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Archiv der Kategorie: Biologie

WELT DES PLANKTONS UNTER DEM MIKROSKOP

Exkursion des Biologie-Leistungskurses der Q1 zum Heiligen Meer

Von Felicia Schirk und Leonie Wittenberg

Das Wetter spielt mit, als die zwei Boote auf den kleinen See fahren: Der strahlende Sonnenschein lässt die niedrige Außentemperatur vergessen. Doch die 18 Schülerinnen und Schüler des Mariengymnasiums in den zwei Booten leisten wichtige Forschungsarbeit, anstatt hier nur Urlaub zu machen. Der Biologie-Leistungskurs der Q1 lernte im Naturschutzgebiet „Heiliges Meer“ bei Recke Anfang März die praktischen Aspekte der Ökologie kennen. Zusammen mit Sandra Benteler und Dr. Sabine Schöneich erkundete der Kurs zweieinhalb Tage lang das Ökosystem See am Beispiel des Großen Heiligen Meers und des Erdfallsees. Dabei standen sowohl theoretische Einheiten als auch praktische Übungen auf dem Programm.

Nährsalze in See und Grundwasser

Zunächst ging es um Nährsalze in See und Grundwasser. Wasserproben mussten untersucht und verzeichnet werden: Nicht nur eine einzigartige Gelegenheit, Unterrichtsinhalt hautnah zu vermitteln, sondern auch ein wichtiger Beitrag zu den Daten der Forschungsstation. Außerdem lernten die Schülerinnen und Schüler bei einer Wanderung durch das Naturschutzgebiet die verschiedenen Vegetationszonen rund um die beiden Seen kennen.

Am zweiten Tag durfte der Kurs endlich in den kleinen Booten auf das Heilige Meer fahren, um dort Wasserproben aus verschiedenen Tiefen etwas detaillierter zu untersuchen. Die Ergebnisse wurden dann am Nachmittag unter der Leitung zweier Biologen der Forschungsstation ausgewertet und in einem Diagramm zusammengetragen. Den Höhepunkt stellte der letzte Tag dar, an dem die Gruppe unter dem Mikroskop die zahlreichen Planktonarten entdecken konnte, die sie vorher aus dem See geholt hatte.

„Ich dachte zuerst, Ökologie wäre ein langweiliges Thema, aber ich habe gelernt, dass das Ökosystem See sehr vielfältig ist, es war sehr spannend!“, fasste Hannah Behrens die Zeit an der biologischen Station zusammen. Und neben der bloßen Vermittlung von Unterrichtsstoff konnte der Kurs sich besser kennenlernen und außerdem einen guten Einblick in den Arbeitsalltag eines Biologen gewinnen.

SO LÄSST SICH DAS RAUCHEN VERHINDERN

Das Mariengymnasium nimmt zum 18. Mal an dem Nichtraucher-Wettbewerb „Be Smart – Don’t Start“ teil

Von Thomas Ormeloh/Gerold Paul

„Wer nie mit dem Rauchen angefangen hat, muss auch später damit nicht aufhören. Klingt komisch – ist aber so – und der Kerngedanke von Be Smart – Don’t Start“, sagt Dr. Eckart von Hirschhausen, der Schirmherr der Kampagne. Die Klasse 6A des Mariengymnasiums Warendorf zeigt sich überzeugt, dass sie diesen Gedanken in die Tat umsetzen kann und die Anforderungen des Wettbewerbs erfüllen wird. Die Aufgabe besteht darin, für ein halbes Jahr lang als Klassengemeinschaft komplett Nein zu sagen zu Zigaretten, E-Zigaretten, Shishas, zum Rauchen in jeder Form. „Mindestens 90 Prozent aller Schülerinnen und Schüler mussten für die Teilnahme sein, bei uns waren es alle Klassenmitglieder”, berichtet die Klasse: „Nicht allen von uns war klar, dass Rauchen auch für uns junge Menschen schon ein Problem ist.“ Insgesamt neun Klassen des Mariengymnasiums beteiligen sich am Wettbewerb.

Aktuelle Zahlen belegen, dass 8,7 Prozent der 12 bis 17-Jährigen regelmäßig (E-)Zigaretten, Wasserpfeifen, (E-)Shishas u. Ä. inhalieren. Weltweit rauchen ca. 20 Prozent der Weltbevölkerung, das sind über 1,7 Milliarden Menschen. Das Rauchen ist vor allem in den Ländern mit mittleren und niedrigen Einkommen verbreitet, Männer rauchen deutlich häufiger als Frauen.

