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Archiv der Kategorie: Religion

GLAUBENSZEUGE ZU BESUCH

Schulseelsorger Jens Hagemann besucht Religionskurse des Mariengymnasiums

Von Marina Pienkowski


Im Rahmen einer Unterrichtsreihe zum Thema „Glaubenszeugen“ hat Schulseelsorger Jens Hagemann einige katholische Religionskurse des Mariengymnasiums besucht, so auch in der vergangenen Woche einen Religionskurs der siebten Jahrgangsstufe. Alle Schülerinnen und Schüler des Kurses hatten sich zuvor mit Glaubenszeugen aus Geschichte und Gegenwart auseinandergesetzt, und im Anschluss daran wurde mit Fußballtrainer Jürgen Klopp jemand in den Blick genommen, der in heutiger Zeit seinen Glauben aktiv lebt und davon auch in der Öffentlichkeit berichtet. Die Schülerinnen und Schüler hatten sich außerdem die Frage gestellt, wer in ihrem eigenen Leben ein Glaubenszeuge oder eine Glaubenszeugin ist.

Schulseelsorger mit YouTube-Kanal

Zum Abschluss der Unterrichtseinheit kam Schulseelsorger Jens Hagemann in den Unterricht, um den interessierten Schülerinnen und Schülern Rede und Antwort zu stehen. Ihm wurden zahlreiche Fragen zu seinem Beruf und zu seinem Verständnis von Glauben gestellt. So wurde zum Beispiel gefragt, was einen Glaubenszeugen ausmache. Ein Glaubenszeuge zu sein, bedeutet aus Hagemanns Sicht, vom eigenen Glauben und von Gott zu erzählen. Besonders in Corona-Zeiten sei dies wichtig. Um Menschen vom Glauben zu erzählen, gehe er auch neue Wege, wie zum Beispiel mit seinem YouTube-Kanal „Schulseelsorge on tour“ oder mit selbst verfassten Preacher Slams. „Jede und jeder, Laie oder Kirchenprofi, jung oder alt, gläubig oder zweifelnd, ob mit oder ohne Predigterfahrung, stellt sich dabei der Aufgabe, ein Glaubensthema nach seinen persönlichen Vorstellungen aufzugreifen und den Zuhörern zu präsentieren.“ Einen solchen, den Poetry Slams vergleichbaren, Preacher Slam trug Jens Hagemann dann auch spontan vor und hat die Schülerinnen und Schüler damit begeistert. Insgesamt hat der Schulseelsorger mit seiner offenen Art, mit dem ein oder anderen Scherz und seinen ehrlichen und persönlichen Antworten gezeigt, was es bedeutet, heute ein Glaubenszeuge zu sein und von seinem Glauben zu erzählen.


GESPRÄCH IN DER MOSCHEE

Sechstklässler des Mariengymnasiums besuchen Warendorfer Moschee

Bericht von Gerold Paul

Warendorf. Der Islam ist seit ungefähr 50 Jahren in Deutschland präsent. Die Moschee ist seitdem mancherorts an die Seite der Kirche getreten. Trotzdem dürfte sie vielen weiterhin unbekannt sein. Zwei sechste Klassen des Mariengymnasiums besuchten jetzt die Warendorfer Moschee, um einen typischen muslimischen Gebetsraum kennen zu lernen.

Erst verhältnismäßig spät setzte der Bau von Moscheen im deutschen Kulturraum ein. 1732 ließ Friedrich Wilhelm I. von Preußen für 20 seiner türkischen Gardesoldaten einen Gebetssaal errichten. Großer Bedarf an Moscheen war in den deutschen Ländern offenbar für die nächsten zweihundert Jahre nicht vorhanden. Inzwischen dürfte die Zahl der islamischen Gotteshäuser in Deutschland aber in die Tausende gestiegen sein. De facto ist diese Zahl nicht belegt, was aber nicht heißt, dass die Menge der Moscheen in Deutschland unzählig wäre. Laut einer Schätzung der Wochenzeitschrift „Die Zeit“ vom 24.6.2016 dürfte die Zahl 2750 betragen. Demgegenüber gebe es rund 45.000 christliche Gotteshäuser, hieß es, also sechzehnmal so viel. Die vorsichtige Schätzung der „Zeit“ zeigte, dass die Zahl der kleineren Moscheen, der Moscheen ohne Minarett und Kuppel, nicht bekannt ist. Eine solche Moschee ohne die typischen äußeren Merkmale befindet sich auch in Warendorf. Sie wurde vor 30 Jahren an der Wallpromenade eingerichtet und dient seitdem den Muslimen in Warendorf und Sassenberg als Gebetsraum. Zwei sechste Klassen des Mariengymnasiums besuchten jetzt diesen Gebetsraum, um sich ein genaueres Bild von dem Gebetsritus innerhalb einer Moschee zu verschaffen.

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Das Ende des arabischen Traums

Journalist Dietmar Ossenberg über religiöse Motivation und Religionsmissbrauch

Von David Feldkämper

„Ist der Islam eine friedliche Religion oder nicht?“ Dieser nicht einfachen Diskussion stellt sich am Freitag, 6. Oktober, Dietmar Ossenberg zusammen mit Oberstufenschülern des Mariengymnasiums. In der dritten und vierten Stunde berichtet der renommierte Journalist und Grimme-Preisträger vor Schülern des Einführungsjahrgangs über seine langjährigen Erfahrungen in den Ländern der „arabischen Welt“, religiösen Extremismus und Religionsmissbrauch.
Ermöglicht wurde dieses Zusammentreffen Ossenbergs mit Marienschülern durch ein Kooperationsprojekt mit der Volkshochschule Warendorf. Hier hält der ehemalige ZDF-Reporter schon am Vorabend einen vergleichbaren Vortrag über den Zusammenbruch staatlicher Strukturen, den Vormarsch des „Islamischen Staates“ in Syrien und Irak, menschenverachtenden Extremismus und internationalen Terrorismus – und die zweifelhafte Frage nach der religiösen Motivation. Als ehemaliger Leiter des ZDF-Studios in Kairo und langjähriger Auslandskorrespondent aus Ländern der „arabischen Welt“ gilt Ossenberg wie kaum ein anderer als Experte auf dem Gebiet.

 

Grimme-Preisträger 2015: Dietmar Ossenberg Quelle: ZDF | 09.03.2015

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