Home » Gesundheit

Archiv der Kategorie: Gesundheit

GEMEINSAM IM KAMPF GEGEN DEN BLUTKREBS

Das Mariengymnasium und das Laurentianum sagen dem Blutkrebs den Kampf an.

Von Ulrich Lieber: Westfälische Nachrichten vom 29. Januar 2022

Bereits zum zehnten Mal fand an beiden Schulen eine Typisierungsaktion der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) statt, und die Resonanz war wieder hervorragend. „Über 95 Prozent der über 17-Jährigen haben teilgenommen“, freut sich der Polizeibeamte Markus Artmeier, der ehrenamtlich für die DKMS tätig ist. Initiatoren der Typisierung waren und sind die Lehrerin Petra Behrens am Lau und ihr Mann und Lehrer Peter Behrens am MGW. Eine Tochter des Ehepaares war an Leukämie erkrankt, ist aber mittlerweile wieder genesen. „Das ist für uns natürlich ein Glücksfall“, erklärt Artmeier. Die Schülerinnen und Schüler wurden an den Gymnasien vor einer Woche auf einer Informationsveranstaltung für das Thema sensibilisiert und waren daraufhin hochmotiviert, an der Aktion teilzunehmen.

Die Schüler erhielten eine Einverständniserklärung, ein Wangenabstrichset für zu Hause und können damit ihre Probe abgeben. „Sie müssen mit dem Stäbchen zwischen Zähnen und Wange und einen Abstrich entnehmen. Die Proben werden dann zum Labor der DKMS nach Köln geschickt und anonym typisiert“, erklärt Markus Artmeier das Prozedere. Anschließend werden die Ergebnisse in einer weltweiten Datenbank für Blutkrebspatienten abgespeichert. Mit der Probe werden die Gewebemerkmale der Freiwilligen ermittelt. Jeder Teilnehmer erklärt sich bereit, seine Stammzellen im Bedarfsfall zu spenden. Wer sich in einem solchen Fall dann aber nicht mehr wohl mit der Entscheidung fühlt, der hat immer noch die Möglichkeit, von seiner Einverständniserklärung zurückzutreten. Sollte der seltene Fall eintreten, dass eine Stammzellenspende möglich ist, gibt es zwei Entnahmemethoden: die periphere Stammzellentnahme und die Knochenmarkentnahme. „Früher wurde eine Punktion am Beckenkammknochen vorgenommen, das ist heute aber nur noch in zehn Prozent der Fälle so. Zu 90 Prozent wird die periphere Entnahme durchgeführt, bei der die Stammzellen herausgefiltert werden“, erklärt Artmeier. Das sei so ähnlich wie bei einer Dialyse und würde etwa drei bis fünf Stunden dauern. Damit der Spender genügend Stammzellen hat, erhält er zuvor ein paar Spritzen, damit sich zusätzliche Stammzellen bilden. „Man ist also danach nicht unterversorgt, sondern gibt die Stammzellen ab, die überflüssig sind.“

Blutkrebs ist ein Sammelbegriff für verschiedene bösartige Erkrankungen des blutbildenden Systems, bei denen Blutzellen entarten und sich unkontrolliert vermehren. Diese entarteten bösartigen Zellen verdrängen die roten Blutkörperchen (Erythrozyten), die weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und die Blutplättchen (Thrombozyten). Rote Blutkörperchen transportieren normalerweise Sauerstoff, weiße Blutkörperchen bekämpfen Infektionen und Blutplättchen stoppen Blutungen. Werden diese gesunden Blutzellen von funktionsuntüchtigen, kranken Zellen verdrängt, kann das Blut seine lebensnotwendigen Aufgaben nicht mehr übernehmen. Damit betroffene Patienten weiterleben können, benötigen sie die Stammzellenspenden. Je mehr Menschen sich typisieren lassen, desto größer ist die Chance auf Heilung. „Jeder Mensch hat seinen genetischen Zwilling“, versichert Artmeier. Und in Warendorf war die Trefferquote bisher deutlich über dem Durchschnitt. „Aus unseren Typisierungen sind schon 15 Stammzellenspender hervorgegangen. Das ist ein Supererfolg, denn wir haben damit vermutlich 15 Leben gerettet.“