Die Kampagne macht den Teilnehmern die Gefahren des Rauchens bewusst. Rauchen erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, außerdem kann es zu Schlaganfällen und Durchblutungsstörungen z. B. im Bereich von Armen und Beinen kommen. Das Risiko einen Herzinfarkt zu erleiden, ist etwa doppelt so groß wie bei Nichtrauchern, die Lebenserwartung von starken Rauchern ist etwa zehn Jahre geringer als bei Nichtrauchern. Jährlich sterben durch das Rauchen in Deutschland mehr Menschen als durch AIDS, Alkohol, illegale Drogen, Verkehrsunfälle, Suizide und Morde zusammen.

Die Klasse 6A des Mariengymnasiums ergänzt zur Umsetzung des Wettbewerbs: „Einmal im Monat überprüft unser Klassenlehrer auf der Grundlage unserer freiwilligen Angaben, ob wir rauchfrei geblieben sind. Wenn bei der Überprüfung mehr als 10 Prozent der Klassenmitglieder rauchen, müssen wir aus dem Projekt ausscheiden. Wir sind uns aber sicher: In unserer Klasse wird es auch nach dem Ende des Projekts keine Raucher geben.“ Das Mariengymnasium Warendorf nimmt seit dessen Einführung in NRW im Jahr 2000 an dem Wettbewerb „Be Smart – Don’t Start“ teil.

ZWEITER BLÜHSTREIFEN FÜR DIE SCHULE

Auf der Seite der Königsberger Straße ist ein neuer Blühstreifen am Mariengymnasium angelegt worden.

Von Antonia Gaida, Klasse 5B

Anfang Oktober legte meine Klasse, die Klasse 5B des Mariengymnasiums, vor dem Klassenraumtrakt eine Wildblumenwiese an, damit Insekten, wie z. B. Wildbienen, mehr Raum zum Leben finden. Organisiert und betreut wurde die Aktion von Dr. Sabine Schöneich, Paul Hartmann, dem Klimaschutzbeauftragten der Stadt Warendorf, und Tom Hofmann vom Amt für Naturschutz des Kreises Warendorf. Beaufsichtigt wurde die 5B von Peter Behrens und Dr. Schöneich, angeleitet aber durch Tom Hofmann, der Samen und Mais mitgebracht hatte. Der ungefähr 40 m lange Streifen war zuvor mit einer Fräse der Stadt im Rasen aufgebrochen worden. Als Erstes jätete und zupfte die Klasse aus der gefrästen Fläche Grasbüschel und Unkraut, das noch übrig geblieben war. Tom Hofmann mischte mit der Hilfe von zweien aus der Klasse in einer großen Schüssel die Wildblumensamen mit Maisbruch. Der Mais war dazu da, dass man sehen konnte, wohin die Samen schon gestreut waren, und dass man die Samen besser gleichmäßig über die Fläche dosieren konnte. Die Klasse hatte zu der Stunde kleine Schüsselchen mitgebracht, in die dann die Samen-Mais-Mischung verteilt wurde. Dann durfte jeder auf dem Blühstreifen den Samen gleichmäßig verteilen und über die Fläche werfen. Das hat viel Spaß gemacht. Dann durften die Schülerinnen und Schüler mit den Füßen den Samen in die Erde eindrücken, bevor sie abwechselnd zu viert die Handwalze über den langen Blühstreifen zogen. Alle, die daran teilgenommen haben, sind gespannt auf die Wildblumen, die im kommenden Frühjahr auf dem Blühstreifen wachsen werden. Tom Hofmann hatte nämlich erklärt, dass ein einfacher Rasen für die Insekten einer Wüste gleicht.

LAMBDA-PHAGEN AUF DER SPUR

Projekttag des Biologie-Leistungskurses des Mariengymnasiums im Teutolab der Universität Bielefeld

Auch Bakterien haben Feinde. Die so genannten Bakteriophagen infizieren die Bakterienzelle dabei auf recht unterschiedliche Weise. „Gemäßigt“ gehen zum Beispiel temperente Bakteriophagen wie die Lambda-Phagen vor, indem sie ihr Genom in die Wirtszelle abgeben. Das Genom wird in die Bakterien-DNA integriert, bei jeder Zellteilung vermehrt, so dass neue Viren gebildet werden. Um genau dieses Virus nachzuweisen, besuchte der Biologie-Leistungskurs der Q1 des Mariengymnasiums am Dienstag der letzten Januarwoche das Mitmach- und Experimentierlabor der Universität Bielefeld.

