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Archiv der Kategorie: Religion

EIN PAAR LIEBE WORTE ZU WEIHNACHTEN

Religionskurs des Mariengymnasiums schreibt Weihnachtskarten an die Bewohner des Seniorenheims an der Emspromenade

Von Christina Kurpiers

Religionslehrerin Christina Kurpiers überlegte nicht lange: „Während ich über die alljährliche Nikolausaktion der Schülervertretung am Mariengymnasium nachdachte, auf die sich alle immer unglaublich freuen, kam mir der Gedanke, dass es noch viel mehr Menschen gibt, denen eine Karte mit lieben Worten und Wünschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern würde.“  So beschloss sie gemeinsam mit ihrem Religionskurs der Jahrgangsstufe 7, der den Gedanken direkt begeistert aufnahm, Weihnachtskarten für die Bewohner des Seniorenheims an der Emspromenade zu schreiben. Diese sollten vor allem den Menschen dort zukommen, die viel allein sind, kaum oder gar keinen Besuch bekommen und auch an den Weihnachtstagen nicht nach Hause geholt werden.

„Wir möchten für die Bewohner wenigstens ein wenig Licht in diese durch die Pandemie bestimmte Weihnachtszeit bringen, in der sie sich noch einsamer als sonst fühlen“, war die einhellige Meinung des Kurses.

Sozialdienstleiterin Lisa Goebeler freute sich sehr über die liebevoll gestalteten Karten der Schülerinnen und Schüler. Es wurde auf diese Weise ein Zeichen der Menschlichkeit gesendet, welches unter anderem im Schulmotto des Mariengymnasiums zu finden ist.

SCHREIBTALENT ENTDECKT BEIM ECKENROTHER NACHWUCHSPREIS

Charlotte Sophia Klein ist Preisträgerin des diesjährigen Literaturpreises der Eckenroth Stiftung

Von Gerold Paul

Warendorf. Nicht immer ergibt sich die Gelegenheit zum literarischen Schreiben im Unterricht. Ein Buch über das Leben des Jungen Pierre-Anton, die 2010 erschienene Parabel „Nichts“ der dänischen Schriftstellerin Janne Teller, hat für die heute fünfzehnjährige Charlotte Sophia Klein im Religionsunterricht am Mariengymnasium den Auslöser bedeutet, sich mit ihren eigenen Gedanken über die Bedeutung des Lebens in selbst erfundenen Geschichten auseinanderzusetzen. Wie leicht ihr das gelingt, macht die sprechende Elster aus ihrer ersten Erzählung deutlich. Der Ich-Erzähler entdeckt in einem Baum hinter sich eine Elster: „Ich blickte den Vogel lange an. Seine klaren Augen spiegelten die Sonne wider und schienen mich genauso zu mustern. Ich lächelte – der Vogel lächelte zurück.“ Krächzend argumentierend macht der schwarz-weiße Vogel darauf dem Ich-Erzähler klar, dass nichts im Leben eine Bedeutung hat, worauf dieser sich zu einem folgenschweren Schritt entschließt.

Gerold Paul, Charlotte Sophias Lehrer am Mariengymnasium, gefiel ihre Erzählung dermaßen gut, dass er der literarisch interessierten Schülerin ein halbes Jahr später vorschlug, einen weiteren Text als Beitrag für den bundesweit ausgeschriebenen Nachwuchspreis der Eckenroth Stiftung in Rheinland-Pfalz einzureichen. Die Vierzehnjährige wählte das Thema „Freundschaft kennt keine Grenzen“. Die Geschichte, die dabei entstand, ist kompliziert, denn erzählt wird von Gewalt, Missbrauch und psychischer Erkrankung, Erfahrungen, die eine Freundschaft auseinanderbringen können. Einhellig überzeugt zeigte sich die Jury der Eckenroth Stiftung von diesem Beitrag und erklärte Charlotte Sophia neben fünf weiteren Schülerinnen und Schülern zur Preisträgerin des Wettbewerbs. Die Preisverleihung fand am 28. August statt.

Förderung des literarischen Nachwuchses seit 1998

Inzwischen hat Charlotte Sophia Klein auf Einladung der Stiftung an einem literarischen Schreibtraining im idyllisch gelegenen Stiftungshaus in Eckenroth teilgenommen, bei welchem sie einige Kniffe professioneller Autoren kennenlernen und sich mit Gleichgesinnten austauschen konnte. Das intensive Schreibtraining kann die Marienschülerin nur empfehlen: „Es war eine unglaublich tolle Erfahrung, und dieser kleine Ort hat schon fast etwas Magisches an sich! Bei dem Training habe ich dann mit einer anderen Gewinnerin das Schreiben geübt und einige Tipps und Tricks gelernt – wir haben die Gedanken fließen lassen.“ Das Mariengymnasium gratuliert Charlotte Sophia herzlich zu ihrem ersten literarischen Preis. Die Geschichten der Preisträger sind auf der Internetseite der Stiftung zu finden:

