ZWISCHEN KÖTTBULLAR UND WIKINGERN

Zwischen Köttbullar und Wikingern – wie die Achtklässler:innen den Alltag in Schweden erlebt haben

Von Frederick Mahnke und Jana Oberrecht

Im Rahmen des ErasmusPlus-Programms nahmen zehn Schüler:innen der Jahrgangsstufe 8 unserer Schule vom 2. bis zum 8. Mai 2026 an einem Austausch mit unserer Partnerschule in Danderyd nahe Stockholm teil. Dabei erhielten die Teilnehmer:innen nicht nur einen Einblick in das schwedische Schulsystem, sondern lernten auch die Kultur des Landes näher kennen.

Typisch schwedisch oder doch ganz ähnlich wie bei uns? Schon am ersten Abend in Danderyd wurden in mehreren Gastfamilien die klassischen schwedischen Fleischbällchen serviert. Andere Familien setzten hingegen auf international beliebte Gerichte wie Nudeln, Pizza oder Tacos. In einem Punkt war sich die Gruppe einig: Die schwedischen Familien erwiesen sich als ausgesprochen herzliche Gastgeber. Jakob betont, wie schön es gewesen sei, „dass alle Familien so nett waren“.

Doch der Austausch diente natürlich nicht nur kulinarischen Erlebnissen. Jeder Erasmus-Aufenthalt hat auch einen thematischen Schwerpunkt – in diesem Fall stand „Sustainable Development“ im Fokus. Dabei ging es vor allem um Aspekte, die für die MGW‑Schüler:innen im Alltag praktisch erfahrbar sind: Wie nutzt man den öffentlichen Nahverkehr im Großraum Stockholm? Wird in Schweden anders recycelt als in Deutschland?

Den öffentlichen Nahverkehr nutzte die Gruppe intensiv, auch um verschiedene Ausflugsziele zu erreichen. Ein Besuch des Vasa-Museums sowie des Freilichtmuseums Skansen zählten zu den Höhepunkten der Reise. Im Skansen erhielten die Schüler:innen Einblicke in traditionelle Handwerksberufe und in das Leben früherer Zeiten – eine Perspektive, die eine ganz eigene Dimension von Nachhaltigkeit sichtbar macht.

Neben den schulisch organisierten Aktivitäten verbrachten die schwedischen und deutschen Schüler:innen auch viel Zeit gemeinsam in ihrer Freizeit, etwa bei Ausflügen in die Stockholmer Innenstadt. So entstanden neue Kontakte und Freundschaften. „Besonders gut gefallen hat mir, dass sich die deutschen und schwedischen Schüler:innen die ganze Zeit gegenseitig geholfen haben“, bilanziert Lisa.

Darüber hinaus stellten die Teilnehmer:innen ihre Englischkenntnisse unter Beweis, um sich mit ihren Partner:innen zu verständigen. „Es hat mich überrascht, wie gut die Verständigung auf Englisch funktioniert hat“, stellt Lasse fest. In einigen Gastfamilien wurde sogar Deutsch gesprochen.

Insgesamt blicken die Achtklässler:innen und die begleitenden Lehrkräfte auf eine spannende und ereignisreiche Woche zurück. „Es war eine Woche voller Überraschungen“, fasst Lilly den Austausch treffend zusammen. Nun richtet sich der Blick voller Vorfreude auf den September, wenn die schwedischen Schüler:innen zum Gegenbesuch ans MGW kommen.

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