Das Teutolab, ein auf dem neuesten Stand der Technik ausgestattetes Labor, bietet Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, die Arbeitstechniken der Molekularbiologie und Biotechnologie auf experimentelle Art und Weise kennen zu lernen. In diesem Fall sollte der Lambda-DNA durch gentechnische Methoden wie die Restriktionsspaltung, die Polymerase-Kettenreaktion und die DNA-Gelelektrophorese auf die Spur gekommen werden. Die Lambda-Phagen wurden dabei im Elektronenmikroskop betrachtet.

Die Schülerinnen und Schüler erhielten spannende und faszinierende Einblicke in den Forschungsalltag, durften Theorie und Praxis verbinden und lernten nebenbei das Berufsbild der Biotechnologie kennen. Abgerundet wurde der Tag durch Einblicke in das Studentenleben an der Universität Bielefeld, wozu auch der Besuch der Mensa zählte.

OHNE MOOS NIX LOS!

Neun Schülerinnen und ein Schüler des MGW erfolgreich beim Wettbewerb „Bio-logisch!“ 

Von Dr. Sabine Schöneich

Vor den Sommerferien reichten neun Schülerinnen und ein Schüler aus dem Kurs Naturwissenschaften des Jahrgangs 9 des Mariengymnasiums bei Frau Dr. Schöneich ihre umfangreichen Projektmappen zum Thema „Ohne Moos nix los“ für den Wettbewerb „Bio-logisch!“ ein und erhielten nun für ihre erfolgreiche Teilnahme Urkunden. Joel Tissen und Hannah Leson wurde eine besonders erfolgreiche Teilnahme attestiert, da ihnen eine Platzierung unter die Besten ihres Jahrgangs gelang. Die Schülerinnen und Schüler untersuchten für den Wettbewerb mit Lupe, Mikroskop und Binokular Moospflanzen und die verschiedenen Tiere in einem Moospolster, z. B. Asseln. Hiervon wurden detailreiche Zeichnungen angelegt und sich über die Bedeutung der Moose in der Natur und der darin lebenden Kleinstlebewesen informiert. Experimentell erforschten sie, wieviel Wasser trockene Moospflänzchen mit Hilfe ihrer speziell gebauten Zellen aufnehmen können. Der Einzelwettbewerb für Schülerinnen und Schüler fördert die Neugierde an biologischen Fragestellungen und Phänomenen.  Neben theoretischen Aufgabenteilen gilt es jedes Jahr auch experimentelle Fragestellungen unter einem Leitthema  zu lösen.

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INSEKTENPARADIES

Ein neue Wildwiese ist am Mariengymnasium entstanden

Von Nico Wagenknecht

Seit ein paar Tagen steht die auf der Seite der Breslauer Straße liegende Wildwiese am Mariengymnasium in voller Blüte. Im Vergleich mit allen anderen Flächen rund um das Mariengymnasium wird diese besonders häufig von Insekten besucht und trägt daher den passenden Namen „Insektenparadies“. Entstanden ist die Wiese vor allem durch die Mann- und Maschinenpower des Baubetriebshofs der Stadt Warendorf, der die alte Rasenfläche dafür weggefräst hat. Das nötige Saatgut hat der Förderverein der Schule gespendet. Die Aussaat besorgte die Klasse 5C zusammen mit Biologielehrerin Isabel Bertels. Jetzt lockt die Wiese Insekten und fleißige Fünftklässler an, denen es mit Hilfe der Smartphone-App „Naturblick“ gelingt, einzelne Pflanzen und Tiere zu bestimmen. Eine Fläche unter einer großen Buche ist dabei recht spärlich bewachsen. Hier werden die „angehenden Biologen“ des Mariengymnasiums über die kommenden Jahre hinweg zum einen beobachten können, was auf einem Extremstandort passiert und welche Pflanzen sich ganz ohne gärtnerische Eingriffe ansiedeln. Zum anderen stellen solch offene Bodenflächen einen wichtigen Lebensraum für bestimmte Insekten dar, zum Beispiel für Erdbienen, wie Dominik Starke vom Baubetriebshof erklärt. Alle sind daher gespannt, was in der nächsten Zeit auf dieser Fläche passieren wird.

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