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Archiv der Kategorie: Soziales Lernen

SO FÖRDERT DIE SCHULE EHRENAMTLICHES ENGAGEMENT

Achtklässler des Mariengymnasiums stellen Eltern und Lehrern ihren Einsatz beim Projekt „Lernen durch Engagement“ vor.

Von Gerold Paul

Der Schüler des Mariengymnasiums hat seinem Einsatz als ehrenamtlicher Helfer im Hundeasyl Freckenhorst e. V. mit einiger Vorfreude entgegengesehen. Denn er mag Hunde. Angesichts der Zeit, die für die Reinigung der Gehege, die Fütterung, Pflege und Ausbildung von Bella, Christa, Heidi und ihren Artgenossen anfällt, zeigt sich Tim Bußmann, Schüler der Klasse 8B, beeindruckt vom Engagement der Mitarbeiter im Tierheim. Manchmal kommt es vor, dass die Tiere Jahre darauf warten, in ein neues Zuhause zu gelangen. „Es ist wichtig, dass jemand für die Hunde sorgt und die Vermittlung an passende Besitzer übernimmt“, blickt Tim auf seine Tätigkeit in Freckenhorst zurück. Sein ehrenamtlicher Einsatz hat sich in seinen Augen auch für ihn persönlich gelohnt. Bei jedem Einsatz in den vergangenen Wochen habe er gelernt, was es heißt, Verantwortung für Tiere zu übernehmen.

Verantwortung an vielen Stellen übernommen

Dieser Eindruck wird an diesem Tag, mit ähnlichen Worten, von allen Achtklässlern des Mariengymnasiums formuliert, egal ob die Verantwortung im Seniorenheim, in der Grundschule, beim Handballtraining, bei der Lebensmittelaktion „Fairteiler“ oder in der Pfarrbücherei übernommen worden ist. Anders als bei den übrigen Projekten der achten Klasse, die den Schülerinnen und Schülern bei der Erkundung der eigenen Stärken und damit bei der beruflichen Orientierung helfen sollen, wie dem Berufserkundungstag oder dem Girls’ Day and Boys’ Day, liegt der Schwerpunkt bei dem Projekt „Lernen durch Engagement“ auf dem sozialen und karitativen Einsatz. David Feldkämper, Klassenlehrer der 8B hält fest, welches Potenzial in diesem Projekt steckt: „Es geht auch darum, die Augen dafür zu öffnen, welch wichtige Rolle das Ehrenamt in unserer Gesellschaft spielt.“

KLETTERN UND TEAMGEIST STÄRKEN

Die Jahrgangsstufe 7 des Mariengymnasiums Warendorf fährt zur Kletterhalle „Rockvibes“ in Ahlen

Von Jule Hattrup, Klara Ohnmacht, Charlotte Thiele und Gerold Paul

Nach Ahlen in die Kletterhalle „Rockvibes“ führte in diesem Jahr der Wandertag für die Jahrgangsstufe 7 des Mariengymnasiums Warendorf. Gefördert durch das NRW-Landesprogramm „Ankommen und Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ erlebten die Schülerinnen und Schüler einen spannenden und auch lehrreichen Tag in Ahlen. Die Kletterhalle, in der Schwarzkaue der ehemaligen Zeche Westfalen untergebracht, enthält drei Kletter- und Boulder-Wände und einen Trainingsbereich. Nach neun Schwierigkeitsstufen geordnet, geht es über verschiedene Routen sehr hoch hinaus. „Obwohl ich zuerst ein wenig Angst hatte, habe ich viel Spaß gehabt und habe mir immer mehr zugetraut!“, berichtete Schülerin Rike Eusterwiemann, nachdem sie nach kurzer Einweisung durch die Mitarbeiter der Halle ihre erste Route bezwungen hatte.

