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PFERD STATT RIND IN DER LASAGNE?

Biologie-Leistungskurs des MGW hat das Teutolab der Universität Bielefeld besucht.

Zum wiederholten Male nahm der Biologie-Leistungskurs der Q1 des Mariengymnasiums an einem Projekttag des Teutolabs für Biotechnologie an der Universität Bielefeld teil. Auch einige besonders interessierte Schüler des Grundkurses begleiteten den LK.

Während des halbtägigen Praktikums hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, in einem modernen biotechnologischen Labor Versuche zu biologischen Fragestellungen durchzuführen. Unter fachlicher Leitung der Mitarbeiter des Teutolabs wurden u. a. tierische DNA isoliert, mit Restriktionsenzymen gearbeitet, eine PCR durchgeführt und Ergebnisse mittels Gelelektrophorese sichtbar gemacht. Auch konnten die Schüler die Arbeit mit einem Elektronenmikroskop kennen lernen. So wurde zum Beispiel der Frage nachgegangen, ob die im Voraus gekaufte Lasagne aus dem zu erwartenden Rindfleisch oder eventuell doch aus Pferdefleisch bestand. Während einer Mittagspause hatten alle Teilnehmer die Möglichkeit, die Mensa der Uni Bielefeld zu besuchen, um so einen ersten Einblick in das studentische Leben außerhalb des Hörsaals zu bekommen.

Bei der abschließenden Evaluation wurde deutlich, dass dieser Tag im Labor als besonders hilfreich im Hinblick auf die Abiturvorbereitung empfunden wurde. Auch der Spaß kam nicht zu kurz.

WIE FARBEN ENTSTEHEN

Jungchemiker des MGW und GLW gemeinsam im Teutolab Chemie

Bericht von Dr. Sabine Schöneich

Zwölf Schülerinnen und Schüler der Q2 des Mariengymnasiums unter Leitung von Frau Dr. Schöneich und sechs Schülerinnen und Schüler der Q2 des Gymnasium Laurentianum unter Leitung von Frau Dr. Siemer besuchten gemeinsam das Teutolab Chemie der Uni Bielefeld und verbrachten einen spannenden Tag im Labor mit vielen Experimenten zum Thema „Farbstoffe und Farbigkeit“. In drei Laboren wurden Experimente zu den Themen „Gewinnung von Lebensmittelfarbstoffen“, „Färben mit Lebensmittelfarbstoffen“ und „Analyse von Lebensmitteln auf Farbstoffe“ durchgeführt. Nebenbei wurden die Schülerinnen und Schüler, die alle kurz vorm dem Abitur stehen, von den Betreuern über das Chemiestudium und die verschiedenen Fachrichtungen informiert. Ermöglicht und finanziell unterstützt wurde diese außerschulische Weiterbildung für die Abiturienten vom zdi in Oelde. Das zdi ist eine Gemeinschaftsoffensive zur Förderung des naturwissenschaftlich-technischen Nachwuchses in Nordrhein-Westfalen.


NIE WIEDER AUSCHWITZ

Bericht über die Reise des Projektkurses nach Krakau/Gedenkstätte Auschwitz vom 4.9. – 8.9.2018

Im September hat der Projektkurs „Nie wieder Auschwitz – Erinnern gegen das Vergessen“ der Q1 des MGW eine Reise nach Krakau mit dem Besuch der Gedenkstätten Auschwitz und Auschwitz-Birkenau unternommen.

