Home » Ehemalige

Archiv der Kategorie: Ehemalige

PENSIONÄRE TREFFEN SICH

Pensionärstreffen am Mariengymnasium

Von Gerold Paul

Die ehemaligen Lehrerinnen und Lehrer des Mariengymnasiums trafen sich am vergangenen Donnerstag, um sich über aktuelle Ereignisse im Schulleben zu informieren. Schulleiterin Uta Schmitz-Molkewehrum teilte zunächst über den Tag der offenen Tür mit, der ein positives Echo bei den Besuchern, den Grundschülern und ihren Eltern, gefunden habe. Die Schule habe ihr vielfältiges Angebot präsentiert und vor allem ihr Leitbild „Menschlich – Gemeinschaftlich – Weltoffen“ vermitteln können. Im kommenden Jahr stehe die erneute Rezertifizierung des Mariengymnasiums als Europaschule bevor. Die zahlreichen Besucher des Tages der offenen Tür hätten bereits die an den Glastüren der Schule neu angebrachten Schriftzüge bemerkt, die auf dieses wichtige Ereignis hinweisen. In allen Sprachen Europas werden die Schüler, Lehrer und Besucher des Mariengymnasiums jetzt willkommen geheißen. Uta Schmitz-Molkewehrum sprach außerdem die bauliche Erweiterung der Schule an. Laut Planung, die 2020 abgeschlossen wird, soll der Anbau als weiterer Flügel an das bestehende Gebäude angeschlossen werden. Mit der Bauphase soll 2021 begonnen werden. Stellvertretend für die Pensionäre sprach der ehemalige Schulleiter Hein Wilken seine Freude über die positive Entwicklung aus, die am Mariengymnasium zu erleben sei. Alte und neue Lehrer der Schule gedachten anschließend der vier ehemaligen Kolleginnen und Kollegen Gerhard Dietz, Gerd Kleine, Lieselotte Beckmann und Dr. Eckehard Gühne, die im Jahr 2019 verstorben sind. Das Pensionärstreffen klang mit intensiven, lebendigen Gesprächen aus, in denen nicht nur Erinnerungen an die Schulzeit thematisiert wurden.

DREI KOLLEGINNEN DES MARIENGYMNASIUMS VERABSCHIEDET

Cordula Mense-Frerich und Sigrid Schmalenstroer wurden in den Ruhestand, Silvia Laaß nach Süddeutschland verabschiedet.

Bericht von Dr. Sabine Schöneich und Gerold Paul

Auf dem Sommerfest des Lehrerkollegiums des Mariengymnasiums wurden drei Kolleginnen verabschiedet. Mit der Studiendirektorin Cordula Mense-Frerich wurde ein wahres „Urgestein“ des Kollegiums in den Ruhestand verabschiedet, die bereits ihr Referendariat am MGW absolvierte. Insgesamt unterrichtete sie 38 Jahre am Mariengymnasium die Fächer Deutsch, Geschichte und Politik mit Herzblut und hat viele Schülergenerationen in Warendorf auch als Klassenlehrerin durch die Schulzeit begleitet.

„Das MGW hat so ein schönes Motto, für das es sich einzusetzen lohnt: menschlich, gemeinschaftlich, weltoffen“, wandte sie sich im Garten des Mariengymnasiums an das Kollegium. In diesem Sinne hat Cordula Mense-Frerich Anfang der neunziger Jahre „Formen des Selbstständigen Arbeitens am MGW“ (SESAM) und das Methodentraining mit entwickelt. Ab 2003 nahm sie es in die Hand, die Schülerbücherei neu zu organisieren und stellte zusammen mit Birgit Lücke als Leiterin der Stadtbücherei Warendorf erstmalig die Kooperation zwischen der Stadtbücherei Warendorf und den angeschlossenen Schulbibliotheken als „Best practice-Beispiel“ für Bildungspartnerschaften auf einem Kongress des Bibliothekenverbandes vor. 2008 wurde das Mariengymnasium „Europaschule in NRW“. Cordula Mense-Frerich war mit großem Engagement als Leiterin der Schulprogrammgruppe daran beteiligt, die Voraussetzungen für die Zertifizierung und die Rezertifizierung, im Jahr 2014, zu schaffen.

