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Tag Archives: Deutsch

Drei Stunden lang gelesen

Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels 2017

Bericht von Benedikta D’Alò

Am Dienstagmorgen ging es am Mariengymnasium nach der dritten Stunde für die sechsten Klassen nur ums Lesen. Um die richtige Lesetechnik, die überzeugendste Interpretation und natürlich auch um eine gute Textauswahl. Acht Schülerinnen und Schüler aus vier sechsten Klassen waren angetreten, um den besten Vorleser auf Schulebene zu ermitteln. Zwei Runden mussten überstanden werden: In der ersten konnten die Teilnehmer aus einem Buch ihrer Wahl vorlesen, in der zweiten war die Lektüre vorgegeben. Der Jury, bestehend aus drei Mitgliedern der Schülervertretung, fiel die Wahl nicht leicht. „Ihr habt alle großartig gelesen und uns einen spannenden Vormittag beschert“, kommentierte Ansgar Ravensberg abschließend.

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Abenteuer. Maja Nielsen erzählt

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Martin Luther: Glaube versetzt Berge.

Autorenlesung mit Maja Nielsen

Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler,

wir freuen uns, dass wir extra für die 6. Klassen eine Autorenlesung im Theater am Wall organisieren konnten. Die mehrfach ausgezeichnete Kinder- und Jugendbuchautorin Maja Nielsen wird aus einem ihrer sehr informativ und dennoch spannend gestalteten Jugendsachbüchern persönlich vorlesen.

Passend zum Lutherjahr 2017 wird Frau Nielsen aus ihrem Buch „Martin Luther – Glaube versetzt Berge“ vorlesen und somit den Kindern die Person dieses großen Denkers an der Schnittstelle vom Mittelalter zur Neuzeit näherbringen, dessen Gedanken auch heute – unabhängig von konfessionellen Bezügen – immer noch für unsere Gesellschaft relevant sind.
 
Die Lesung findet am Montag, den 12. Juni 2017 in der 5. bzw. 6. Stunde statt. Die Veranstaltung wird unterstützt durch den vanOsVerlag e. K., Everswinkel.
 
Als Kostenbeitrag bitten wir Sie, in den nächsten Tagen Ihrem Kind EUR 3,00 mitzugeben. Die Klassenlehrer werden das Geld bis spätestens zum 12. Juni einsammeln.

Mit besten Grüßen

Petra Betting

Erprobungsstufenkoordinatorin
 

Spannendes Hörbuchprojekt

© Christopher Irmler / WN
Hörbuchprojekt mit Sonja van Os an unserer Schule

Hörbücher sind in. Sie dringen in ganz anderer Weise in die Vorstellung ein, als Bücher es tun, und beflügeln die Fantasie der Hörer. Unzählige Hörbuchverlage gibt es inzwischen. Aufnahmen mit berühmten Sprechern wie Eva Mattes, Rufus Beck oder Christian Brückner sind vom deutschen Markt zumindest nicht mehr wegzudenken. Es zeigt, wie wichtig das Medium in der öffentlichen Wahrnehmung von Literatur geworden ist. Ob als Lesung, als Hörspiel, als Feature oder O-Ton-Collage, Hörbücher sind bei ihren Fans in aller Munde.

Das gesprochene Wort hat in der Sprache seit jeher den Vorrang vor dem geschriebenen. „Richtiges“ Sprechen will allerdings gelernt sein. Sonja van Os hält es für wichtig, sich der Sprache auch von dieser Seite her im Bereich der schulischen Sprachförderung zu widmen. Zusammen mit der Stimm- und Sprechtrainerin Britta Huss nimmt sich die Everswinkeler Projektmanagerin, zugleich Mutter von Zwillingen in der sechsten Klasse des MGW, auf höchst professionelle Weise des Themas an und veranstaltet ein spannendes Hörbuchprojekt.