„Besser war es, nicht nach unten zu schauen!“, wusste Bosse Ast. „Es war toll, dass jeder selbst für sich entscheiden konnte, wie viel er sich zutraut und wie hoch er klettern möchte“, ergänzte Charlotte Gaida. Wie vom Landesprogramm vorgesehen, war diese Fahrt nach Ahlen auch angetreten worden, um den Teamgeist in den Klassen zu stärken. In diesem Punkt waren sich alle Siebtklässler einig. „Das Vertrauen aufeinander und unsere Gemeinschaft wurden gestärkt, weil wir uns gegenseitig gesichert haben“, sagte Schülerin Linda Senger. Mit Unterstützung der Trainer, die die Sicherungen kontrollierten, machte das Klettern großen Spaß. Ein bisschen ließ dieser Tag die Jugendlichen vergessen, worauf sie während der Pandemie verzichten müssen.

TYPISCH MÄDCHEN, TYPISCH JUNGE?

Die 7. Klassen nehmen an Projekttagen gegen Rollenklischees und für Selbstbestimmung teil

Von Andrea Tussing

Was wird von mir als Junge oder als Mädchen erwartet? Welche Erwartung möchte ich wirklich erfüllen? Wie grenze ich mich ab? Mit diesen Fragen setzten sich in der vergangenen Woche, vom 1. bis 4. Februar 2022, die Klassen der Jahrgangsstufe 7, nach Geschlechtern getrennt, auseinander. Die Mädchen trafen sich mit ihren Teamerinnen Jana Rummler und Tina Albers im Haus der Warendorfer Gesellschaft für Jugendhilfe „Mindful“ an der Beckumer Straße. Die Jungen arbeiteten in der Gymnastikhalle des Mariengymnasiums mit dem Jungentrainer Jens Micke. Finanziell unterstützt wird das Projekt u. a. vom Förderverein der Schule.

An beiden Orten ging es um Selbstbehauptung: die eigenen Bedürfnisse selbstbewusst zu spüren und sich angemessen und gemeinsam mit anderen dafür einzusetzen. So wurde bei den Jungen in Bewegungsspielen geübt, wie man sich trotz einer Auseinandersetzung fair begegnet oder wie man durch sensibles Hören auf die anderen im Team eigene und gemeinsame Ziele erreicht. Auch über ihre Zukunftsvorstellungen und Werte sprachen die Jungen. Und Leopold Hartwig und Fynn Wörmann stellten dabei fest: „Ohne die Mädchen verlaufen die Gespräche dann doch irgendwie offener. “

Die Mädchen konnten in Bewegungsspielen und Übungen zur Selbstverteidigung über ihre Grenzen sprechen und ihren Mut stärken, sich zur Wehr zu setzen. Die Schülerinnen Lea Huber und Helen Janke äußerten dazu: „Wir konnten lernen, über unsere Grenzen zu gehen, und, wenn es notwendig ist, „Stopp!“ zu sagen, wenn uns etwas zu viel wird.  Und ohne Jungs war es auch mal sehr entspannend.“

KEINER WOLLTE HIN – KEINER WOLLTE WIEDER NACH HAUSE ZURÜCK

Jahrgangsstufe EF des Mariengymnasiums unternimmt dreitägige Stufenfahrt zum Bielefelder Bildungszentrum Haus Neuland

Von Paola Feldhues und Kim Hälker

Mit gemischten Gefühlen sahen die Schülerinnen und Schüler der zehnten Jahrgangsstufe (EF) des Mariengymnasiums Warendorf ihrer Stufenfahrt zum bei Bielefeld-Sennestadt gelegenen Bildungszentrum Haus Neuland entgegen, viele vermutlich wegen der innerhalb einer großen Gruppe bestehenden Ansteckungsgefahr. In dieser Stimmung betrat die Gruppe in Begleitung der Stufenleiter Sarin Aschrafi und Alexander Cormann den Doppeldeckerbus, der am Montag, dem 17. Januar 2022, vor der Schule für sie bereitstand. Doch die Stimmung änderte sich schnell, da innerhalb des Hauses die Hygieneregeln leicht eingehalten werden konnten. „Ich war positiv überrascht!“, äußerte sich Schülerin Wiebke Bresser. Und auch wenn das Gelände wortwörtlich irgendwo im Nirgendwo lag, stellte sich die ruhige und besondere Atmosphäre als schöne Abwechslung zum Schulalltag heraus.

