TRAUER UM JOACHIM KRAHN

Das Mariengymnasium verliert den geschätzten Ruheständler Joachim Krahn

Von Walter Schmalenstroer und Dr. Sabine Schöneich

Am 27. Juni 2022 verstarb Joachim Krahn im Alter von 81 Jahren. Das Mariengymnasium trauert um den Lehrer für Erdkunde und Geschichte, der 34 Jahre am Mariengymnasium unterrichtete.

Joachim Krahn wurde am 28. Mai 1941 in Breslau geboren. Nach der Flucht nach Westdeutschland siedelte sich seine Familie zunächst in Senden, dann in Dortmund an. Dort besuchte er nach seiner Volksschulzeit das mathematisch-naturwissenschaftliche Helmholtz-Gymnasium, wo er im Jahr 1962 die Abiturprüfung ablegte. Von 1962 bis 1969 studierte er an der Westfälischen Wilhelmsuniversität in Münster die Fächer Mathematik, Geographie und Geschichte. Während seines Studiums lernte er seine Frau kennen und heiratete sie am 19.12.1968. Nach bestandenem Examen absolvierte er in Recklinghausen sein Referendariat, das er 1970 mit der pädagogischen Prüfung erfolgreich abschloss. Am 1. Februar 1971 begann er als Studienassessor mit den Fächern Erdkunde und Geschichte seine Lehrtätigkeit am Mariengymnasium Warendorf. In der Unterstufe unterrichtete er damals in Zeiten des Lehrermangels auch fachfremd Mathematik und Politik.1974 wurde er zum Studienrat ernannt und 1979 zum Oberstudienrat befördert.

Erdkunde war sein besonderes Lieblingsfach. So leitete er die Erdkundesammlung und übernahm den Fachvorsitz. Er konnte Schülerinnen und Schüler für erdkundliche Themen stark begeistern. Dies gelang ihm nicht zuletzt durch häufige Exkursionen und Studienfahrten, die stets fachlich gut vorbereitet waren. Seine Menschlichkeit machte es ihm leicht, Zugang zu Schülerinnen und Schülern zu finden. Im Unterricht herrschte stets eine entspannte, freundliche und fröhliche Atmosphäre; er lockerte den Unterricht mit Anekdoten und Witzen auf und es wurde immer viel gelacht. Stets standen aber dabei das Thema und das Lernen im Mittelpunkt.

Er fühlte sich immer für die Schule als Ganzes verantwortlich. So ist es kein Wunder, dass er auch weitere Aufgaben übernahm: Lange Jahre hindurch betreute er höchst engagiert die audio-visuellen Medien der Schule, eine nicht immer ganz einfache Aufgabe. Er war Stufenleiter in der reformierten Oberstufe, eine Tätigkeit, die viel Verwaltungsfähigkeiten und gleichzeitig Kommunikationskompetenzen und pädagogisches Geschick erforderte. Er vertrat die Schule in der Schulkonferenz, in der er von Eltern, Schülerinnen, Schülern und vom Kollegium sehr geschätzt wurde und anerkannt war. Bekannt war er auch als guter Feldspieler der Fußballmannschaft des Kollegiums, mit der er viele Erfolge errang.

Am 31.7.2005 trat er nach 34 Jahren Schuldienst in den Ruhestand. Die gewonnene Zeit nutzte er vor allem für seine Familie, die auch während seiner Dienstzeit eine wichtige Rolle spielte. 1979 und 1980 wurden die Kinder Sabine und Michael geboren, die in der Zwischenzeit wieder mit ihren Familien zurück ins Münsterland gekommen sind. Ihre Familien und die Enkelkinder waren ein ständiger Quell der Freude für ihn. Die Familie hat mit seinem Tod einen großen Verlust erlitten.