TRAUER UM GABRIELE GROHE-BURY

Das Mariengymnasium trauert um die langjährige Kollegin und sehr geschätzte Pädagogin Gabriele Grohe-Bury. Sie starb am 4. Februar 2026 nach schwerer Krankheit im Alter von 78 Jahren.
Gabriele Grohe-Bury wurde am 18.03.1947 in Koblenz geboren. Ihre Kindheit und Jugend verbrachte sie in den von ihr sehr geliebten Orten Boppard und Oberwesel am Mittelrhein. Dort bestand sie 1966 ihr Abitur und studierte zunächst in Mainz und dann in Freiburg Germanistik und Geschichte. Ihr erstes Staatsexamen legte sie 1972 ab und absolvierte anschließend ihr Referendariat am Gymnasium St. Mauritz in Münster.
An die damalige Marienschule Warendorf kam sie am 1. Februar 1974 und wurde am 30.12.1976 zur Studienrätin auf Lebenszeit ernannt. Mit außerordentlichem Engagement und großer Sachkompetenz unterrichtete sie – unterbrochen von einer Familienzeit für ihre drei Kinder – viele Generationen von Schülern, bis sie am 1. Februar 2009 in den verdienten Ruhestand eintrat.
Gabriele Grohe-Bury war eine sowohl bei Schülern als auch Kollegen besonders beliebte Kollegin. Mit ihrer Herzlichkeit und Lebendigkeit, mit ihrer Präsenz und Zuverlässigkeit bereicherte sie das Schulleben. Mit ihrem Schwung und ihrer Begeisterung förderte und forderte sie ihre Schülerinnen und Schüler. Das Fach Deutsch unterrichtete sie mit großer Sachkompetenz und Freude an Sprache und Literatur. Im Kunstunterricht motivierte sie ihre Klassen durch Kreativität und Ideenreichtum für künstlerische Techniken und Themen.
Besonders engagierte sie sich im Bereich neuer Lern- und Arbeitsformen in der Unterstufe. Ein Herzensanliegen waren ihr die Etablierung und Entwicklung des „Selbstverantwortlichen Arbeitens am Mariengymnasium (SESAM)“, um Schülerinnen und Schüler individueller zu fördern.
Als Klassenlehrerin war ihr ein gutes Miteinander sehr wichtig. Viele Klassenfahrten hat sie mit Freude und Sorgfalt organisiert und begleitet. Aber auch für die Schulentwicklung und die Gestaltung der Schule fühlte sie sich verantwortlich. Ihre künstlerische Kreativität zeigte sie insbesondere bei den Schulmusicals, die sie als Maskenbildnerin mitgestaltete.
Auch nach ihrer Pensionierung begeisterte sie mit ihrer Kunst. In Warendorf war sie durch Ausstellungen ihrer beeindruckenden keramischen Arbeiten präsent. Außerdem kümmerte sie sich liebevoll um die Gestaltung der Krippe in der Klosterkirche.
Ihr Engagement, ihr feinsinniger Humor und ihre positive Ausstrahlung werden uns stets in Erinnerung bleiben. Unser Mitgefühl gilt ihrem Ehemann, den drei erwachsenen Kindern, den zwei Enkelkindern und allen Angehörigen.