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Tag Archives: Biologie

PLANKTONFORSCHUNG

Exkursion des Biologie-LK zum Heiligen Meer 

Von Carolin Ruhe und Constantin Woywod

Im Rahmen der Unterrichtsreihe „Ökologie“ besuchte der Biologie-Leistungskurs der Jahrgangsstufe Q1 des Mariengymnasiums das Naturschutzgebiet Heiliges Meer des LWL-Museums für Naturkunde. Innerhalb von drei Tagen wurde den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geboten, das Ökosystem See hautnah zu erkunden und das im Unterricht Erlernte praktisch anzuwenden. Das Naturschutzgebiet Heiliges Meer ist ein interessantes Ziel für Schulexkursionen, da die dort vorhandenen Seen als einzige in NRW natürlich entstanden sind und seit circa 100 Jahren unter Naturschutz stehen. So kann die natürliche Entwicklung eines Sees, die Sukzession, nachvollzogen werden.

Am Montag wurde, nach einer interessanten theoretischen Einführung, ein erster Rundgang in das Gebiet unternommen, bei dem aus Brunnen Grundwasserproben entnommen und Messungen durchgeführt wurden. Am folgenden Tag ging es auf den See. Verteilt auf zwei Boote führten die Schüler diverse biochemische Untersuchungen und Messungen durch, z. B. zum Nährstoffgehalt, pH-Wert und zur Temperatur. Außerdem wurden weitere Grundwasserproben auf einem Feld entnommen. Dadurch konnte der Einfluss der Landwirtschaft auf die Natur veranschaulicht werden und der Nutzen von Naturschutzmaßnahmen beurteilt werden.

Am letzten Tag wurde durch die Untersuchung von Plankton der Einfluss der im See herrschenden Verhältnisse auf die Lebewesen veranschaulicht, indem u. a. das Plankton im See mit Filtern gefischt und anschließend mikroskopisch untersucht wurde. So lernten die Schüler das Ökosystem See in seiner Ganzheitlichkeit zu begreifen. Die Schülerin Theresa brachte es auf den Punkt: „Die Fahrt bringt mich dazu, auch in meinem sonstigen Leben achtsamer und nachhaltiger mit der Natur umzugehen.“ Am Ende bedankten sich alle Teilnehmer der Exkursion für eine großartige Erfahrung.

PFERD STATT RIND IN DER LASAGNE?

Biologie-Leistungskurs des MGW hat das Teutolab der Universität Bielefeld besucht.

Zum wiederholten Male nahm der Biologie-Leistungskurs der Q1 des Mariengymnasiums an einem Projekttag des Teutolabs für Biotechnologie an der Universität Bielefeld teil. Auch einige besonders interessierte Schüler des Grundkurses begleiteten den LK.

Während des halbtägigen Praktikums hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, in einem modernen biotechnologischen Labor Versuche zu biologischen Fragestellungen durchzuführen. Unter fachlicher Leitung der Mitarbeiter des Teutolabs wurden u. a. tierische DNA isoliert, mit Restriktionsenzymen gearbeitet, eine PCR durchgeführt und Ergebnisse mittels Gelelektrophorese sichtbar gemacht. Auch konnten die Schüler die Arbeit mit einem Elektronenmikroskop kennen lernen. So wurde zum Beispiel der Frage nachgegangen, ob die im Voraus gekaufte Lasagne aus dem zu erwartenden Rindfleisch oder eventuell doch aus Pferdefleisch bestand. Während einer Mittagspause hatten alle Teilnehmer die Möglichkeit, die Mensa der Uni Bielefeld zu besuchen, um so einen ersten Einblick in das studentische Leben außerhalb des Hörsaals zu bekommen.

Bei der abschließenden Evaluation wurde deutlich, dass dieser Tag im Labor als besonders hilfreich im Hinblick auf die Abiturvorbereitung empfunden wurde. Auch der Spaß kam nicht zu kurz.

