Home » MENSCHLICH

Archiv der Kategorie: MENSCHLICH

VERANTWORTUNG ÜBERNEHMEN

Achtklässler des Mariengymnasiums stellen Eltern, Lehrern und Mitschülern ihren Einsatz beim Projekt „Lernen durch Engagement“ vor.

Bericht von Gerold Paul

Der Schüler des Mariengymnasiums sieht seinem ersten Tag als ehrenamtlicher Helfer der Aktion Kleiner Prinz mit gemischten Gefühlen entgegen. Angesichts der vielen Regale in der Halle des Vereins für Kinder in Not ist Santhosh Kulasegaram, Schüler der Klasse 8E, zunächst besorgt, den Überblick zu verlieren. Unzählig viele Spenden, Spielzeug, Kleidung, Möbelstücke, warten darauf, an hilfsbedürftige Kinder in den Kriegs- und Katastrophengebieten der Welt verteilt zu werden. Was wird direkt mit auf den Transport genommen, zum Beispiel bei der Weihnachtspäckchenaktion, was wird auf dem alljährlichen Flohmarkt umgesetzt, um Geld für Spenden zu erhalten? Für welches Alter und Geschlecht sind die Spielzeuge geeignet, sind sie intakt? „Es ist wichtig, dass jemand die Sachen vorher sortiert!“, blickt Santhosh auf seine Tätigkeit bei der Aktion Kleiner Prinz zurück. Sein ehrenamtlicher Einsatz hat sich in seinen Augen auch für ihn persönlich gelohnt. Bei jedem weiteren Mal in den vergangenen Wochen habe er gelernt, mehr Verantwortung zu übernehmen.

(mehr …)

WEIHNACHTSPÄCKCHEN FÜR KINDER IN NOT

Weihnachtspäckchenaktion der Aktion Kleiner Prinz

Das Mariengymnasium beteiligt sich auch in diesem Jahr wieder an der Weihnachtspäckchenaktion der Aktion Kleiner Prinz. Die Päckchen sind für bedürftige Kinder in Rumänien bestimmt. Die Päckchen werden zunächst in den Klassenräumen gesammelt. Am kommenden Dienstag, dem 27. November, werden die Päckchen dann in die Aula gebracht, bevor sie einen Tag darauf, am Mittwoch, dem 28. November, abgeholt und nach Rumänien gebracht werden.

Viele Grüße von der SV
Merlin Marggraf und Wiebke Scholte-Meyerink

Weitere Informationen zum Download:

Brief der Aktion Kleiner Prinz

DAS DARF NICHT IN VERGESSENHEIT GERATEN

Ausstellung im Mariengymnasium über die Projektfahrt nach Auschwitz

Bericht von Mira Eggersmann und Gerold Paul

In der Reihe von Katastrophen, die die deutsche Geschichte bereithält, ist die Katastrophe von Auschwitz beispiellos, handelt es sich bei ihr doch, wie Hannah Arendt es anlässlich des Prozesses gegen Adolf Eichmann ausdrückte, um einen „Verwaltungsmassenmord“ an den Juden. „Das darf nicht in Vergessenheit geraten!“, betonte Lea Kurzhals, Schülerin der Q1 des Mariengymnasiums. Sie gehört zu der Projektgruppe ihrer Jahrgangsstufe, die sich im September im Rahmen einer Studienreise nach Krakau – die vom Kulturreferat für Westpreußen, Posener Land und Mittelpolen bezuschusst und von dessen Kulturreferentin Magdalena Oxfort (M. A.) organisiert und begleitet wurde – über die unvorstellbaren Verhältnisse in dem Lager Auschwitz-Birkenau informiert hat. Lebende Zeugen aus der Zeit des Lagers sind kaum noch zu finden. Daher ist es notwendig, dass spätere Generationen sich selber ein Bild von den Geschehnissen machen. Für eine Ausstellung, die der gesamten neunten Jahrgangsstufe des Mariengymnasiums am vergangenen Freitag, dem 9. November, präsentiert wurde, haben die Projektschüler ihre Eindrücke von dem Besuch in Auschwitz-Birkenau in Filmen und Plakaten zusammengefasst. Der Tag der Ausstellung sei bewusst gewählt, bemerkte Kursleiterin Sandra Benteler. 9. November 1918, 1923, 1938, 1989: Mit diesem Tag sind viele Ereignisse der jüngeren und älteren Geschichte Deutschlands verbunden. Der 9. November gilt als „Schicksalstag“ der Deutschen.

(mehr …)

NIE WIEDER AUSCHWITZ

Bericht über die Reise des Projektkurses nach Krakau/Gedenkstätte Auschwitz vom 4.9. – 8.9.2018

Im September hat der Projektkurs „Nie wieder Auschwitz – Erinnern gegen das Vergessen“ der Q1 des MGW eine Reise nach Krakau mit dem Besuch der Gedenkstätten Auschwitz und Auschwitz-Birkenau unternommen.