Das insgesamt über drei Tage sich erstreckende Programm war mit Angeboten gefüllt, deren Ziel insbesondere die Entwicklung sozialer Kompetenzen war. Diese beinhalteten hauptsächlich praktische Übungen zu den Bereichen Kommunikations-, Team- und Kritikfähigkeit. Die Stufe war zuvor in kleinere Gruppen aufgeteilt worden, die jeweils von Mitarbeiter:innen des Bielefelder Bildungshauses betreut wurden. Zur Aufgabe wurde den Gruppen beispielsweise gestellt, im Team möglichst effektive Greifarme aus Haushaltsgegenständen herzustellen. Solche Challenges wurden abschließend größeren Gruppen vorgestellt. Die Abende hingegen konnten die Schüler und Schülerinnen selbst gestalten. Dabei standen nicht nur Gesellschafts- und Kartenspiele hoch im Kurs, auch der mit einer Tischtennisplatte und einem Tischkicker ausgestattete Freizeitraum des Hauses wurde viel und gern genutzt. Die Stufe konnte sich besser kennenlernen und auch die sie begleitenden Lehrerinnen und Lehrer zeigten unbekannte Seiten. Als treuer Dortmund-Fan erwies sich Stufenleiter Alexander Cormann, den die schwarz-gelbe Pokalniederlage gegen St. Pauli besonders traf. Der letzte Tag bot nochmals die Gelegenheit, das leckere und abwechslungsreiche Essen zu genießen, bevor mittags die Rückfahrt nach Warendorf anstand. Zuletzt waren sich alle, so Schülerin Jana Henning, einig, dass „die Fahrt hätte länger sein können“.

Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe

Willkommen bei der Flüchtlingshilfe Westkirchen: Ali Hazrathy und Channah Pelke.

Lernen durch Engagement in den achten Klassen

Von Cordula Mense-Frerich

Zur Abschlussfeier des Projekts „Lernen durch Engagement“ hatten auch in diesem Jahr wieder viele Eltern der Achtklässler den Weg in das Mariengymnasium gefunden. Motiviert und überzeugend präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihre Erfahrungen, die sie in einer Einrichtung ihrer Wahl (z. B. Fußballverein, Bücherei, Flüchtlingshilfe, Hundeasyl) gemacht hatten und ernteten dabei viel Lob für ihren Einsatz. Als besondere Belohnung schmeckte allen trotz der eisigen Temperaturen das Eis vom Eiswagen.

Es folgt der Bericht von Channah Pelke:

Im Rahmen des Sozialen Lernens habe ich mich bei der Flüchtlingsinitiative Westkirchen engagiert. In Westkirchen kamen im Jahr 2015 45 Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan, dem Kosovo, Georgien, Armenien, Albanien und dem Irak an. Es leben hauptsächlich Familien und vier alleinreisende Geschwister aus dem Irak in unserer Gemeinde. Die Familien aus Albanien, Armenien, Georgien und dem Kosovo sind in ihre Heimatländer zurückgekehrt, da sie keine Chance auf Asyl hatten. Die Flüchtlingsinitiative entstand auf Initiative der Kolpingsfamilie und organisiert gemeinsame Treffen. So zum Beispiel das Flüchtlingscafe, bei dem sich Flüchtlinge und Ehrenamtliche einmal im Monat im Pfarrheim der Gemeinde treffen. Es werden Spiele gespielt, Kontakte geknüpft und Kaffee getrunken und Kuchen gegessen. An den meisten Treffen habe ich auch teilgenommen. Fast alle Menschen waren sehr offen und freundlich. Ich habe sehr engagierte Helfer getroffen. Die meiste Zeit habe ich mit den Kindern gespielt.

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