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RADELN FÜR DEN KLIMASCHUTZ

Bildnachweis: BullRun/Adobe Stock

Ergebnisse der Aktion „Stadtradeln 2022“

Von Anna Gieseke

Vom 7. bis zum 27. Mai 2022 fand in diesem Jahr die Aktion „Stadtradeln“ im Kreis Warendorf statt, zum zweiten Mal im Kreis, zum 15. Mal bereits in ganz Deutschland. Das Mariengymnasium war in diesem Jahr auch wieder dabei und hat fleißig Fahrradkilometer gesammelt.

Insgesamt erradelten 86 angemeldete Teilnehmer – Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer und einige Eltern – 10723 km, die auf dem Konto des Mariengymnasiums zusammen verrechnet wurden. Damit reihte die Schule sich im Bereich „Schulradeln“ knapp hinter dem Gymnasium Laurentianum ein.

Das beste Einzelergebnis erzielte Lukas Bergen aus der elften Jahrgangsstufe (Q1) mit 750,9 km. In der Mittelstufe erreichte Inga Micheel, Klasse 9C, das beste Ergebnis (454,7 km). Nic Suermann, Klasse 5A, legte 372,9 km zurück und war damit in der Erprobungsstufe der Radfahrer mit den meisten Kilometern.

Dass in der Ober- und in der Erprobungsstufe in dieser Hinsicht viel für den Klimaschutz getan wird, beweist auch das Gesamtergebnis bei den Klassenteams, bei denen die Q1 mit 1508,7 km knapp die Nase vorn hat. Dahinter folgen die Teams der 5D (1480,5 km) und der 5A (1275,9 km).

Angesichts von solch guten Ergebnissen wächst die Vorfreude auf das Stadtradeln 2023. Das Mariengymnasium wird sich wieder an dieser bundesweiten Klimaschutzaktion beteiligen und kräftig in die Pedale treten.

BEGEGNUNG MIT EINEM ZEITZEUGEN DER DDR-GESCHICHTE

Schriftsteller Alexander Richter-Kariger berichtet den neunten Klassen des Mariengymnasiums am eigenen Beispiel über politische Verfolgung in der DDR

Von Gerold Paul

Es gibt Menschen, die mehr Unglück betrifft als andere. Ein solcher Mensch ist Alexander Richter-Kariger. Ein Opfer ist er dennoch nicht. Zu oft hat sich der in Saerbeck bei Münster lebende Schriftsteller in die Büsche geschlagen. Auf diese Weise hat sich der heute Zweiundsiebzigjährige seine Freiheit erhalten können. Alexander Richter-Kariger hat bis 1985 in der DDR gelebt. Geboren 1949 in Coswig, im Land Sachsen-Anhalt, wuchs er in Potsdam auf, wurde als Maurer ausgebildet, machte Abitur und studierte in Berlin an der Humboldt-Universität Finanzwirtschaft. Er arbeitete in Baubetrieben, in der Landwirtschaft, in der Metallbranche, im Einzelhandel und zuletzt im Ministerium der Finanzen der DDR. Die neuralgischen Fragen, die Alexander Richter-Kariger in diesen Jahren beschäftigten, hinsichtlich der Mängelwirtschaft, der Verstöße gegen das Disziplinar- und Verwaltungsrecht der DDR, machten ihn zu dem kritischen Zeitzeugen, der er heute noch ist. Er begann Gedichte, Kurzgeschichten, schließlich Romane zu schreiben, die im SED-Staat nicht veröffentlicht werden konnten: „Ich wusste vom ersten Tag an, zu welchen Folgen die Herausgabe meiner Manuskripte führen würde.“ 1982 wurde er auf offener Straße verhaftet und elf Monate darauf wegen „Staatsfeindlicher Hetze“ zu sechs Jahren Haft verurteilt, von denen er ungefähr die Hälfte verbüßte.

Eindringlich schilderte der akribische Tagebuchschreiber den Neuntklässlern des Mariengymnasiums Warendorf seinen Aufenthalt in der Untersuchungshaft: „An Flucht habe ich damals nicht gedacht. Ein Ausbruch war unmöglich. Das Gelände war ringsum mit Wachttürmen umstellt. Sie hätten mich auf der Flucht erschossen.“ Der Häftling wurde, wie viele andere politische Häftlinge auch, in langen Verhören psychischer Folter unterzogen. 1983 wurde das Urteil der Staatsfeindlichen Hetze verkündet und Alexander Richter-Kariger in das Zuchthaus Brandenburg überstellt.

Begleitet wurde der Schriftsteller von Dr. Frank Hoffmann. Dem Geschäftsführer des Instituts für Deutschlandforschung an der Ruhr-Universität Bochum engagiert sich seit 2008 dafür, unter anderem mithilfe des Schulprojektes, das Interesse für die Geschichte der DDR zu fördern.

