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BREAK THE FAKE – NACHRICHTENKOMPETENZ STÄRKEN

Frank Haberstroh, Chefredakteur von Radio WAF, referiert vor Philosophiekursen des Mariengymnasiums über das Nachrichtengeschäft

Von Dr. Marina Mertens

Schon Ende 2016 erklärte die Gesellschaft für deutsche Sprache den Begriff „postfaktisch“ zum Wort des Jahres. Im gleichen Jahr wurde „Fake News“ zum Anglizismus des Jahres gekürt. Der Auszeichnung „Wort des Jahres“, gedacht als sprachlicher Jahresrückblick, haftet der Charakter einer Momentaufnahme an. Aber schon seit über fünf Jahren gerät das Thema Desinformation regelmäßig in die Schlagzeilen der internationalen Medien und avancierte – auch durch die Coronakrise, hier sogar im Fahrwasser von Verschwörungstheorien – zu einem Dauerbrenner. Die Konsequenzen sind, dass einerseits die Medienschaffenden unter dem zunehmenden Vertrauensverlust leiden und dass andererseits die Menschen verunsichert sind, was sie noch glauben können. Das gilt insbesondere auch für Schülerinnen und Schüler, die sich vielfach ausschließlich über ihre Smartphones über das Weltgeschehen informieren. 

Wie werden Nachrichten gemacht?

Dies nahmen die Philosophiekurse der Einführungsphase im Rahmen ihrer Unterrichtsreihe „Was ist Wahrheit? Was ist Wissen? – Prinzipien und Reichweite menschlicher Erkenntnis“ zum Anlass, um sich von einem Medienprofi einmal das Nachrichtengeschäft genau erklären zu lassen. Am vergangenen Freitag besuchte der Chefredakteur von Radio WAF, Frank Haberstroh, unsere Schule und schlug einen Weg durch den täglichen Dschungel von Information und Desinformation: Wie sieht der Alltag in der Redaktion aus? Wie werden die Nachrichten gemacht? Welche Quellen werden genutzt? Wie überprüft man sie? Was ist der Unterschied zwischen einem Bericht und einem Kommentar? Wie wird ausgewählt und wo beginnt eigentlich Manipulation bei dem zunehmenden Veröffentlichungsdruck? Aber auch Fragen danach, welche persönlichen Erfahrungen der Profi schon mit Fake News gemacht hatte und wie die Werbeeinnahmen generiert werden, wurden beantwortet. Schließlich gab Frank Haberstroh den Schülerinnen und Schülern noch einige praktische Tipps mit auf den Weg, wie sie in ihrem Alltag nicht mehr auf Fake News hereinfallen.

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