SO LÄSST SICH DAS RAUCHEN VERHINDERN

Das Mariengymnasium nimmt zum 18. Mal an dem Nichtraucher-Wettbewerb „Be Smart – Don’t Start“ teil

Von Thomas Ormeloh/Gerold Paul

„Wer nie mit dem Rauchen angefangen hat, muss auch später damit nicht aufhören. Klingt komisch – ist aber so – und der Kerngedanke von Be Smart – Don’t Start“, sagt Dr. Eckart von Hirschhausen, der Schirmherr der Kampagne. Die Klasse 6A des Mariengymnasiums Warendorf zeigt sich überzeugt, dass sie diesen Gedanken in die Tat umsetzen kann und die Anforderungen des Wettbewerbs erfüllen wird. Die Aufgabe besteht darin, für ein halbes Jahr lang als Klassengemeinschaft komplett Nein zu sagen zu Zigaretten, E-Zigaretten, Shishas, zum Rauchen in jeder Form. „Mindestens 90 Prozent aller Schülerinnen und Schüler mussten für die Teilnahme sein, bei uns waren es alle Klassenmitglieder”, berichtet die Klasse: „Nicht allen von uns war klar, dass Rauchen auch für uns junge Menschen schon ein Problem ist.“ Insgesamt neun Klassen des Mariengymnasiums beteiligen sich am Wettbewerb.

Aktuelle Zahlen belegen, dass 8,7 Prozent der 12 bis 17-Jährigen regelmäßig (E-)Zigaretten, Wasserpfeifen, (E-)Shishas u. Ä. inhalieren. Weltweit rauchen ca. 20 Prozent der Weltbevölkerung, das sind über 1,7 Milliarden Menschen. Das Rauchen ist vor allem in den Ländern mit mittleren und niedrigen Einkommen verbreitet, Männer rauchen deutlich häufiger als Frauen.

Die Kampagne macht den Teilnehmern die Gefahren des Rauchens bewusst. Rauchen erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, außerdem kann es zu Schlaganfällen und Durchblutungsstörungen z. B. im Bereich von Armen und Beinen kommen. Das Risiko einen Herzinfarkt zu erleiden, ist etwa doppelt so groß wie bei Nichtrauchern, die Lebenserwartung von starken Rauchern ist etwa zehn Jahre geringer als bei Nichtrauchern. Jährlich sterben durch das Rauchen in Deutschland mehr Menschen als durch AIDS, Alkohol, illegale Drogen, Verkehrsunfälle, Suizide und Morde zusammen.

Die Klasse 6A des Mariengymnasiums ergänzt zur Umsetzung des Wettbewerbs: „Einmal im Monat überprüft unser Klassenlehrer auf der Grundlage unserer freiwilligen Angaben, ob wir rauchfrei geblieben sind. Wenn bei der Überprüfung mehr als 10 Prozent der Klassenmitglieder rauchen, müssen wir aus dem Projekt ausscheiden. Wir sind uns aber sicher: In unserer Klasse wird es auch nach dem Ende des Projekts keine Raucher geben.“ Das Mariengymnasium Warendorf nimmt seit dessen Einführung in NRW im Jahr 2000 an dem Wettbewerb „Be Smart – Don’t Start“ teil.

