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Tag Archives: Biologie

REDUCE, REUSE UND RECYCLE

„REDUCE, REUSE UND RECYCLE“
Multivisionsshow REdUSE zum weltweiten Ressourcenverbrauch am Gymnasium Laurentianum und Mariengymnasium

Bericht von Dr. Sabine Schöneich

Warendorf. „REDUCE, REUSE UND RECYCLE“ – zu dieser Thematik fanden am Gymnasium Laurentianum und am Mariengymnasium Multivisionsveranstaltungen des Projekts „REdUSE“ für die Jahrgangsstufen 5, 7, 8, 9, EF und Q1 mit dem Titel „Über unseren Umgang mit den Ressourcen der Erde“ statt.
Inhaltlich wurde den Schülerinnen und Schülern auf eine spannende, informative, aber auch aufrüttelnde Art und Weise nahegebracht, wie wir in Deutschland von Rohstoffen aus aller Welt, Wasser und Energie abhängig sind, um weiterhin so konsumieren zu können wie bisher. Viele Ressourcen sind bei steigender Nachfrage aber heute schon übernutzt – in Europa und weltweit.
Der Deutsche Erdüberlastungstag 2018 war am 2. Mai. Wäre der Ressourcenverbrauch der Weltbevölkerung so groß wie in Deutschland, dann hätte sie schon bis zu diesem Zeitpunkt die regenerierbaren Ressourcen verbraucht, die ihr für das gesamte Jahr zur Verfügung stehen. Um einen solchen Verbrauch nachhaltig zu decken, bräuchten wir drei Erden. Dies hat die Schülerinnen und Schüler nachhaltig beeindruckt, wie man ihren Kommentaren nach der Veranstaltung entnehmen konnte.

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BIOTECHNIK HAUTNAH ERLEBEN

Der Q1-Biologieleistungskurs des Mariengymnasiums Warendorf hat das Mitmachlabor teutolab besucht.

Bericht von Dr. Rebecca Brebeck

„Es war sehr spannend, die Inhalte aus dem Unterricht selber praktisch durchführen zu können und einen Einblick in die Uni zu bekommen“, berichtet ein Schüler des Leistungskurses Biologie. Alle anderen nicken. Kein Wunder, denn der Q1-Biologieleistungskurs des Mariengymnasiums Warendorf war zur Universität Bielefeld aufgebrochen, um dort im Biotechnologielabor teutolab verschiedene gentechnische Verfahren praxisnah kennen zu lernen.

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Erfolgreiche Plastik-Emspiraten

Schüler des Mariengymnasiums haben erfolgreich am Wissenschaftsjahr „Meere und Ozeane: Plastikpiraten“ teilgenommen

Bericht von Dr. Sabine Schöneich

Pünktlich zum Jahreswechsel liegen die Ergebnisse der Jugendaktion Wissenschaftsjahr „Plastikpiraten“ vor, an der im letzten Schuljahr auch der Kurs „Naturwissenschaften“ der Jahrgangsstufe 9 des Mariengymnasiums erfolgreich teilgenommen hat. Hier ging es darum, dass die Schüler nicht nur „Wissenschaft spielten“, sondern an einem Wissenschaftsprojekt der Uni Kiel richtig teilgenommen haben. „Wir waren an der Ems am Lohwall und haben dort nach allen Sorten von Müll gesucht. Dafür haben wir Planquadrate abgesteckt, Ufersand gesiebt, Fotos und Protokolle erstellt. Wir haben die Fließgeschwindigkeit der Ems bestimmt und mit einem speziellen Oberflächenwassernetz nach Mikroplastikpartikeln gefischt“, berichten sie. Insgesamt haben sich über 300 Schulen in ganz Deutschland an dieser Citizen-Science-Aktion beteiligt und an verschiedenen Fließgewässern in ganz Deutschland Müll gesammelt, wissenschaftlich ausgewertet und damit einen kleinen Beitrag zum Schutz der Meere und Ozeane geleistet. Die Ergebnisse können jetzt im Internet eingesehen werden. Am Mariengymnasium kam nun das Dankesschreiben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung an für die Leistung des Kurses als „Plastik-Emspiraten“. Die erhobenen Daten des Kurses und teilweise auch das Sammelgut wurden vom Kurs zur Forschungsstelle der Uni Kiel eingesendet. Dabei ging es nicht nur um die größeren Müllansammlungen, sondern der Kurs wurde leider auch bei der Suche nach Mikroplastik in der Ems fündig: In 3000 l Flusswasser schwimmt mindestens ein Mikroplastikpartikel einer maximalen Größe von 5 mm in der Ems. Mikroplastik ist neben dem größeren Plastikmüll, der über die Flüsse in die Meere gelangt, äußerst problematisch, da z. B. Fische die kleinen Plastikpartikel als „Nahrung“ aufnehmen, einlagern und daran verenden können. Über die Nahrungskette sind auch wir Menschen beim Verzehr von Fisch gefährdet, dass wir Mikroplastik aufnehmen.