Christopher Irmler berichtet darüber in der WN vom 11.10.2016:
 

Es ist eine fatale Entwicklung, die Sonja van Os skizziert: Nach Angaben einiger Lehrer, so van Os, liege der Wortschatz angehender Gymnasiasten statt einst zwischen 1500 und 2000 Wörtern mittlerweile nur noch bei rund 750. Für die Everswinkelerin van Os Grund genug, diesem Trend entgegenzusteuern. Gemeinsam mit dem Mariengymnasium, in dem ihre Zwillinge die sechste Klasse besuchen, rief sie eine Hörbuchsprecher-AG ins Leben. Zwölf Jungen und Mädchen setzen sich auf diese Weise intensiv mit dem Themenkomplex auseinander – und das abseits des regulären Schulbetriebs. Am Samstag fiel der Startschuss des besonderen Angebots. In ihrer Schule begrüßten die Schüler Stimm- und Sprechtrainerin Britta Huss. Ein Ziel des Workshops ist es, den laut gelesenen Worten mit dem richtigen Stimmklang Leben einzuhauchen. „Es ist wichtig, vor dem inneren Auge zu sehen und wirklich zu fühlen, was man gerade liest. Entscheidend ist auch die Art und Weise des Lesens, damit beim Zuhörer entsprechende Bilder entstehen können“, betont Huss. Im Stuhlkreis sitzend, las das Dutzend die Darstellung eines Lagerfeuers. Mit jedem neuen Lesedurchgang wurde das „Feuer“ lebendiger und greifbarer; die jungen Leser verinnerlichten das zu Lesende immer stärker. Neben den gemeinsamen Übungen gab Huss ihren Schützlingen auch kleine Hausaufgaben mit auf den Weg. So gehört zur entsprechenden Präsentation eines Textes die richtige Körperhaltung, die immer aufs Neue trainiert werden müsse. Beim Einüben könnten auch die Eltern einen wichtigen Beitrag leisten. „Die Kinder sollen sich trauen, sich selbst mehr mit Sprache, Stimme und Worten sowie der Weitergabe an die Umwelt zu beschäftigen“, erläutert van Os. „Auch soll darüber das Selbstbewusstsein durch Sprache und Ausdruck gefördert werden.

„Ich habe mich riesig gefreut, dass hier eine solche Aktion stattfindet“, so Günter W. Denz, Regionalvorsitzender des „Vereins deutsche Sprache“, am Rande des Workshop-Auftakts. Auch „VdS“-Schirmherr und Literaturprofessor Prof. Dr. Roland Duhamel begrüßt das Engagement der Warendorfer. Das Resultat der AG wird auch für Außenstehende im wahrsten Sinne des Wortes hörbar sein. Junge Krimifans dürfen sich auf eine echte Premiere freuen: das erste Warendorfer Jugendkrimi-Hörspiel. Initiiert von van Os werden die Kinder dem Krimi „Das Dutzend auf der Spur der Pferdeäpfel“ Leben einhauchen. Neben dem Profi-Sprechertraining stehen Besuche im Tonstudio Telgte sowie dem Mango-Hörspiel-Studio in Köln auf der Agenda. Im Frühjahr nächsten Jahres wird das Hörspiel im Buchhandel erhältlich sein. Allerdings, betont van Os, soll es nicht bei diesem einmaligen Einsatz des Warendorfer Jugendkrimi-Hörspiels bleiben. Geplant ist eine alljährliche AG, deren Teilnehmer wiederum die nächste Ausgabe des Krimis einsprechen dürfen.

 

Lesespaß – Vorlesewettbewerb!

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© Annett Seidler / Fotolia

Tosender Applaus, lautes Trampeln, begeisterte Sprechchöre – so begeistert feuern die Schülerinnen und Schüler ihre Klassenkameraden an. Es sind die Kandidaten, die es bis ins Bundesfinale des Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels geschafft haben. Leseratten sind bei diesem Wettbewerb die Stars, die auch andere fürs Lesen begeistern und mitziehen. Deutlich wird: Wer liest, trainiert seine Kommunikationsfähigkeit und kann spannende Geschichten erzählen, die Andere mitreißen.

Mädchen und Jungen mit Freude für das Lesen anzustecken, dieses Ziel wird an unserer Schule unter Anderem mit dem Vorlesewettbewerb verfolgt. Seit Jahren nehmen unzählige Schüler der sechsten Klassen an diesem Wettbewerb erfolgreich teil. Mancher von ihnen hat sich vor dem Wettbewerb nie intensiv mit Büchern beschäftigt. Wenn bei einigen ein Funke nur für die Geschichten, für die Literatur überhaupt überspringt, ist viel schon gewonnen.

Der diesjährige schulinterne Wettbewerb wird am 4. Dezember stattfinden.

 

Eine Jury aus Lehrern und Schülern der SV muss dann die schwierige Entscheidung treffen, wer von den Kindern als Gewinner die Schule auf der Regionalebene vertreten darf. Es wird spannend werden!

