganz wunderbares Buch, voll von hinreißenden Einfällen, schrägem britischen Humor und famosen Slapstick-Einlagen. Und doch leuchtet hinter all dem glitzernden und glänzend inszenierten Klamauk dieser feinen Gangsterstory eine ernste Seite hervor. Denn Ben merkt, dass all die Vorurteile, die er gegenüber seiner Oma hatte, gar nicht stimmen, und dass es ein Riesenspaß sein kann, sich in ein Enkel-Oma-Abenteuer zu schmeißen und die gemeinsame Zeit zu genießen, solange man noch kann. Ein wirklich großer Lesespaß und zauberschönes Kopfkino.

Johannes Fundermann

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ICH LIEBE DAS GEWÄCHSHAUS


Der Literaturkurs des Mariengymnasiums unter der Leitung von Joachim Holling hat das Erfolgsstück „Concord Floral“ aufgeführt.

Von Gerold Paul

„Blöderweise liebe ich das Gewächshaus sehr. Denn was kümmert es das Gewächshaus, ob ich es liebe. Das Rauschen von der Autobahn dahinter, dieses scharfe Geräusch, das mich schweigen lässt, versetzt mich in schwärmerische Stimmung. Wäre mir das iPhone nur nicht in die Leiche gerutscht, ich säße immer noch dort, mit meinen Freunden, die ganze Nacht!“

Offenbar fühlen alle Jugendlichen so, die in dem geheimnisvollen Gewächshaus in der Nähe von McDonald’s chillen. Der Mysterythriller „Concord Floral“, auf der Rahmenhandlung des „Decameron“ von Giovanni Boccacio beruhend, zeigt, wie die Jugendlichen sich in dem Gewächshaus verrückte Geschichten erzählen. Über Concord Floral selbst existieren mysteriöse Geschichten, tragische Vorfälle werden bekannt. Und trotzdem oder besser genau aus diesem Grund wird der Ort zum Anziehungspunkt für die Jugendlichen, zum Ort für die ersten Küsse, zum Ort, an dem getrunken, geraucht, getanzt und gefeiert wird.

„Concord Floral“ bietet eine äußerst effektvolle Allegorie des Erwachsenwerdens. Der Kurs der 11. Jahrgangsstufe hat das Stück am Donnerstag, dem 13., und am Freitag, dem 14. Juni 2019, in Szene gesetzt. Aufführungsort war die Aula der Schule für Musik an der Hermannstraße.

KINDERBUCHAUTOR ZU BESUCH

Foto: Krall / Die Glocke

Am Welttag des Kinderbuchs hatten die Sechstklässler des Mariengymnasiums gestern interessanten Besuch: Kinderbuchautor Jörg Isermeier hat aus seinem Buch „Alles andere als normal“ vorgelesen.

Bericht von Sophie Krall und Hans-Jörg Kraneburg: Die Glocke vom 3. April 2019

Lukas ist zwölf, und, wie er meint, ein ganz normaler und langweiliger Typ. Das ändert sich, als er die wilde Jule trifft und sie gemeinsam einer Gruppe von organisierten Fahrraddieben auf die Schliche kommen. Das ist das Thema seines Romans, den Jörg Isermeier am Dienstag den Jungen und Mädchen vortrug. Schon nach den ersten Zeilen hatte der Autor die volle Aufmerksamkeit der Kinder für sich gewonnen. Im Raum war alles leise, die Sechstklässler lauschten gespannt den Worten Isermeiers. der sie oft zum Lachen brachte. Dementsprechend positive Resonanz gab es auch: „Ich fand es echt lustig und interessant. Schon wenn man den Klappentext liest, will man sofort weiterlesen“, so eine Schülerin.

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REIFE INSELLEISTUNG

Literaturkurs der Q1 zeigt „Freitag, der 13.“

Bericht von Nicolas Ermisch

Am Ende sind sie gerettet! Die Besatzung, die Fluggäste, die Moderatorinnen und die Abenteurergruppe. Der Flugzeugabsturz ins kalte Wasser der Premiere endet auf der warmen Insel des Erfolgs, gegen die wohltuender Beifall und hochverdienter Jubel branden. Vollkommen zu Recht gratulieren die Mitglieder des Literaturkurses vom Mariengymnasium Warendorf am Abend des 21. Juni 2018 zuletzt sich selbst für ihre großartige Leistung, die sie am nächsten Tag wie selbstverständlich bestätigen… Nein, Entschuldigung!, das Letzte ist nicht ganz richtig: Sie bestätigen sie nicht nur, sie setzen der Leistung vom Vortag die Krone auf, indem sie vor deutlich über 150 Menschen das ganze Stück mit dem Titel „Freitag, der 13.“ in einer völlig anderen Besetzung darbieten.

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Eine neue Tür für die Kulissen

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Nahmen die Theatertür in Empfang: Lara Gausling, Marvin Wenzel, Ansgar Ravensberg, Jan Voth, Dennis Martens, Richard Berger, Daria Stremming (v. links).

Die Tischlerei Dopheide spendet dem MGW eine Theatertür

Mehrere freistehende Türen wären in der Kulisse der letzten Aufführung nötig gewesen. Darum überlegte der Literaturkurs des Mariengymnasiums unter der Leitung von Alena Wöstmann, ob er sich nicht wenigstens eine solche Theatertür anschaffen sollte. Durch eine Spende der Tischlerei Dopheide in Warendorf ist nun Abhilfe geschaffen worden: Sie hat eine vielseitig verwendbare Theatertür gezimmert, die in vielen Aufführungen der Literaturkurse des Mariengymnasiums zum Einsatz kommen soll. Einige Schüler, die in der letzten Aufführung, der Kriminalkomödie „Der Duft des Mordes“ mitgespielt hatten, ließen es sich nicht nehmen, die Tür gleich im Vorhof der Schule auszuprobieren.

 

 

In Weimar und Prag

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Der Deutsch-Leistungskurs auf Studienfahrt (4. – 8. September 2017)

Eine kurze Reisereportage

Von Gerold Paul

Eigentlich ist Goethe kleiner als Schiller gewesen. Einen Kopf sogar. Nun steht er vor der Schülergruppe auf einem Sockel, ebenso groß wie Schiller, nur nicht „so liederlich gekleidet“ wie sein großer Freund, wie die Fremdenführerin mit einem Seitenhieb auf Goethes Stellung bei Hofe bemerkt. Das Wetter ist angenehm in Weimar, und die Schülerinnen sind angetan von der gemütlichen Atmosphäre, die Weimar ausstrahlt. Das ist Goethes Stadt, das sind seine Straßen und Gassen. Überall sind seine Spuren zu finden; dort steht sein Ginkgobaum und ist bereit, es zu bestätigen, so schön, dass die Reiseführerin unter ihm das berühmte Gedicht zitiert: „Fühlst du nicht an meinen Liedern,/ Dass ich eins und doppelt bin?“. Die Schülerinnen besuchen die Häuser des Dichters auf dem Frauenplan und im Park an der Ilm. Dort sind die Steine des Dichters zu finden, pedantisch in Schubladen geordnet. Dort spiegelt sich das Licht in glänzenden Majolikatellern. Die Tür öffnet sich auf einen liebevoll gepflegten Garten.

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