(mehr …)

Trauer um Ursula Thier

Das Mariengymnasium trauert um Ursula Thier

Am 18. Oktober 2017 verstarb Frau Oberstudienrätin Ursula Thier. Frau Thier unterrichtete 24 Jahre lang am Mariengymnasium die Fächer Deutsch und Biologie. Das Mariengymnasium hat mit ihr eine geschätzte ehemalige Kollegin verloren.
Frau Thier wurde am 22.5.1938 in Oelde geboren. Dort wuchs sie in einer kinderreichen Familie auf. Schon in ihrer Kindheit entwickelte sie bei Wanderungen mit ihrem Vater eine große Liebe zur Natur. Nach ihrem Abitur am priv. Mädchengymnasium St. Michael in Ahlen im Jahr 1958 studierte sie dementsprechend das Fach Biologie. Ihr Interesse an Literatur bestimmte ihr zweites Studienfach Deutsch.

(mehr …)

DER HÖRFUNK-Tipp

RADIOBEITRAG mit Liesel Binzer am 30. April um 19.00 Uhr über Radio WAF

Die ehemalige Freckenhorsterin Liesel Binzer berichtet, wie Rechtsextremismus zu einer tödlichen Bedrohung für sie und ihre Familie wurde. Nachdem sie das KZ Theresienstadt überlebte, wurde sie Schülerin des Mariengymnasiums und kehrte mit über 80 Jahren Anfang April an ihre Schule zurück, um das persönlich dort noch einmal zu erzählen. In einer Bearbeitung von Klaus Aßhoff bringt der Bürgerfunk Ausschnitte des Gespräches zwischen Matthias M. Ester und der Zeitzeugin. Der Beitrag läuft am Sonntag, 30. April, um 19:00 Uhr über UKW, Kabel, Internet und die Smartphone-App von Radio WAF.

Liesel Binzer im Gespräch

Zeitzeugengespräch mit der Holocaust-Überlebenden und ehemaligen Schülerin des MGW Liesel Binzer

Bericht von Cordula Mense-Frerich

Das Zeitzeugengespräch am Dienstag, 04.04.2017, findet in der 3. und 4. Stunde für die Jahrgangsstufe EF in Raum 116/117 statt. Liesel Binzer hat das KZ Theresienstadt überlebt und 1957 ihr Abitur am Mariengymnasium – damals Marienschule – absolviert. Die Moderation des Zeitzeugengesprächs übernimmt der Historiker Matthias M. Ester vom Geschichtskontor.

Liesel Binzer, geb. Michel ist 1942 als Tochter jüdischer Eltern mit fünf Jahren von Münster aus nach Theresienstadt deportiert worden. Zusammen mit ihren Eltern überlebte sie das Konzentrationslager und kehrte in das Elternhaus ihrer Mutter nach Freckenhorst zurück. Dort besuchte sie die Grundschule, bevor sie zur damaligen Marienschule in Warendorf wechselte und dort 1957 das Abitur bestand. Liesel Binzer lebt heute in Offenbach. Aus Anlass ihres 60jährigen Abiturs wird Liesel Binzer an ihre alte Schule kommen und von ihrer Zeit in Theresienstadt berichten, aber auch von ihrer Aufnahme in Freckenhorst und an der damaligen Marienschule. Es werden auch ehemalige Mitschülerinnen von Frau Binzer anwesend sein, die sich ebenfalls an dem Zeitzeugengespräch beteiligen werden. Ein thematischer Schwerpunkt wird bei diesem Zeitzeugengespräch also auch sein, wie an unserer Schule mit der NS-Vergangenheit umgegangen wurde.

Frau Binzer arbeitet im Vorstand des Vereins „Child Survivors Deutschland“ mit. Dort haben sich Menschen zusammengeschlossen, die in der NS-Zeit als Kinder wegen ihrer jüdischen Wurzeln verfolgt wurden. Die Mitglieder verstehen sich als Zeitzeugen gegen das Vergessen, für weltanschauliche Toleranz und respektvolles Miteinander unterschiedlicher Herkunft, Religionen und Kulturen.

Das Gespräch findet in Kooperation mit der VHS Ahlen und dem Arbeitskreis „Jüdisches Leben in Warendorf“ der Altstadtfreunde Warendorf statt. Am nächsten Tag wird Frau Binzer in Ahlen im Rahmen der „Woche der Brüderlichkeit“ an Ahlener Schulen von ihrer Geschichte berichten. Vor wenigen Tagen – März 2017 – hat Liesel Binzer ihre Erinnerungen in einem kleinen Buch mit dem Titel: „Ich prägte mein Leben in – wegen – trotz Theresienstadt“ veröffentlicht.
 

Termine

Archiv