GEMEINSAM GEGEN AUSGRENZUNG

Vom 29.01. bis zum 30.01. fand für die siebten Klassen des Mariengymnasiums das „Anti-Ausgrenzungs-Projekt“ statt.
Von Hanna Bury
Ziel des Projekts war es, über Ausgrenzung aufzuklären, – am Beispiel Rassismus – den Umgang mit Rassismus zu thematisieren und die Klassengemeinschaft zu stärken.
Das Projekt wurde von den vier Schülerinnen und Schülern Alicia Felling (10B), Hanna Bury (EF), Max Lütke-Hüttman (Q1) und Jonathan Kock (Q1) entwickelt, die Teil der Schülervertretung sind bzw. waren.
Als Ansprechpartner stand Thomas Ormeloh zur Verfügung, der der Gruppe mit Material und Unterstützung zur Seite stand.
Seit beinahe zwei Jahren steckte die Arbeitsgruppe viel Zeit und Arbeit in die Planung. Schon von Beginn an war klar, dass die Aktion auf Augenhöhe stattfinden sollte, um einen Raum für Erfahrungen und Wertschätzung zu schaffen.
Das Projekt begann mit einer kurzen Vorstellungsrunde zum Aufwärmen. Die Schüler*innen durften anschließend erzählen, ob sie den Begriff „Rassismus“ schon einmal gehört hatten und was sie damit verbinden.
Im Anschluss wurde ein Kurzfilm gezeigt, der Rassismus in alltäglichen Situationen im Schulalltag darstellt. Gemeinsam wurde danach überlegt, wie sich Menschen in solchen Situationen fühlen.
Daraufhin konnten die Schüler*innen eigene Erfahrungen teilen. Besonders positiv war, dass die Klassengemeinschaft eine respektvolle Atmosphäre geschaffen hat. Deutlich wurde, wie wichtig dieses Thema ist, da viele selbst betroffen waren oder rassistische Äußerungen im Bekanntenkreis mitbekommen hatten.
Im nächsten Schritt begab sich die Klasse auf Ursachenforschung mit der Frage, warum Menschen rassistisch handeln. Aufbauend darauf erarbeiteten die Klasse Handlungsstrategien, wie man reagieren kann, wenn man selbst ausgegrenzt, diskriminiert oder angegriffen wird. Außerdem lernten die Klassen der Jahrgangsstufe 7, was man tun kann, wenn man Zeuge einer übergriffigen Situation wird.
Darüber hinaus führte die Arbeitsgruppe ein Rollenspiel vor, in dem diskriminierende beziehungsweise von Vorurteilen geprägte Aussagen vorkamen. Die Schüler*innen sollten laut „Stopp“ rufen, sobald eine Aussage übergriffig war. Anschließend wurde gemeinsam überlegt, wie man diese Aussagen so verändern könnte, dass sich niemand verletzt fühlt.
Zum Abschluss wurde ein Spiel gespielt, das den Klassenzusammenhalt stärken sollte. Die Klasse warf sich gegenseitig ein Wollknäuel zu, wobei jedes Mal ein nettes Kompliment gesagt wurde. Am Ende entstand ein großes Netz aus Wolle, wodurch allen klar wurde, dass man nur als Gemeinschaft stark ist.
Die Arbeitsgruppe ist sehr zufrieden mit ihrem Projekt. Insgesamt hat sich die Arbeit ausgezahlt, da die Klassen viel gelernt haben und der Arbeitsgruppe positives Feedback gegeben wurde. So sagt zum Beispiel Mariella aus der 7B:
„Ich habe gelernt, dass man nicht wegschauen sollte, sondern so gut man kann helfen soll.“