Bericht von Jossi Pelke, Dominik Blagojevic und Stine Schöning

Den ersten Abend, nachdem wir am Hostel eingecheckt hatten, verbrachten wir alle gemeinsam und gingen Essen. Dabei durften wir traditionelle jüdische Spezialitäten in einem Restaurant kennen lernen.
Am nächsten Tag ging es schon früh los. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg Richtung Gedenkstätte Auschwitz. In Anbetracht dieses Besuches stellten sich viele von uns Fragen. Wie soll man reagieren, was soll man denken oder sagen und wie werden wir reagieren. Somit gingen alle mit gemischten Gefühlen zum Eingang. Nachdem wir den Sicherheitscheck durchlaufen hatten, ging die insgesamt sechsstündige Führung los. Das erste, was uns erwartete, war der große Schriftzug „Arbeit macht frei“. So wurde aus den Schwarz-Weiß-Bildern des Geschichtsbuches Realität. Alle lauschten aufmerksam der Dame, die die Führung machte. Ein mulmiges Gefühl machte sich bei uns breit, als wir das Eingangstor durchquerten. Der erste Eindruck war eine gepflegte Anlage und Sonnenstrahlen, die zwischen den Blocks hervorkamen. Das genaue Gegenteil zu der Geschichte und zu dem, was wir zuerst erwartet hatten. Jedoch verschwand das Gefühl mit dem Betreten der Blocks, in denen verschiedene Ausstellungen gezeigt wurden. Mit zunehmender Zeit in dem Stammlager wurde einem bewusst, welches Ausmaß diese Geschichte hatte. Schlagartig kam die Bedrücktheit, die man vorher erwartet hatte, als wir einen Raum betraten, in dem die Haare der Menschen lagen, die im KZ gelebt hatten und zu Tode gekommen waren und die zu einem hohen Berg aufgetürmt wurden. Unvorstellbar für manche, dass diese Haare Menschen gehört haben, die sinnlos, brutal und einfach nur erschreckend zu Tode gekommen sind. Nach und nach durchliefen wir weitere Räume, in denen Prothesen, Töpfe, Bilder von Angehörigen und andere Wertgegenstände der Gefangenen auf einem großen Berg lagen.

(mehr …)

DIE FLUCHT IN DEN WESTEN

Eingangstor © Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen/Gvoon

Gespräch mit der Zeitzeugin Katharina Leendertse im Mariengymnasium Warendorf

Bericht von Gerold Paul, Johanna Oortmann und Marlena Wörmann

Berlin/Warendorf. In Deutschlands Hauptstadt stößt man an vereinzelten Stellen noch auf Mauerreste, ehemals Bestandteile einer umfangreichen Grenzanlage, deren Sinn der Besucher nur mit zusätzlicher Hilfe erschließen kann. An dieser im Jahr 1961 errichteten Grenze wurde am Valentinstag des Jahres 1964 Katharina Lässig für ein halbes Jahr ihrer Freiheit beraubt – fast sogar ihrer Aussicht auf ein gemeinsames Leben mit ihrem damaligen Verlobten Albert Leendertse. Das Paar lebt heute im Warendorfer Süden.

Die Grenze, die Deutschland teilte, ist aus dem Bewusstsein gerückt. Deshalb fällt es heutigen Schülern schwer, sich das Leben diesseits und jenseits der Grenze vorzustellen. Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien hat deshalb ein Koordinierendes Zeitzeugenbüro (KZB) als zusätzliches Angebot der politischen Bildung eingerichtet. Es dient als gemeinsame Servicestelle der Bundesstiftung Aufarbeitung, der Stiftung Berliner Mauer und der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Das Büro ermöglicht es Schulen, DDR-Zeitzeugen in den Unterricht einzuladen. Eine dieser Zeitzeugen ist die Warendorferin Katharina Leendertse, geborene Lässig.

(mehr …)

Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe

Willkommen bei der Flüchtlingshilfe Westkirchen: Ali Hazrathy und Channah Pelke.

Lernen durch Engagement in den achten Klassen

Von Cordula Mense-Frerich

Zur Abschlussfeier des Projekts „Lernen durch Engagement“ hatten auch in diesem Jahr wieder viele Eltern der Achtklässler den Weg in das Mariengymnasium gefunden. Motiviert und überzeugend präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihre Erfahrungen, die sie in einer Einrichtung ihrer Wahl (z. B. Fußballverein, Bücherei, Flüchtlingshilfe, Hundeasyl) gemacht hatten und ernteten dabei viel Lob für ihren Einsatz. Als besondere Belohnung schmeckte allen trotz der eisigen Temperaturen das Eis vom Eiswagen.

Es folgt der Bericht von Channah Pelke:

Im Rahmen des Sozialen Lernens habe ich mich bei der Flüchtlingsinitiative Westkirchen engagiert. In Westkirchen kamen im Jahr 2015 45 Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan, dem Kosovo, Georgien, Armenien, Albanien und dem Irak an. Es leben hauptsächlich Familien und vier alleinreisende Geschwister aus dem Irak in unserer Gemeinde. Die Familien aus Albanien, Armenien, Georgien und dem Kosovo sind in ihre Heimatländer zurückgekehrt, da sie keine Chance auf Asyl hatten. Die Flüchtlingsinitiative entstand auf Initiative der Kolpingsfamilie und organisiert gemeinsame Treffen. So zum Beispiel das Flüchtlingscafe, bei dem sich Flüchtlinge und Ehrenamtliche einmal im Monat im Pfarrheim der Gemeinde treffen. Es werden Spiele gespielt, Kontakte geknüpft und Kaffee getrunken und Kuchen gegessen. An den meisten Treffen habe ich auch teilgenommen. Fast alle Menschen waren sehr offen und freundlich. Ich habe sehr engagierte Helfer getroffen. Die meiste Zeit habe ich mit den Kindern gespielt.

(mehr …)

Termine

Archiv