O’zapft is, auf eine friedliche Kursfahrt!

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Studienfahrt des Deutsch-Leistungskurses nach München

Bericht von Carina Schlüppmann

Montag, der 7. September, 9:13 Uhr: Die Eurobahn fährt mit 20 Schülern des DeutschLKs, Herrn Paul und Frau Behrens in Richtung Münster. Von dort aus soll es für uns nach München gehen. Auch die Verspätung des Intercitys kann die Vorfreude nicht trüben. Dennoch waren am Abend alle erschöpft, als wir nach der langen Fahrt im Meininger Hotel ankamen. Dort wurden zunächst die Zimmer bezogen, bevor wir gemeinsam ins Augustiner Bräuhaus auf der gegenüberliegenden Straßenseite gingen, um uns ein deftiges bayrisches Essen zu gönnen. Zu später Stunde machten wir uns noch auf den Weg zum Stachus und zum Marienplatz und bewunderten die beleuchteten Gebäude.

Am Dienstagmorgen gab es dann eine richtige Stadtführung durch die Münchener Altstadt. Neben den Kirchen und Gassen standen besonders das Essen und die Brauereien im Vordergrund. Auf Hinweis der Stadtführerin genehmigten sich die meisten dann zur Mittagszeit ein bayrisches Schmankerl auf dem Viktualienmarkt. Gestärkt für den weiteren Tag gingen viele shoppen, andere wagten sich daran den „Alten Peter“ zu erklimmen, von dem aus sich ein einmaliger Blick über München darbot. Um am Abend erneut gemeinsam anzustoßen, fuhren wir alle in den Hirschgarten.

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Traurige Szenen auf dem Friedhof

Das filmende Klassenzimmer

Der Mittwoch war wohl das Highlight der Fahrt, obwohl wir früh aus dem Bett mussten. Es ging in die Bavaria-Filmstadt, wo wir am Workshop „Das filmende Klassenzimmer“ teilnahmen. Unter Anleitung von Thomas, unserem Regisseur, dachten wir uns gemeinsam eine Handlung für unseren eigenen Kurzfilm aus. Was ursprünglich ein Westernfilm werden sollte, endete schließlich als Mordkomplott um den toten Zuchthengst „Sir Henry“. Schnell waren Rollen und Kostüme zugeteilt. Szene für Szene wurde in der ehemaligen Kulisse des „Marienhofs“ abgedreht, wobei wir auch Einblicke in Kamera- und Tontechnik erhielten. Auch Herr Paul und Frau Behrens bekamen Komparsen-Rollen. Der Besuch endete mit einer Führung über das gesamte Gelände, wobei wir Paula Kalenberg über den Weg gelaufen sind, die uns allen wohl bekannt war aus der Verfilmung des Dramas „Kabale und Liebe“ von Friedrich Schiller. Da am bayrischen Essen nicht alle so viel Gefallen fanden, ging ein Teil der Leute an diesem Abend ins Vapiano an der Hackerbrücke.

Besuch in Dachau

Am Donnerstag fuhren wir dann alle nach Dachau ins Konzentrationslager, wo das Wetter deutlich bescheidener war als in München. Auch hier erhielten wir eine Führung, bekamen Einblick in die grausamen Haftbedingungen, erfuhren etwas über die Schikanen der Wärter, wonach die Eindrücke zunächst einmal verdaut werden mussten. Am Nachmittag gab es dann wieder Freizeit, die einige damit verbrachten, die Alte Pinakothek zu besuchen, um Gemälde zu betrachten. In Dirndl und Lederhosen fuhren wir dann am Abend noch einmal zum Hirschgarten.

Am nächsten Morgen mussten bereits die Zimmer geräumt werden. Auch die Rückfahrt war langwieriger als geplant, was an einem technischen Defekt des ICEs lag. Als es beim Umstieg in Hannover nicht gleich alle aus dem Zug schafften, war das Aufsehen groß. Doch auch die vier Nachzügler kamen noch am Abend gesund zu Hause an.

Alles in allem war die Kursfahrt ein großer Erfolg. Sie hat unglaublich viel Spaß gemacht, dadurch dass wir so viel gemeinsam unternommen haben. Und auch der Lerneffekt kam bei dem Programm nicht zu kurz.

 

Wie werde ich Autor?