REDUCE, REUSE UND RECYCLE

„REDUCE, REUSE UND RECYCLE“
Multivisionsshow REdUSE zum weltweiten Ressourcenverbrauch am Gymnasium Laurentianum und Mariengymnasium

Bericht von Dr. Sabine Schöneich

Warendorf. „REDUCE, REUSE UND RECYCLE“ – zu dieser Thematik fanden am Gymnasium Laurentianum und am Mariengymnasium Multivisionsveranstaltungen des Projekts „REdUSE“ für die Jahrgangsstufen 5, 7, 8, 9, EF und Q1 mit dem Titel „Über unseren Umgang mit den Ressourcen der Erde“ statt.
Inhaltlich wurde den Schülerinnen und Schülern auf eine spannende, informative, aber auch aufrüttelnde Art und Weise nahegebracht, wie wir in Deutschland von Rohstoffen aus aller Welt, Wasser und Energie abhängig sind, um weiterhin so konsumieren zu können wie bisher. Viele Ressourcen sind bei steigender Nachfrage aber heute schon übernutzt – in Europa und weltweit.
Der Deutsche Erdüberlastungstag 2018 war am 2. Mai. Wäre der Ressourcenverbrauch der Weltbevölkerung so groß wie in Deutschland, dann hätte sie schon bis zu diesem Zeitpunkt die regenerierbaren Ressourcen verbraucht, die ihr für das gesamte Jahr zur Verfügung stehen. Um einen solchen Verbrauch nachhaltig zu decken, bräuchten wir drei Erden. Dies hat die Schülerinnen und Schüler nachhaltig beeindruckt, wie man ihren Kommentaren nach der Veranstaltung entnehmen konnte.

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BIOTECHNIK HAUTNAH ERLEBEN

Der Q1-Biologieleistungskurs des Mariengymnasiums Warendorf hat das Mitmachlabor teutolab besucht.

Bericht von Dr. Rebecca Brebeck

„Es war sehr spannend, die Inhalte aus dem Unterricht selber praktisch durchführen zu können und einen Einblick in die Uni zu bekommen“, berichtet ein Schüler des Leistungskurses Biologie. Alle anderen nicken. Kein Wunder, denn der Q1-Biologieleistungskurs des Mariengymnasiums Warendorf war zur Universität Bielefeld aufgebrochen, um dort im Biotechnologielabor teutolab verschiedene gentechnische Verfahren praxisnah kennen zu lernen.

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Erfolgreiche Plastik-Emspiraten

Schüler des Mariengymnasiums haben erfolgreich am Wissenschaftsjahr „Meere und Ozeane: Plastikpiraten“ teilgenommen

Bericht von Dr. Sabine Schöneich

Pünktlich zum Jahreswechsel liegen die Ergebnisse der Jugendaktion Wissenschaftsjahr „Plastikpiraten“ vor, an der im letzten Schuljahr auch der Kurs „Naturwissenschaften“ der Jahrgangsstufe 9 des Mariengymnasiums erfolgreich teilgenommen hat. Hier ging es darum, dass die Schüler nicht nur „Wissenschaft spielten“, sondern an einem Wissenschaftsprojekt der Uni Kiel richtig teilgenommen haben. „Wir waren an der Ems am Lohwall und haben dort nach allen Sorten von Müll gesucht. Dafür haben wir Planquadrate abgesteckt, Ufersand gesiebt, Fotos und Protokolle erstellt. Wir haben die Fließgeschwindigkeit der Ems bestimmt und mit einem speziellen Oberflächenwassernetz nach Mikroplastikpartikeln gefischt“, berichten sie. Insgesamt haben sich über 300 Schulen in ganz Deutschland an dieser Citizen-Science-Aktion beteiligt und an verschiedenen Fließgewässern in ganz Deutschland Müll gesammelt, wissenschaftlich ausgewertet und damit einen kleinen Beitrag zum Schutz der Meere und Ozeane geleistet. Die Ergebnisse können jetzt im Internet eingesehen werden. Am Mariengymnasium kam nun das Dankesschreiben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung an für die Leistung des Kurses als „Plastik-Emspiraten“. Die erhobenen Daten des Kurses und teilweise auch das Sammelgut wurden vom Kurs zur Forschungsstelle der Uni Kiel eingesendet. Dabei ging es nicht nur um die größeren Müllansammlungen, sondern der Kurs wurde leider auch bei der Suche nach Mikroplastik in der Ems fündig: In 3000 l Flusswasser schwimmt mindestens ein Mikroplastikpartikel einer maximalen Größe von 5 mm in der Ems. Mikroplastik ist neben dem größeren Plastikmüll, der über die Flüsse in die Meere gelangt, äußerst problematisch, da z. B. Fische die kleinen Plastikpartikel als „Nahrung“ aufnehmen, einlagern und daran verenden können. Über die Nahrungskette sind auch wir Menschen beim Verzehr von Fisch gefährdet, dass wir Mikroplastik aufnehmen.

