Home » Latein

Archiv der Kategorie: Latein

AUF DEN SPUREN RÖMISCHER DENKMÄLER

Fahrtenbericht des Lateinkurses der achten Jahrgangsstufe

Von Paola Feldhues und Kim Hälker

Die diesjährige Kursfahrt brachte den Lateinkurs der achten Jahrgangsstufe des Mariengymnasiums an den Bostalsee bei Nohfelden in der Nähe von Trier. Fünf Tage voller Spaß und Abenteuer, aber natürlich auch die Spurensuche in der römischen Archäologie standen der Gruppe in Begleitung von Peter Behrens, Ulrike Lukassen und Stefanie Bellingen bevor. Auf der Hinfahrt gab es einen ersten Stopp am Deutschen Eck in Koblenz, wo die Schülerinnen und Schüler unter den Augen des riesigen Kaiser-Wilhelm-Standbildes sich selbstständig umsehen und Fotos machen konnten. Am Abend der Ankunft im Center Parc Bostalsee bezogen die Schüler ihre komfortabel ausgestatteten Ferienhäuser und machten sich danach vom Park einen ersten Eindruck.

(mehr …)

VIEL SPASS BEI DEN LATEINKLASSEN

Fahrt der Lateinklassen zum Bostalsee

Bericht von Gerold Paul

Nohfelden am Bostalsee/Warendorf. Südöstlich von Trier, an den Ausläufern des Hunsrücker Hochwaldes liegt der Bostalsee, mit so viel Wasser und reizvollen Uferstreifen, dass er genug Gelegenheit zu Spiel und Erholung bietet. Fuhren die Lateinschüler der achten Klassen des Mariengymnasiums Warendorf traditionell Richtung Thalfang, östlich von Trier, bezogen sie in diesem Jahr zum zweiten Mal nach 2017 die südlicher gelegene, weitläufige Ferienanlage des Center Parcs Bostalsee. Selbstverständlich gehörte Trier und den Sehenswürdigkeiten der Antike ein fester Platz im Programm dieser Fahrt. Wer an der Trierfahrt teilnimmt, bekommt nicht nur das Amphitheater, sondern auch die kaiserliche Palastaula in der Konstantinbasilika, die Stadtwache in der Porta Nigra, das römische Badewesen in den Kaiserthermen zu Gesicht. Zum Teil wurden die Führungen von den Schülern durch Referate selbst übernommen, zum Teil durch für die Stadt Trier arbeitende Schauspieler im Römerkostüm zu spannenden Vorführungen gestaltet.

(mehr …)

Fama, Fake News und künstliche Frauen

Haben ihre Begeisterung für das wissenschaftliche Arbeiten entdeckt: Pia Buschermöhle und Luzie Smotzok in den Räumen der Klassischen Philologie in Münster (v. l.); Foto: Gerold Paul.

Zwei Schülerinnen der Q1 nehmen am landesweit ausgetragenen Wettbewerb der Alten Sprachen, am Certamen Carolinum teil.

Bericht von Gerold Paul

Warendorf. Münster. Der landesweit ausgetragene Wettbewerb in den Alten Sprachen, Certamen Carolinum, geht am Mariengymnasium Warendorf in sein zweites Jahr. Thematisch geht es in diesem Jahr um Fama, Fake News und künstliche Frauen. Pia Buschermöhle und Luzie Smotzok, Schülerinnen des Mariengymnasiums und des Laurentianum, haben in der letzten Ferienwoche in den Bibliotheken der Universität Münster recherchiert, was sie für die Ausarbeitung ihrer Wettbewerbsbeiträge benötigen. Der für den Wettbewerb zuständige Lateinlehrer Gerold Paul vom Mariengymnasium und Carina Schlüppmann, die 2016 ihr Abitur am Mariengymnasium gemacht hat und nun Klassische Philologie in Münster studiert, haben ihnen dabei geholfen.

Als Colin Powell, der ehemalige Außenminister der USA, der Welt verkündete, im Irak gebe es Massenvernichtungswaffen, stützte er sich auf Falschmeldungen. Colin Powell schwor damit die Welt auf den lange Jahre währenden Irakkrieg ein. Wenn in der aktuellen Berichterstattung von Fake News gesprochen wird, dann sind meist auch deren verheerende Folgen gemeint. Immer wieder stellt sich die Frage, ob eine vom Hörensagen gestützte Geschichte Wahrheit beanspruchen darf, welchen Schaden sie anrichten kann. So groß ist der Unterschied zwischen den aktuellen „alternativen Fakten“ und den Falschmeldungen in der Antike dabei nicht, wie Pia Buschermöhle weiß. Als Sinon, unter dem trojanischen Pferd stehend, das Gerücht in die Welt setzt, die Griechen hätten sich von Troja zurückgezogen, bereitet er dessen Ende vor. Aber nicht nur den Dichtern, selbst den Geschichtsschreibern gefiel es, Gerüchte in ihre Werke aufzunehmen. Manche haben geradezu eine Schwäche für Gerüchte. Denn Gerüchte sind vor allem interessant und verbreiten sich schnell. Pia Buschermöhle: „Der römische Dichter Vergil hat diesen Vorgang in der Gestalt der Fama dargestellt, die durch die Städte geht und wahre oder erfundene Botschaften verkündet. Fama hat ein furchterregendes Aussehen, mit sehr vielen Augen, Ohren, Mündern und Zungen an ihrem Körper. Auch Famas Größe ist beachtlich, denn das schnell wachsende Ungeheuer steht sowohl mit den Füßen auf dem Boden als auch mit dem Kopf in den Wolken.“