Bericht von Adrian Grimpe

Ein eigenes Buch zu schreiben, ist der Traum vieler Menschen. Am Dienstag, den 16.06.2015, erläuterte der Autor Erasmus Herold den Schülern der 9. Klassen bei spannender Atmosphäre das Vorgehen beim Schreiben eines Krimis. Die Schüler hatten kurz davor im Rahmen eines Unterrichtsprojekts, welches an unserer Schule alljährlich in den Deutschkursen der 9. Klassen durchgeführt wird, sich selber bereits mit Kriminalromanen beschäftigt, sodass die Lesung nun thematisch daran anschloss.

Der 46-jährige Autor hat im Vorjahr den Krimi „Und ich richte ohne Reue“ (s. Video) veröffentlicht. Das Buch handelt von zwei Kommissaren, die versuchen, den Täter eines Baustellenmordes ausfindig zu machen. Um den Schülern einen Einblick in die Form und den Inhalt des Buches zu gewähren, las er einige Kapitel daraus vor. Darüber hinaus erklärte Herold die wesentlichen Merkmale eines Kriminalromans und thematisierte danach besonders die Entstehung der Geschichte sowie der einzelnen Hauptfiguren.

Der gelungene Einstieg

Erasmus Herold zeigte, was ihn zum Schreiben veranlasst, und erläuterte seine Vorgehensweise beim Verfassen eines Buches. In seinem Fall entstehen diesbezüglich aus einer Haupthandlung oft viele Nebenhandlungen, die voneinander unabhängig schließlich zusammengeführt werden. Insbesondere ging der Autor dabei auf den gelungenen Einstieg ein: Es sei vor allem wichtig, das Interesse des Lesers durch das Zurückhalten von Informationen, durch so genannte Cliffhanger direkt zu Beginn zu wecken. Am Beispiel seines eigenen Romans verdeutlichte er dies Verfahren, während Schüler und Lehrer gespannt den Ausführungen zuhörten. Neben dem spannenden Einstieg spielen, so Erasmus Herold, geschickt platzierte Stilmittel eine wesentliche Rolle, um den Leser zum eifrigen Weiterlesen zu animieren. Aber nicht nur Kreativität bezüglich der Stilmittel, sondern auch die Wirkung des gewählten Standorts bzw. Settings sei von großer Bedeutung, um dem Krimi seine erwünschte Wirkung zu verleihen. Der Autor besucht aus diesem Grund häufig die Orte, an denen seine Geschichten spielen, um sich ein Bild der jeweiligen Atmosphäre zu verschaffen und Inspiration zu gewinnen.

Das Leben eines Autors

Sobald das Buch nun fertiggestellt ist, gelte es, einen geeigneten Verlag zu finden. Nachdem er seinen Science-Fiction Roman „Kontenianer – Rendezvous am Bogen“ über den Projekte-Verlag Cornelius veröffentlicht hatte, entschied sich Herold für den CW-Niemeyer Buchverlag; dieser verhalf ihm dabei, seine Krimireihe an die Öffentlichkeit zu bringen. Die Auswahl des zu dem Genre des Buchs passenden Verlags spielt also eine bedeutende Rolle.

Abschließend gewannen die Zuhörer einen Einblick in Herolds Privatleben. Derzeit lebt er im Oelder Stadtteil Stromberg und hat zwei Töchter. Auch stellte der Autor seine eigene Berufslaufbahn vor, da er hauptberuflich als IT-Leiter eines mittelständischen Unternehmens in Ostwestfalen-Lippe tätig ist. Nach der Lesung bot der Autor den Schülern dann die Möglichkeit, Fragen zu ihm und seinem Wirken zu stellen. Dabei erfuhren die Schüler unter anderem, dass Herold begeisterter Fred-Vargas-Leser ist und in Kürze sein neues Buch zu veröffentlichen plant. „Kann man von dem Beruf leben?“, war eine der vielen Fragen. Herold selbst empfiehlt das Schreiben als nebenberufliche Tätigkeit. Ganze zwei Stunden dauerte die sehr informative Veranstaltung. Auch die Lehrer waren am Schluss an Herolds neuem Werk interessiert. Als Dank für dessen Besuch erhielt Erasmus Herold nach der Lesung eine kleine Geldsumme, die von den Schülern zusammengetragen worden war.

Die Autorenlesung ist Teil der Leseförderung an unserer Schule.

 

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