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Exkursion zum Erdfallsee

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Fahrt zum Naturschutzgebiet „Heiliges Meer“

Bericht von Max Wienströer

In der Außenstelle des LWL-Museums für Naturkunde hat der Leistungskurs Biologie unter der Leitung von Frau Benteler an einem dreitägigen Kurs über das Ökosystem See teilgenommen. Die Fahrt dauerte von Mittwoch, 31. Mai bis Freitag, 2. Juni 2017.

Nach gut einer Stunde Anreise kam der Kurs am Naturschutzgebiet an. Nach kurzer Besichtigung der Zimmer absolvierte der Kurs den ersten Praxisteil. Dort konnte man die ersten Eindrücke vom Naturschutzgebiet sammeln und bekam eine Einführung in das Naturschutzgebiet „Heiliges Meer“. Dort besuchten wir zuerst den jüngsten der drei Seen. Dieser See entstand erst 1913 und ist ein so genannter „Erdfallsee“. Erdfallseen entstehen durch eine Senke an der Erdoberfläche, durch das Einbrechen eines natürlichen Hohlraumes im Untergrund, der sich dann mit Wasser füllt.

Nach der Mittagspause machten die Schüler einen kompletten Rundgang durchs Gebiet, nahmen Wasserproben und untersuchten diese auf Leitfähigkeit, pH-Wert, Eisen, Nitrat und Temperatur. Sie sahen auch viele verschiedene Tierarten und Pflanzen, die ganz oben auf der „Roten Liste“ stehen. Die weltweit veröffentliche Liste dokumentiert die vom Aussterben gefährdeten Tier- und Pflanzenarten.

Am zweiten Tag bekam der Kurs eine Einführung in das Ökosystem See und wurden mit den verschiedenen Wasserzonen vertraut gemacht. Danach paddelten die Schüler auf das „Große Heilige Meer“. Dieser See, der größere der beiden Erdfallseen, ist schon über 1000 Jahre alt. Hier erstellten die Schüler ein Vertikalprofil des Sees. Zum wissenschaftlichen Arbeiten gehörten Messungen der Sichttiefe, des Chlorophylls, der Sauerstoff- und Kohlenstoffdioxidkonzentration, der Wassertemperatur, des pH-Wertes u.v.m. Nach dem Mittagessen wurden die Ergebnisse analysiert und Diagramme erstellt. Die Freizeit am Abend verbrachte man zusammen und die ein oder andere Runde „Werwölfe“ gespielt.

Am letzten Tag fuhren die Schüler ein letztes Mal kurz auf den See hinaus und fischten mit Spezialwerkzeug Plankton, welches anschließend mikroskopiert wurde. Sie waren alle fasziniert über die Vielfalt an Lebewesen in einem Tropfen Wasser.

Die Fahrt zum „Heiligen Meer“ wird allen Schülern durch die naturkundlichen Beobachtungen, die nicht nur in wissenschaftlicher Hinsicht, sondern auch sonst interessanten Informationen und letztendlich auch durch den Spaß und die Freude an der Fahrt noch sehr lange im Gedächtnis bleiben.

 

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