https://www.eckenroth.art

Geschichten der Preisträger

GLAUBENSZEUGE ZU BESUCH

Schulseelsorger Jens Hagemann besucht Religionskurse des Mariengymnasiums

Von Marina Pienkowski


Im Rahmen einer Unterrichtsreihe zum Thema „Glaubenszeugen“ hat Schulseelsorger Jens Hagemann einige katholische Religionskurse des Mariengymnasiums besucht, so auch in der vergangenen Woche einen Religionskurs der siebten Jahrgangsstufe. Alle Schülerinnen und Schüler des Kurses hatten sich zuvor mit Glaubenszeugen aus Geschichte und Gegenwart auseinandergesetzt, und im Anschluss daran wurde mit Fußballtrainer Jürgen Klopp jemand in den Blick genommen, der in heutiger Zeit seinen Glauben aktiv lebt und davon auch in der Öffentlichkeit berichtet. Die Schülerinnen und Schüler hatten sich außerdem die Frage gestellt, wer in ihrem eigenen Leben ein Glaubenszeuge oder eine Glaubenszeugin ist.

Schulseelsorger mit YouTube-Kanal

Zum Abschluss der Unterrichtseinheit kam Schulseelsorger Jens Hagemann in den Unterricht, um den interessierten Schülerinnen und Schülern Rede und Antwort zu stehen. Ihm wurden zahlreiche Fragen zu seinem Beruf und zu seinem Verständnis von Glauben gestellt. So wurde zum Beispiel gefragt, was einen Glaubenszeugen ausmache. Ein Glaubenszeuge zu sein, bedeutet aus Hagemanns Sicht, vom eigenen Glauben und von Gott zu erzählen. Besonders in Corona-Zeiten sei dies wichtig. Um Menschen vom Glauben zu erzählen, gehe er auch neue Wege, wie zum Beispiel mit seinem YouTube-Kanal „Schulseelsorge on tour“ oder mit selbst verfassten Preacher Slams. „Jede und jeder, Laie oder Kirchenprofi, jung oder alt, gläubig oder zweifelnd, ob mit oder ohne Predigterfahrung, stellt sich dabei der Aufgabe, ein Glaubensthema nach seinen persönlichen Vorstellungen aufzugreifen und den Zuhörern zu präsentieren.“ Einen solchen, den Poetry Slams vergleichbaren, Preacher Slam trug Jens Hagemann dann auch spontan vor und hat die Schülerinnen und Schüler damit begeistert. Insgesamt hat der Schulseelsorger mit seiner offenen Art, mit dem ein oder anderen Scherz und seinen ehrlichen und persönlichen Antworten gezeigt, was es bedeutet, heute ein Glaubenszeuge zu sein und von seinem Glauben zu erzählen.


GESPRÄCH IN DER MOSCHEE

Sechstklässler des Mariengymnasiums besuchen Warendorfer Moschee

Bericht von Gerold Paul

Warendorf. Der Islam ist seit ungefähr 50 Jahren in Deutschland präsent. Die Moschee ist seitdem mancherorts an die Seite der Kirche getreten. Trotzdem dürfte sie vielen weiterhin unbekannt sein. Zwei sechste Klassen des Mariengymnasiums besuchten jetzt die Warendorfer Moschee, um einen typischen muslimischen Gebetsraum kennen zu lernen.

Erst verhältnismäßig spät setzte der Bau von Moscheen im deutschen Kulturraum ein. 1732 ließ Friedrich Wilhelm I. von Preußen für 20 seiner türkischen Gardesoldaten einen Gebetssaal errichten. Großer Bedarf an Moscheen war in den deutschen Ländern offenbar für die nächsten zweihundert Jahre nicht vorhanden. Inzwischen dürfte die Zahl der islamischen Gotteshäuser in Deutschland aber in die Tausende gestiegen sein. De facto ist diese Zahl nicht belegt, was aber nicht heißt, dass die Menge der Moscheen in Deutschland unzählig wäre. Laut einer Schätzung der Wochenzeitschrift „Die Zeit“ vom 24.6.2016 dürfte die Zahl 2750 betragen. Demgegenüber gebe es rund 45.000 christliche Gotteshäuser, hieß es, also sechzehnmal so viel. Die vorsichtige Schätzung der „Zeit“ zeigte, dass die Zahl der kleineren Moscheen, der Moscheen ohne Minarett und Kuppel, nicht bekannt ist. Eine solche Moschee ohne die typischen äußeren Merkmale befindet sich auch in Warendorf. Sie wurde vor 30 Jahren an der Wallpromenade eingerichtet und dient seitdem den Muslimen in Warendorf und Sassenberg als Gebetsraum. Zwei sechste Klassen des Mariengymnasiums besuchten jetzt diesen Gebetsraum, um sich ein genaueres Bild von dem Gebetsritus innerhalb einer Moschee zu verschaffen.

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