SCHÜLERAUSTAUSCH NACH ÉTRÉPAGNY

Schüleraustausch nach Étrépagny: Eine Woche voller Begegnungen und Eindrücke
Von Ulrike Lukassen
Vom 5. bis 12. Mai nahmen 23 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 – darunter vier Jungen – am Austausch mit unserer Partnerschule in Étrépagny in der Normandie teil. Während der gesamten Woche waren die Jugendlichen in französischen Gastfamilien untergebracht und erhielten so einen direkten Einblick in den Alltag, die Kultur und die Sprache unseres Nachbarlandes.
Auf dem abwechslungsreichen Programm standen zahlreiche Ausflüge in die Geschichte und Gegenwart Frankreichs. So besuchte die Gruppe die normannische Hauptstadt Rouen. Dort erkundeten die Schülerinnen und Schüler zunächst das Jeanne-d’Arc-Museum, das in einem historischen Kellergewölbe untergebracht ist. Anschließend konnten sie die Altstadt in Kleingruppen entdecken und das besondere Flair der Stadt erleben.
Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch der imposanten Burg von Gisors. Nach der Besichtigung wurde eine Stadtrallye organisiert, bei der die deutschen Jugendlichen ihre Französischkenntnisse praktisch anwenden mussten. Mit einem Einkaufszettel ausgestattet, machten sie sich auf den Weg durch Boulangerien und kleine Geschäfte und kamen dabei mit den Einheimischen ins Gespräch.
Besonders bewegend war der gemeinsame Ausflug zum Omaha Beach in der Normandie. Dort landeten vor 82 Jahren die alliierten Truppen im Rahmen der Invasion zur Befreiung Europas. Das Museum am Strand vermittelt die Ereignisse des D-Days auf eindrucksvolle Weise, unter anderem durch einen Film im hauseigenen Kino. Bereits beim Gegenbesuch der französischen Austauschpartner in Deutschland hatte die Gruppe gemeinsam das Kriegsmuseum in Overloon (Niederlande) besucht, wo die Landung am Omaha Beach in einer 4D-Animation nachgestellt wird. Nun selbst an dem historischen Strand zu stehen, an dem so viele Soldaten im Kampf für Freiheit und Frieden ihr Leben verloren, hinterließ einen nachhaltigen Eindruck. Verstärkt wurde dieser durch den Besuch des amerikanischen Soldatenfriedhofs oberhalb des Strandes.
Anschließend führte die Reise nach Deauville. Bei strahlendem Sonnenschein nutzten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, am Strand Fußball zu spielen und die besondere Atmosphäre des bekannten Badeortes zu genießen.
Den Abschluss der Austauschwoche bildete ein Tagesausflug nach Paris, an dem ausschließlich die deutschen Gäste teilnahmen. Auf dem Programm standen zahlreiche berühmte Sehenswürdigkeiten: Sacré-Cœur und Montmartre, der Triumphbogen und die Champs-Élysées, die Place de la Concorde, der Louvre sowie eine Bootsfahrt auf der Seine. Den krönenden Abschluss bildete selbstverständlich der Besuch des Eiffelturms.
Schülerin Sarah Wienker zog am Ende der Reise ein durchweg positives Fazit: „Wir konnten viele neue Eindrücke sammeln, neue Leute kennenlernen und auch mal etwas anderes sehen als den normalen Schulalltag. Ich möchte es jedem weiterempfehlen, weil es eine Erfahrung ist, die man nicht so oft bekommt. Wir nehmen viele Eindrücke mit und werden Land und Leute nicht so schnell vergessen.“
Der Austausch zeigte einmal mehr, wie wertvoll persönliche Begegnungen zwischen jungen Menschen aus verschiedenen Ländern sind. Neben der Verbesserung der Sprachkenntnisse bleiben vor allem die gemeinsamen Erlebnisse und neu geknüpften Freundschaften in Erinnerung.