Bericht von Jossi Pelke, Dominik Blagojevic und Stine Schöning

Den ersten Abend, nachdem wir am Hostel eingecheckt hatten, verbrachten wir alle gemeinsam und gingen Essen. Dabei durften wir traditionelle jüdische Spezialitäten in einem Restaurant kennen lernen.
Am nächsten Tag ging es schon früh los. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg Richtung Gedenkstätte Auschwitz. In Anbetracht dieses Besuches stellten sich viele von uns Fragen. Wie soll man reagieren, was soll man denken oder sagen und wie werden wir reagieren. Somit gingen alle mit gemischten Gefühlen zum Eingang. Nachdem wir den Sicherheitscheck durchlaufen hatten, ging die insgesamt sechsstündige Führung los. Das erste, was uns erwartete, war der große Schriftzug „Arbeit macht frei“. So wurde aus den Schwarz-Weiß-Bildern des Geschichtsbuches Realität. Alle lauschten aufmerksam der Dame, die die Führung machte. Ein mulmiges Gefühl machte sich bei uns breit, als wir das Eingangstor durchquerten. Der erste Eindruck war eine gepflegte Anlage und Sonnenstrahlen, die zwischen den Blocks hervorkamen. Das genaue Gegenteil zu der Geschichte und zu dem, was wir zuerst erwartet hatten. Jedoch verschwand das Gefühl mit dem Betreten der Blocks, in denen verschiedene Ausstellungen gezeigt wurden. Mit zunehmender Zeit in dem Stammlager wurde einem bewusst, welches Ausmaß diese Geschichte hatte. Schlagartig kam die Bedrücktheit, die man vorher erwartet hatte, als wir einen Raum betraten, in dem die Haare der Menschen lagen, die im KZ gelebt hatten und zu Tode gekommen waren und die zu einem hohen Berg aufgetürmt wurden. Unvorstellbar für manche, dass diese Haare Menschen gehört haben, die sinnlos, brutal und einfach nur erschreckend zu Tode gekommen sind. Nach und nach durchliefen wir weitere Räume, in denen Prothesen, Töpfe, Bilder von Angehörigen und andere Wertgegenstände der Gefangenen auf einem großen Berg lagen.

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Wer die Vergangenheit nicht kennt …

„Wer die Vergangenheit nicht kennt, ist dazu verurteilt, sie zu wiederholen“

Studienreise nach Krakau und Auschwitz

Bericht von Clara Krieft und Vivian Termeer

Vielen ist der Begriff „Nationalsozialismus“ zwar bekannt, jedoch reicht dieses grobe Wissen nicht aus, die Vergangenheit zu verstehen und zu verinnerlichen.
Wir, 19 Schülerinnen und Schüler des Geschichte-Projektkurses am Mariengymnasium Warendorf machten uns in Begleitung unserer Lehrerinnen Sandra Benteler und Cordula Mense-Frerich am 05.09. auf den Weg nach Krakau in Polen, um die Vergangenheit besser auffassen zu können. Unter dem Motto „Nie wieder Auschwitz – Erinnern gegen das Vergessen“, erkundeten wir, gefördert vom Kulturreferat für Westpreußen, Posener Land und Mittelpolen (BKM), innerhalb von vier Tagen die Stadt sowie die erhaltenen Beweise des Geschehenen, unter anderem das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau.
Um einen ersten Eindruck von der polnischen Kultur zu erhalten, besuchten wir bereits am ersten Abend ein typisch polnisches Restaurant. Auch wenn das Essen nicht jedermanns Geschmack entsprach, so war es dennoch eine schöne Erfahrung für uns. Am zweiten Tag besichtigten wir nach einem Spaziergang durch das alte jüdische Ghetto, das in Krakau gelegene Schindler-Museum.

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Exkursion zum Erdfallsee

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Fahrt zum Naturschutzgebiet „Heiliges Meer“

Bericht von Max Wienströer

In der Außenstelle des LWL-Museums für Naturkunde hat der Leistungskurs Biologie unter der Leitung von Frau Benteler an einem dreitägigen Kurs über das Ökosystem See teilgenommen. Die Fahrt dauerte von Mittwoch, 31. Mai bis Freitag, 2. Juni 2017.

Nach gut einer Stunde Anreise kam der Kurs am Naturschutzgebiet an. Nach kurzer Besichtigung der Zimmer absolvierte der Kurs den ersten Praxisteil. Dort konnte man die ersten Eindrücke vom Naturschutzgebiet sammeln und bekam eine Einführung in das Naturschutzgebiet „Heiliges Meer“. Dort besuchten wir zuerst den jüngsten der drei Seen. Dieser See entstand erst 1913 und ist ein so genannter „Erdfallsee“. Erdfallseen entstehen durch eine Senke an der Erdoberfläche, durch das Einbrechen eines natürlichen Hohlraumes im Untergrund, der sich dann mit Wasser füllt.

Nach der Mittagspause machten die Schüler einen kompletten Rundgang durchs Gebiet, nahmen Wasserproben und untersuchten diese auf Leitfähigkeit, pH-Wert, Eisen, Nitrat und Temperatur. Sie sahen auch viele verschiedene Tierarten und Pflanzen, die ganz oben auf der „Roten Liste“ stehen. Die weltweit veröffentliche Liste dokumentiert die vom Aussterben gefährdeten Tier- und Pflanzenarten.

