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BIT 2020 ERÖFFNET

Nichts ist verloren – auch Umwege führen zum Ziel

Von Anja Tenbrock: Die Glocke vom 3. März 2020

Warendorf. Auch wenn nicht immer alles glatt läuft, ist noch lange nichts verloren. Denn auch Umwege können zum Ziel führen. Das ist die Botschaft, die gestern der Inhaber des Warendorfer Kinos, Johannes Austermann, Oberstufenschülern der Gymnasien Marienschule (MGW) und Laurentianum sowie der Gesamtschule bei der Eröffnung der 15. Berufsinformationstage (BIT) vor Augen geführt hat. Der 23-jährige war zur Auftaktveranstaltung der BIT am Mariengymnasium unter dem Motto „Nicht nur gerade Wege führen zum Ziel“ eingeladen worden, um seinen Werdegang zu erzählen, der keinesfalls so angelegt gewesen sei, dass er Kinobesitzer werde. Und, das machte er gleich zu Beginn ebenfalls deutlich, „das Ende ist auch noch nicht erreicht“.

Die BIT sind eine Veranstaltungsreihe von Rotary- und Lions–Club in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit und der „Glocke“ als Medienpartner. Bis Donnerstag, 12. März, werden an acht Abenden 32 Berufsfelder an den Schulen vorgestellt. „Ziel ist es, den Jugendlichen, die kurz vor ihrem Schulabschluss stehen, Einblick in Berufe und ihnen Entscheidungshilfen mit an die Hand zu geben“, erläuterte der Mediziner Dr. Thomas Dorsel (Lions-Club). Als Vater von vier Kindern wisse er selbst, wie schwierig die Entscheidungsfindung sei. Viele Schulabgänger wüssten noch gar nicht, was sie nach ihrem Abschluss machen sollten. Das sei gerade auch bei Heranwachsenden der Fall, die das Abitur nach zwölf Jahren (G8) ablegen müssten. Aus diesem Grunde gehöre die Veranstaltung „Au Pair, Work and Travel, Freiwilliges Soziales Jahr“ neben der Auftaktveranstaltung zu den am besten besuchten Vorträgen.

Christoph Hess (Rotary-Club) wies in dem Zusammenhang darauf hin, dass sich „viele Schüler gern über mehrere Berufsbilder informieren“. Stefanie Kusche, Betreuerin der BIT am MGW, ergänzte, dass die Bandbreite der Referenten – „vom Studenten, über den Berufsanfänger bis hin zum Senior im Beruf“ – für die Schüler wichtig sei, weil sie so direkt etwas aus der Praxis hörten. „Das ist es, was die Schüler interessiert“, betonte Dr. Dorsel.

Bestes Beispiel für einen „Bruch im Lebenslauf“ ist Johannes Austermann. Der Warendorfer hatte ganz anderes im Sinn, bevor er 2018 ins Kinogeschäft eingestiegen ist und mit damals 21 Jahren den Sprung in die Selbstständigkeit wagte. Vor ihm lag ursprünglich eine Karriere als Bankkaufmann. Doch sein Beruf machte ihm zwar Spaß, aber zufrieden war er nicht.

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