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LEBENDIG VERMITTELTE VERGANGENHEIT IM MUSEUM KALKRIESE

Lateinkurse der achten Klassen des Mariengymnasiums Warendorf besuchen das Museum Kalkriese

Von Gerold Paul

Diese Geschichte lernt jeder im Lateinunterricht kennen – wie Varus und seine Legionen im Jahre 9 n. Chr. auf die Germanen trafen und der Ausgang der Schlacht die Römer an die katastrophale Niederlage gegen Hannibal bei Cannae erinnerte. „Varus, gib mir meine Legionen wieder!“, soll Augustus gesagt haben und seinen Kopf gegen die Tür geschlagen haben. Den Germanen soll dieser Sieg, hieß es vereinfachend in deutscher Geschichtsschreibung, die Freiheit von den Römern verschafft haben. Was die Museumspädagogen Claudia Dietz und Hendrik Erichsen den Lateinkursen des Mariengymnasiums erzählten, galt dabei vor allem der Frage, wie Archäologen vorgehen, wenn sie die spannenden Fragen lösen wollen, die die Vergangenheit aufwirft. Gar nicht glauben zu können schien nicht nur Schülerin Lena Kather aus der Klasse 8B, zu welchen interessanten Ergebnissen die Forschungen dabei geführt haben: „Cool, was die alles ausgegraben haben!“

Spannende Funde in Kalkriese

Es sei eine uralte Frage, schilderte Hendrik Erichsen, wo genau die Schlacht stattgefunden hat, und wiedergefundene Wallanlagen, Knochen, Rüstungen, Waffen, Münzen und vieles mehr könnten den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern inzwischen helfen, den Ort und den Verlauf der folgenreichen Kämpfe zu rekonstruieren. „Gerne würde ich heute die Wege rechts und links des Museums erkunden!”, hatte sich Schüler Florian Bäumker auf der Hinfahrt von Warendorf nach Bramsche gefreut. Die Ankündigungen von Orkanböen des Sturmtiefs „Zeynep“ verhinderten es allerdings, dass das Außengelände des Museums betreten werden durfte. Aber hoch hinaus ging es in den 40 m hohen, mit Stahlplatten ummantelten Ausstellungsturm, in dem die Schlacht gegen Arminius und sein Überfallkommando und die Grabungsfunde anschaulich dargestellt werden. Schüler Björn Beckemeyer wies im Rückblick darauf hin, wie lebendig außerdem und informativ die Führungen der beiden Museumspädagogen gewesen seien. Die Fahrt der Achtklässler des Mariengymnasiums diente als Ersatz für eine fünftägige Trierfahrt der Lateinkurse, die schon vor Monaten hätte stattfinden sollen und wegen der Pandemie ausgefallen war.

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