AKTUELLES ZUM CORONA-VIRUS

Stand: 24. Juni 2020

Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler,

im Verlauf des gestrigen Nachmittages erreichte uns die Nachricht, dass der Kreis Warendorf nicht nur partiell, sondern flächendeckend von dem Lockdown betroffen ist. Damit ändern sich unsere Pläne für die Ausgabe der Zeugnisse und die Rückgabe der Bücher folgendermaßen:

  • Am heutigen Mittwoch, dem 24.06.2020, findet der Unterricht nach Plan statt, d. h. dass die Jahrgangsstufen 5 und 7 ihre Zeugnisse in der 6. Stunde erhalten und die Bücher abgeben.
  • Die Zeugnisse der Jahrgangsstufen 9, EF und Q1 werden über den Postweg verschickt. Die Bücherrückgabe dieser Jahrgangsstufen erfolgt zu Beginn des neuen Schuljahres. Von einer Ausnahme betroffen sind diejenigen Schülerinnen und Schüler, die am Ende des laufenden Schuljahres die Schule verlassen. Diese Schülerinnen und Schüler werden von den Stufenkoordinatoren persönlich benachrichtigt, damit die Bücherrückgabe sowie die Ausgabe der Abgangs- und Überweisungszeugnisse noch in diesem Schuljahr in der Schule erfolgen können.
  • Sollten die Zeugnisse durch den Postweg beschädigt werden, bitten wir zu Beginn des neuen Schuljahres um eine entsprechende Mitteilung, damit wir Ihnen im Tausch gegen das beschädigte Zeugnis ein neues Zeugnis ausstellen können.
  • Im Falle einer Notenbeschwerde bitten wir um eine entsprechende schriftliche Nachricht an p.betting@mgw365.de für die Jahrgangsstufen 5 und 6, a.specker@mgw365.de für die Jahrgangsstufen 7-9, p.behrens@mgw365.de für die Jahrgangsstufen EF und Q1.
  • Das Sekretariat ist selbstverständlich auch in den nächsten Tagen erreichbar in der Zeit von 7.00 bis 14.00 Uhr.
  • Die neue Schulmail des Ministeriums ist unter Bildungsportal NRW abrufbar. Sie enthält Eckdaten zum neuen Schuljahr, die nach Ankündigung des Ministeriums noch weiter ausdifferenziert werden. Vor diesem Hintergrund sind auch wir noch nicht in der Lage, Ihnen konkrete Informationen zur Umsetzung der Wiederaufnahme des Regelbetriebes mitzuteilen. Wir bitten hierfür um Verständnis. Wir werden Sie aber vermutlich am Ende der 6. Ferienwoche auf den inzwischen bekannten Wegen informieren.
  • Die Rückerstattung für die Unterkünfte der Fahrten wird erst im kommenden Schuljahr erfolgen.

An dieser Stelle möchten wir uns herzlich für alle Hinweise, Anregungen, konstruktive Kritik und wertschätzenden Aussagen, die uns in den letzten Wochen erreicht haben, bedanken. Auch wenn wir nicht jede einzelne Mail beantwortet haben, können Sie sich sicher sein, dass wir sie wahrgenommen und in unseren Überlegungen und Planungen berücksichtigt haben.

Wir wünschen Ihnen allen trotz Lockdown eine schöne Sommerpause und freuen uns auf ein persönliches Wiedersehen im Schuljahr 2020/2021.

Mit herzlichen Grüßen aus dem Mariengymnasium

Uta Schmitz-Molkewehrum, Schulleiterin, und Dr. Sabine Schöneich, stellv. Schulleiteri


(mehr …)

WIE SCHÄDLICH IST ALKOHOL?

„Infococktail“ für die achten Klassen

Von Gerold Paul

Wie schädlich ist Alkohol? In einer an alle Achtklässler des Mariengymnasiums adressierten Veranstaltung informierten studentische Mitarbeiter des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien des Kreises Warendorf in dieser Woche über Alkohol und Suchtvorbeugung.