(mehr …)

Wie Römer an der Mosel

Trierfahrt der 8. Klassen

Bericht von Gerold Paul

Führten die Trierfahrten in den Jahren zuvor in den Ferienpark Himmelberg, ging es in diesem Jahr für die Lateinschüler der achten Klasse in die Unterkünfte des Center Parcs Bostalsee. Aufgrund der Insolvenz der alten Anlage mussten neue Häuser gefunden werden. Die Jugendlichen wurden in hellen Wohnungen mit eigenen Küchen untergebracht und konnten sich, wie auf den Trierfahrten seit Jahren üblich, selbst versorgen. Laut der Schülerin Pauline Kottenstede hat dies in den neuen Wohnungen auch funktioniert: „Meine Freundinnen und ich haben uns sehr gut verstanden und im Haushalt bestens zusammengearbeitet. Die Zimmer waren sehr schön eingerichtet.“ „Die Ferienanlage Himmelberg in Thalfang war etwas idyllischer und ruhiger gelegen“, räumte Lateinlehrerin Svenja Skall ein. Dass die Fahrt trotz der neuen Umgebung entspannt verlief, lag vor allem an der guten Kooperation zwischen Schülern und Lehrern. Diese präsentierten den Schülern ein vielseitiges Programm. Pauline haben vor allem der Besuch der Gladiatorenschule im antiken Amphitheater und die Ausstellungen im Landesmuseum gefallen. Sie erzählt, wie anschaulich der Schauspieler Jan Krüger in der Rolle eines Gladiators das Leben in der Arena und im Ludus dargestellt habe. In der Stadt selbst haben die Schüler Referate zu allen Baudenkmälern gehalten, die zum Unesco-Weltkulturerbe gehören. Außerdem wurde eine Bootsfahrt auf der Mosel von Cochem nach Beilstein unternommen. Denn die Schönheit der Mosel ist bereits von den Römern besungen worden.

Mit Latein zum Erfolg

20170825-144347.jpg
Weitere Lateinschüler drücken Adrian die Daumen für den Landeswettbewerb: Lara Piche, Clara Menkhoff, Adrian Grimpe, Niklas Nährig (v. links).

Marienschüler Adrian Grimpe kommt beim Wettbewerb der Alten Sprachen in die zweite Runde

Bericht von Gerold Paul

Von der Zukunft der lateinischen Sprache an den Schulen ist oft die Rede. Manchen, die Kenntnisse in der Sprache als Voraussetzung des Studiums brauchen, erscheint sie als unvermeidliches Übel. Es gibt jedoch zumindest an den Warendorfer Gymnasien regelmäßig Kurse, die auch im Abitur nicht ohne Latein auskommen möchten. Adrian Grimpe beispielsweise, Schüler des Mariengymnasiums, ist überzeugt, dass Latein nichts von seiner Bedeutung für das Wissen um die gemeinsame Kultur Europas und Amerikas verloren hat. In seiner Facharbeit hat er die Frage erörtert, ob Cincinnatus, ein Freiheitsheld der Römer, der als Bauer vom Pflug weg in das höchste Staatsamt berufen worden ist, George Washington, dem Freiheitshelden der USA, als Vorbild gedient haben könnte. Latein ist für ihn, das merkt man Adrian an, keine Sprache, die er hinter sich bringen möchte. Wenn er im nächsten Jahr das Abitur besteht, wird er zwei Jahre länger Latein gelernt haben, als zum Erwerb des Latinums erforderlich sind. Neu in seinem Fall ist, dass ein Schüler des Mariengymnasiums mit seiner Facharbeit am landesweiten Wettbewerb der Alten Sprachen, Certamen Carolinum, teilgenommen hat. Interessant sind die Preise, die bei diesem Wettbewerb ausgeschrieben sind, vor allem als erster Preis eine Aufnahme in die Studienstiftung des deutschen Volkes. Adrian ist bereits eine Runde weitergekommen, da seine Facharbeit sehr gut bewertet worden ist. Es bleiben zwei weitere Runden, bei denen eine Übersetzungsklausur und, in der letzten Runde, ein Kurzvortrag mit anschließendem Kolloquium über ein frei gewähltes Thema aus dem Bereich der Alten Sprachen vorgesehen sind. Am kommenden Dienstag, 29. August, findet die Übersetzungsklausur im Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium Münster statt. Adrian ist gespannt, was ihn dabei erwartet. Sein Lateinkurs und sein Lateinlehrer Gerold Paul wünschen ihm auch für diese Runde viel Erfolg.

 

 

 

Termine

Archiv