Am zweiten Tag bekam der Kurs eine Einführung in das Ökosystem See und wurden mit den verschiedenen Wasserzonen vertraut gemacht. Danach paddelten die Schüler auf das „Große Heilige Meer“. Dieser See, der größere der beiden Erdfallseen, ist schon über 1000 Jahre alt. Hier erstellten die Schüler ein Vertikalprofil des Sees. Zum wissenschaftlichen Arbeiten gehörten Messungen der Sichttiefe, des Chlorophylls, der Sauerstoff- und Kohlenstoffdioxidkonzentration, der Wassertemperatur, des pH-Wertes u.v.m. Nach dem Mittagessen wurden die Ergebnisse analysiert und Diagramme erstellt. Die Freizeit am Abend verbrachte man zusammen und die ein oder andere Runde „Werwölfe“ gespielt.

Am letzten Tag fuhren die Schüler ein letztes Mal kurz auf den See hinaus und fischten mit Spezialwerkzeug Plankton, welches anschließend mikroskopiert wurde. Sie waren alle fasziniert über die Vielfalt an Lebewesen in einem Tropfen Wasser.

Die Fahrt zum „Heiligen Meer“ wird allen Schülern durch die naturkundlichen Beobachtungen, die nicht nur in wissenschaftlicher Hinsicht, sondern auch sonst interessanten Informationen und letztendlich auch durch den Spaß und die Freude an der Fahrt noch sehr lange im Gedächtnis bleiben.

 

Auf den Spuren des Westfälischen Friedens

© Gerold Paul.

Geschichtskurs des MGW zu Besuch im Historischen Rathaus in Münster

Bericht von Friederike Thiel

Schon auf dem Weg zum Historischen Rathaus der Stadt Münster hatten die Marienschüler die ersten Friedenszeichen entdeckt. Immer wieder tauchten Kanaldeckel auf, welche an das 350-jährige Jubiläum des Westfälischen Friedens erinnern. Dieser Frieden zwischen dem Kaiser, dem Reich, Schweden und Frankreich einerseits und zwischen Spanien und den niederländischen Generalstaaten andererseits wurde zwischen dem 15. Mai und dem 24. Oktober 1648 in Osnabrück und Münster besiegelt und beendete damit den Dreißigjährigen Krieg und den Achtzigjährigen Unabhängigkeitskrieg der Niederlande. Außerdem passierten die Schüler das Haus der Niederlande, in welchem zu Zeiten der Friedensverhandlungen die niederländischen Gesandten untergebracht waren.

Mittags kam die Schülergruppe im Rathaus und im Friedenssaal an, in dem europäische Geschichte geschrieben wurde und der zugleich der wichtigste Empfangsraum der Stadt Münster ist. Die Schüler waren beeindruckt von den vielen detailreichen Schnitzereien in den prächtigen hölzernen Renaissancevertäfelungen und von den zahlreichen Originalporträts der am Friedensvertrag beteiligten Diplomaten. Unter anderem bekamen die Schüler darunter ein Gemälde des damals elfjährigen Ludwig XIV. zu Gesicht, was die Schüler besonders faszinierte. Dass heute noch Teile der Originalausstattung zu bewundern sind, ist der rechtzeitigen Auslagerung der Objekte zu verdanken, welche auf diese Weise den 2. Weltkrieg überstanden haben. Als ein weiteres Symbol des Friedens gilt der vergoldete Hahnenpokal, der auch als Trinkgefäß bei zeremoniellen Anlässen dient.

Nach der Führung durch den Friedenssaal versammelte sich die Gruppe im Rathausinnenhof bei den Chillida-Bänken, dem Werk des spanischen Bildhauers Eduardo Chillida aus dem Jahr 1992 mit dem Titel „Toleranz durch Dialog“. Dort entstand auch das Gruppenbild, mit welchem die Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihren Lehrern Kerstin van den Boom und Andreas Wening ein Zeichen des Friedens setzen wollten: Sich die Hände reichen, besonders an diesem Tag, an dem anlässlich des im Rathaus stattfindenden Neujahrsempfangs der AfD auf dem Prinzipalmarkt wütende Proteste erwartet wurden. Darauf versammelten sich alle Marienschüler im Stadtmuseum, wo die Erkundung fortgeführt wurde. Die ständige Ausstellung im Museum präsentiert die Siedlungsgeschichte Münsters bis zur Gegenwart. Im Raum zum Westfälischen Frieden konnten die Schüler ihr Wissen mit zusätzlichen Fakten erweitern. Außerdem lieferten die begleitenden Lehrer noch weitere interessante Informationen zu diesem Thema und beantworteten die Fragen der neugierigen Schüler. Um 14 Uhr endete die Exkursion, welche die Erwartungen der Schüler voll und ganz erfüllt hat. Es war ein gelungener Ausflug auf den Spuren des Westfälischen Friedens.

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