Dass die Reaktionsfähigkeit im Rausch allgemein nachlässt, war den Achtklässlern durchaus bekannt. Dass sie aber nicht einmal einer geraden Linie wie vorgeschrieben folgen konnten, brachte viele von ihnen doch einigermaßen in Verlegenheit. Wie folgenreich ein Rausch sein kann, wurde den Schülern auch daraus ersichtlich, dass es ihnen nicht glückte, einen aus kurzer Entfernung geworfenen Ball zu fangen. Die Experimente mit der so genannten Rauschbrille, die Doppeltsehen verursacht, und mit der Twilight-Brille, die schlechte Sicht bei Dämmerung simuliert, machte den Schülern deutlich, wie schädlich der Genuss von Alkohol sein kann.

(mehr …)

MARTIN FEIERT EINE PARTY

Foto: Rieder / Die Glocke

Martin wird 15 und feiert eine Party – so die Ausgangsidee für einen interaktiven Elternabend mit Kriminaloberkommissarin Sandra Bothe am Mittwochabend im Mariengymnasium.

Von Joe Rieder: Die Glocke vom 17. Januar 2020

Eingeladen waren die Eltern aller weiterführenden Schulen in Warendorf, und 35 Personen waren dem Angebot gefolgt. Der etwas sperrige Titel „Das Drahtseil – Infoveranstaltung für Eltern zur Suchtprävention, Gewaltprävention und zum Umgang mit Smartphone, Internet und Co. im Erziehungsalltag“ umschrieb ganz gut die Themen der knapp zweistündigen Veranstaltung.

Bothe, die nicht nur referierte, sondern viele Fragen stellte und ebenfalls erwartete, betrieb Aufklärung. Was ist und wie funktioniert eine Shisha (Wasserpfeife), wo ist der Unterschied zur Bong (meist selbstgebastelte Wasserpfeife zum Rauschmittelkonsum)? Wie funktionieren E-Zigaretten? Was darf wem ab welchem Alter verkauft werden? Sie erläuterte die gesamte, nicht immer logisch nachvollziehbare Breite der Gesetze sowie möglicher Konsequenzen aus dem Fehlverhalten von Jugendlichen und Eltern und ließ zudem eigene Erfahrungen aus ihrer Arbeit bei der Kreispolizeibehörde Warendorf, Abteilung Kriminalprävention / Opferschutz, einfließen.

(mehr …)

LEBEN MIT HIV

Matthias Gerschwitz erzählt im Mariengymnasium über sein Leben als HIV-Positiver

Bericht von Gerold Paul

Der in Berlin lebende Autor Matthias Gerschwitz berichtet vor der Jahrgangsstufe 9 des Mariengymnasiums über sein Leben mit dem HI-Virus. Die Schüler hören aufmerksam zu, als er aus seinem 2011 erschienenen Buch „Endlich mal was Positives!“ vorträgt. Die an sechs Schulen im Kreis Warendorf veranstalteten Lesungen werden durch die AIDS-Hilfe Ahlen e.V. organisiert. Gerschwitz erzählt, wie er sich bei einem Freund durch ungeschützten Sex angesteckt hat. Wichtig ist es ihm, den Schülern klarzumachen, wie viele Wege der Ansteckung es gibt. Über fünf Körperflüssigkeiten erfolge die Ansteckung, hauptsächlich über Blut und Sperma. Notwendig sei es daher, an den Schutz zu denken. Gerschwitz ist bereit, alle bestehenden Unklarheiten bezüglich der HIV-Ansteckung zu klären, und fordert die Neuntklässler freundlich auf, Fragen zu stellen. Ob er normal leben könne, will einer wissen. Er müsse viele und teure Medikamente nehmen, dank deren Hilfe er halbwegs normal leben könne, sagt Gerschwitz. Durch die antiretrovirale Therapie (ART) sei es in seinem Fall gelungen, die Virenlast derart zu reduzieren, dass sie kaum nachweisbar ist. Gerschwitz, Leiter einer Werbeagentur, hat es sich seit vielen Jahren zur Aufgabe gemacht, über sein Leben als HIV-Positiver zu berichten.

.

Termine

Archiv