SCHÖNE FERIEN! GENIESST DIE FREIE ZEIT!

Letzter Schultag vor den Ferien wurde zum Tag der Würdigung besonderer Leistungen

Der letzte Schultag war auch der Tag der Würdigung besonderer Leistungen. Schülerinnen und Schüler des Mariengymnasiums, die im zurückliegenden Schuljahr besondere Leistungen erbracht haben, wurden im Rahmen einer Feier in der Aula der Schule gewürdigt. Das konnten besondere Leistungen im sportlichen Bereich sein, Erfolge bei mathematischen, naturwissenschaftlichen oder sprachlichen Wettbewerben, aber auch Verdienste im sozialen Bereich. Die Achtklässler haben im vergangenen Schuljahr Verantwortung in Kirchen, Krankenhäusern, Bibliotheken, Tierheimen und weiteren Einrichtungen ehrenamtlich übernommen und wurden dafür mit einer Anerkennungsurkunde ausgezeichnet. Facharbeiten im Schülerwettbewerb „Begegnung mit Osteuropa“ wurden ausgezeichnet. Eine Schülerin ist in diesem Wettbewerb für ihren Beitrag, eine Erzählung über eine Pandemie ohne Ende, erst gestern in Oberhausen als Landessiegerin besonders geehrt worden.

Besondere Leistungen im ehrenamtlichen Engagement und im Klimaschutz

Wer die Diplômes d’Etudes en Langue Française, die DELF-Prüfungen über französische Sprachkenntnisse in diesem Schuljahr erfolgreich abgelegt hat, wurde nach vorne gebeten. Eine Schülerin der neunten Klasse hatte beim „Stadtradeln“, einer bundesweiten Klimaschutz-Aktion, 454,7 Kilometer in drei Wochen zurückgelegt und übertraf damit die durchschnittliche Leistung der Teilnehmer von 205 Kilometern um fast 250 Kilometer. Besonders gute Zeugnisse wurden gewürdigt. Der Tag der Würdigung besonderer Leistungen wurde eingerahmt von musikalischen Darbietungen der Bläserklassen und erwies sich aufgrund der gelösten Atmosphäre kurz vor Ferienbeginn als gelungener Abschluss des Schuljahres. Zuletzt dankte Lehrer Fabian Gill den unermüdlichen Schülern der Technik-AG, die zahlreiche Veranstaltungen des Mariengymnasiums Warendorf, wie auch diese Feier am letzten Schultag, mit Licht und Ton auf der Bühne ausgestattet haben.

DER LEONARDO-CAMPUS-RUN 2022!

Der Leonardo-Campus-Run 2022! Eine Unterrichtsreihe mit besonderem Ausklang

Von Felicia Schirk

Am 22. Juni 2022 nahmen drei Schülerinnen des Mariengymnasiums Warendorf aus dem Individualsportkurs von Julia Koch gemeinsam mit ihrer Lehrerin am 5-Kilometer-Lauf des Leonardo-Campus-Run in Münster teil. Der Wettbewerb diente als besonderes Ziel und Motivation für die letzte Unterrichtsreihe der Q1, bei der die Optimierung der Ausdauer im Vordergrund stand, auch wenn die Ergebnisse nicht mehr in die Notengebung einfließen konnten.

Im Unterricht in den Wochen zuvor hatte der Kurs die Möglichkeit, in gemeinsamen Laufeinheiten die Ausdauer zu verbessern, aber auch die langfristige Hausaufgabe, zu Hause eigenständig zu trainieren. Als wichtiger Grundsatz hierbei galt jedoch vor allem, individuelle Ziele zu setzen und sich in einem dem eigenen Leistungsstand angemessenen Tempo zu steigern. In den Sportstunden gewährleisteten zum Beispiel unterschiedliche Laufpläne die Einhaltung dieses Prinzips. Als Abwechslung beinhaltete die Unterrichtsreihe außerdem einen gemeinsamen Spaziergang zum Emssee, der dann im Laufen umrundet wurde. Auch von den Schülerinnen selbst vorbereitete Sportstunden stärkten mit kreativen Spielen und Übungen die Ausdauer des Kurses.

Zu einer Teilnahme am Lauf selbst entschieden sich schließlich jedoch nur drei Schülerinnen, Anjuli Oberbracht, Rike Trüschler und Anne Averbeck. Der restliche Kurs feuerte mit selbstgebastelten Schildern und Luftballons tatkräftig vom Rand der Strecke an.