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Exkursion zum Erdfallsee

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Fahrt zum Naturschutzgebiet „Heiliges Meer“

Bericht von Max Wienströer

In der Außenstelle des LWL-Museums für Naturkunde hat der Leistungskurs Biologie unter der Leitung von Frau Benteler an einem dreitägigen Kurs über das Ökosystem See teilgenommen. Die Fahrt dauerte von Mittwoch, 31. Mai bis Freitag, 2. Juni 2017.

Nach gut einer Stunde Anreise kam der Kurs am Naturschutzgebiet an. Nach kurzer Besichtigung der Zimmer absolvierte der Kurs den ersten Praxisteil. Dort konnte man die ersten Eindrücke vom Naturschutzgebiet sammeln und bekam eine Einführung in das Naturschutzgebiet „Heiliges Meer“. Dort besuchten wir zuerst den jüngsten der drei Seen. Dieser See entstand erst 1913 und ist ein so genannter „Erdfallsee“. Erdfallseen entstehen durch eine Senke an der Erdoberfläche, durch das Einbrechen eines natürlichen Hohlraumes im Untergrund, der sich dann mit Wasser füllt.

Nach der Mittagspause machten die Schüler einen kompletten Rundgang durchs Gebiet, nahmen Wasserproben und untersuchten diese auf Leitfähigkeit, pH-Wert, Eisen, Nitrat und Temperatur. Sie sahen auch viele verschiedene Tierarten und Pflanzen, die ganz oben auf der „Roten Liste“ stehen. Die weltweit veröffentliche Liste dokumentiert die vom Aussterben gefährdeten Tier- und Pflanzenarten.

Am zweiten Tag bekam der Kurs eine Einführung in das Ökosystem See und wurden mit den verschiedenen Wasserzonen vertraut gemacht. Danach paddelten die Schüler auf das „Große Heilige Meer“. Dieser See, der größere der beiden Erdfallseen, ist schon über 1000 Jahre alt. Hier erstellten die Schüler ein Vertikalprofil des Sees. Zum wissenschaftlichen Arbeiten gehörten Messungen der Sichttiefe, des Chlorophylls, der Sauerstoff- und Kohlenstoffdioxidkonzentration, der Wassertemperatur, des pH-Wertes u.v.m. Nach dem Mittagessen wurden die Ergebnisse analysiert und Diagramme erstellt. Die Freizeit am Abend verbrachte man zusammen und die ein oder andere Runde „Werwölfe“ gespielt.

Am letzten Tag fuhren die Schüler ein letztes Mal kurz auf den See hinaus und fischten mit Spezialwerkzeug Plankton, welches anschließend mikroskopiert wurde. Sie waren alle fasziniert über die Vielfalt an Lebewesen in einem Tropfen Wasser.

Die Fahrt zum „Heiligen Meer“ wird allen Schülern durch die naturkundlichen Beobachtungen, die nicht nur in wissenschaftlicher Hinsicht, sondern auch sonst interessanten Informationen und letztendlich auch durch den Spaß und die Freude an der Fahrt noch sehr lange im Gedächtnis bleiben.

 

Ein fast normales Leben trotz HIV

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Autorenlesung über das Leben mit dem HI-Virus

Bericht von Gerold Paul

Stille im Klassenraum. Der in Berlin lebende Autor Matthias Gerschwitz berichtet vor der Jahrgangsstufe 9 des Mariengymnasiums über sein Leben mit dem HI-Virus. Wenn er spricht, schwingt unverkennbar Humor in seiner Stimme mit. Gerschwitz erzählt viele Geschichten. Er erzählt offen und frei. Wie er sich bei einem Freund angesteckt habe. Durch ungeschützten Sex. Er habe nach der Diagnose mit einem beträchtlichen Maß an Ablehnung leben müssen. Nach einem Jahr Trauer habe er zu seiner positiven Lebenseinstellung zurückgefunden. Natürlich kommen auch weiterhin Stunden mit Unsicherheit. Da möchte er nicht Medikamente zum Preis von EUR 115,00 täglich schlucken. Trotzdem könne man mit dem HI-Virus lange und fast normal leben. Gerschwitz weiß seit 1994 von seiner Krankheit. Mithilfe der erfolgreichen antiretroviralen Therapie (ART) ist es in seinem Fall gelungen, die Virenlast derart zu reduzieren, dass sie kaum nachweisbar ist. Gerschwitz, Leiter einer Werbeagentur, hat es sich seit vielen Jahren zur Aufgabe gemacht, über sein Leben als HIV-Positiver zu berichten. Die Schüler hören aufmerksam zu, wie er aus seinem 2011 erschienenen Buch „Endlich mal was Positives!“ vorträgt. Der Autor nennt Zahlen und Fakten, zählt die Wege auf, auf denen man sich anstecken kann. Er schärft das Bewusstsein dafür, was Safer Sex ist. Die an sechs Schulen im Kreis veranstalteten Lesungen mit Matthias Gerschwitz werden durch die AIDS-Hilfe Ahlen e.V. organisiert. Sie werden gefördert durch Mittel des Kreises und der Sparkasse Münsterland-Ost. Gerschwitz, offizieller Botschafter des Bundesministeriums für Gesundheit am Welt-Aids-Tag, ist bereits mehrfach für sein Engagement, u. a. mit dem Anne-Madison-Preis, ausgezeichnet worden.