Bei strahlendem Sonnenschein, wenn auch sehr hohen Temperaturen, bot das ehemalige Kasernengelände des Leonardo-Campus als Laufstrecke einen besonderen Charme. Trotz der vielen Kurven und dem hitzegeschuldeten Ausstieg von Anjuli Oberbracht gelang es Anne Averbeck, den ersten Platz in der Kategorie U18 zu erreichen, Rike Trüschler belegte den zweiten Platz. Doch nicht nur die aktiven Schülerinnen erhielten einen Preis für ihre Anstrengungen: Für die außerschulische Anwesenheit außerhalb der regulären Schulzeiten und die Unterstützung der Läuferinnen durfte sich der Kurs am nächsten Tag als Belohnung über zwei freie Sportstunden freuen.

DIE ZAUBERHAFTE LEUCHTWIRKUNG DER ROSSKASTANIE

Drei Sechstklässlerinnen des Mariengymnasiums erhalten Urkunden im Chemie-Wettbewerb „Chem-pions“

Von Dr. Sabine Schöneich

Currypulver, Geldscheine, Knicklichter, Puddingpulver, Textmarker und Tonic Water, schließlich die Zweige der Rosskastanie – sie alle haben etwas gemeinsam: Ihre Leuchtwirkung unter Schwarzlicht ist phänomenal. Im diesjährigen Chemie-Wettbewerb „Chem-pions“ ging es darum, die Leuchtwirkung bestimmter chemischer Stoffe zu untersuchen. Der Wettbewerb hatte das Motto „Zauberhaftes Leuchten“. Drei Schülerinnen des MINT-Kurses der sechsten Klassen des Mariengymnasiums reichten umfangreiche Projektmappen ein und erhielten jetzt die Urkunden für ihre erfolgreiche Teilnahme. Yolanda Unruh wurde eine sehr erfolgreiche Teilnahme bescheinigt, Nina Wullkotte und Jill Hälker eine erfolgreiche.

Dank einer Spende des Fördervereins der Schule konnte Kursleiterin Dr. Sabine Schöneich die notwendigen Hilfsmittel wie Schwarzlichttaschenlampen und Knicklichter schnell beschaffen. Der MINT-Kurs staunte nicht schlecht, als im abgedunkelten Labor der Zweig einer Rosskastanie in warmes Wasser gehalten und beleuchtet wurde. Plötzlich verteilten sich magisch anzusehende Schlieren aus der Anschnittstelle auf den Grund des Bechers und bildeten farbig wabernde Wolken. In gleicher Weise magisch leuchteten andere Stoffe wie Currypulver, Honig und Vanillepudding auf. Besonders gefiel es den Schülerinnen und Schülern, festzustellen, was bei grünen Textmarkern leuchtet. Die grüne Farbe eines Textmarkers zerlegte sich per Papierchromatographie in ihre Einzelfarben. Unter Schwarzlicht war von der Mischfarbe Grün nur die Einzelfarbe Gelb zu sehen.

Dieser Einzelwettbewerb für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I fördert die Neugierde an chemischen Fragestellungen und Phänomenen. Gerade das Experimentieren machte in diesem Jahr großes Vergnügen, wie Nina Wulkotte festhielt: „Und weil es immer so schön aussah, war die MINT-Stunde immer viel zu schnell vorbei“.

KÄMPFERISCHE SPIELE BEIM FUSSBALLTURNIER

Die Zeugniswoche beginnt am Mariengymnasium mit dem Fußballturnier für die Fünft- und Sechstklässler

Von Gerold Paul

Kämpferische Spiele sahen die Zuschauer beim Fußballturnier der Schülervertretung des Mariengymnasiums. In einer angeregten Stimmung, die auf alle übergriff, egal ob Spieler oder Zuschauer auf der Tribüne, wurde aus dem Turnier das besondere Ereignis, welches die fünften und sechsten Klassen herbeigefiebert hatten. Der von der SV straff durchorganisierte Wettkampf wurde von insgesamt achtzehn Mannschaften ausgetragen. Jede Partie dauerte sechs Minuten. Nach dem Ende der Vorrunde gegen elf Uhr teilte Leonie Weitkamp, unter lautem Jubel von der Tribüne, die Mannschaften für das erste und das zweite Halbfinale mit. Schließlich standen nach mitreißenden Spielen auch die Teilnehmer der Finals fest: Die erste Mannschaft der Klasse 5E ging gegen die zweite Mannschaft der Klasse 5C auf den Platz, welche das Spiel nach Toren von Finn Boße und Matti Plaas für sich entscheiden konnte. Im Finale der Sechstklässler gewann die zweite Mannschaft der Klasse 6C gegen die erste Mannschaft derselben Klasse. Die letzte Woche vor den Sommerferien hat mit diesem Turnier einen spannenden Anfang genommen.

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