Natur erleben

Fahrt zum Naturschutzgebiet „Heiliges Meer“

In der Außenstelle des LWL-Museums für Naturkunde hat der Leistungskurs Biologie unter der Leitung von Frau Dr. Schöneich an einem dreitägigen Kurs über das Ökosystem See teilgenommen. Die Fahrt dauerte von Mittwoch, 08. Juni, bis Freitag, 10. Juni 2016. Die Schüler des Kurses berichten:

Am ersten Tag sind wir zunächst in das Naturschutzgebiet „Heiliges Meer“ eingeführt worden. Hierbei wurden wir u. a. über das Alter der vier bei Hopsten im Kreis Steinfurt gelegenen Seen aufgeklärt. Zwei der Seen sind so genannte „Erdfallseen“, einer ist 100 Jahre alt, der andere an die 1000 Jahre. Unser erster Gang führte uns an den jüngeren, 1913 entstandenen Erdfallsee. Dort haben wir mehrere Wasserproben genommen und in Bezug auf Temperatur, Leitfähigkeit, pH-Wert, Nitrat und Eisen untersucht.

Nach der Mittagspause haben wir dann einen Rundgang durch das Gebiet des Großen Heiligen Meeres, des 1000 Jahre alten Erdfallsees, gemacht und unsere Untersuchungen fortgeführt. Wir bekamen viele Tiere zu Gesicht, verschiedene Großlibellen, Moorfrösche und auch die rätselhaften, mit den Heidschnucken verwandten „Muffelschnucken“. Herr Trappmann, der Biologe, der uns am ersten Tag begleitete, erklärte uns ausführlich und mit großer Sachkenntnis, wie der tausendjährige See entstanden ist, welche Pflanzen in dieser seltenen Landschaft wachsen und mit welchen Naturschutzmaßnahmen der Nährstoffeintrag von den umliegenden Maisfeldern eingedämmt werden soll. Deutlich konnten wir die Unterschiede zwischen den beiden Erdfallseen erkennen.

Danach ging es in die Heide mit kleinen Tümpeln, an deren Rändern Sonnentau, eine fleischfressende Pflanze, in der Sonne glitzerte. Gegen 18:00 Uhr war unsere Tour beendet, und wir machten uns einen schönen und lustigen Abend in der Station. Werwölfe gingen um…

Der zweite Tag begann mit einem reichhaltigen Frühstück. Danach begrüßte uns Herr Berlemann, der Biologe, der uns für die nächsten zwei Tage betreuen sollte. Dieser stellte uns zunächst im Labor das Ökosystem See mit den verschiedenen Wasserzonen vor. Anschließend paddelten wir aus eigener Kraft auf das Große Heilige Meer, um ein Vertikalprofil des Sees zu erstellen. Dazu gehörten Messungen der Sichttiefe, des Chlorophylls, der Sauerstoff- und Kohlenstoffdioxidkonzentration, der Wassertemperatur, des pH-Wertes u.v.m. Auf diese Weise lernten wir das wissenschaftliche Arbeiten kennen. Einige Mutige unter uns probierten sogar die Mudde des Seebodens, welche sich als äußerst eisenhaltig herausstellte und wie Blut schmeckte. Keiner fiel in den See…

Am Nachmittag analysierten wir die Forschungsergebnisse und werteten sie aus und erstellten das bereits erwähnte Vertikalprofil in Form eines großen Diagramms. Am Abend ging ein anstrengender und lehrreicher Tag zuende, der von 9:00 Uhr morgens bis 19:00 Uhr abends mit Programm gefüllt gewesen war! Aber auch wenn wir müde waren, der Abend war wieder sehr lustig, und Dilara bewies ihre künstlerischen Fertigkeiten bei der Gestaltung des Gästebuchs!

Plankton: die Basis des Lebens

Der letzte Tag war kurz, stellte aber dennoch etwas Besonderes dar. Nach einer kurzen Einführung in die interessante Welt des Planktons – Kleinstlebewesen, die nur mit Hilfe der Strömung dahintreiben – setzten wir uns wieder in die Boote, diesmal bei strahlendem Sonnenschein. Wir fischten einiges an Plankton, um dieses später zu mikroskopieren. Anschließend begutachteten wir den Aufbau einer Seerose und beobachteten ein Haubentaucherpärchen auf seinem Schwimmnest. Zurück im Labor untersuchten wir dann die Wasserproben und lernten viele verschiedene Arten von pflanzlichem und tierischem Plankton kennen. Plankton zu klassifizieren, stellte sich als gar nicht so einfach heraus. Schließlich mussten wir noch das Seeungeheuer identifizieren, das nur nachts aus der Mudde an die Oberfläche kommt…

Aufgrund dieser naturkundlichen Beobachtungen, die nicht nur Wissen vermittelten, sondern auch sehr viel Spaß machten, wurde die Kursfahrt an das Heilige Meer zu etwas Einzigartigem.

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