VIRTUELLE BERUFE-REALITÄT



MarienschülerInnen erleben berufliche Zukunft mit VR-Brille
Von David Feldkämper
MGW. Etwas nervös, aber mit einem leichten Lächeln schaut Helene um sich. In ihrer Wahrnehmung befindet sich die 16-Jährige inmitten junger Polizeianwärterinnen und Polizeianwärter. In der Wahrnehmung ihrer Mitschülerinnen steht sie im Oberstufentrakt des Mariengymnasiums, einen Controller in der Hand, eine VR-Brille auf den Augen. Im Rahmen des zweiten Workshops zur Berufsorientierung in der Oberstufe hatten Schülerinnen und Schüler des EF-Jahrgangs unter Anleitung der Berufsberaterinnen Mechthild Jürgens und Regina Schüttelhöfer von der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster die Chance, verschiedene Berufe virtuell zu erleben.
„Mit speziellen Virtual-Reality-Brillen (VR-Brillen) können die Jugendlichen in das alltägliche Geschehen diverser Berufsfelder hineinschnuppern. Verschiedene 360-Grad-Filme ermöglichen ganz individuelle Erkundungstouren durch unterschiedliche Bereiche“, heißt es in der Beschreibung der Agentur für Arbeit. Die Bandbreite reicht dabei von konzentrierten Verwaltungsaufgaben im Großraumbüro bis hin zu aktionsreichen Rettungseinsätzen vom Anflug mit dem Helikopter bis hinein in den OP. Neben Helene hatten 88 weitere Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe EF die Gelegenheit, Berufe hautnah zu erleben.
Die VR-Brillen der Agentur für Arbeit waren eingebettet in den zweiten von drei Oberstufenworkshops zur beruflichen Orientierung. Bereits im ersten Workshop führte Berufsberaterin Mechthild Jürgens die Jugendlichen an den Berufsorientierungstest Check-U heran. Die vom Koordinatorenteam für Studien- und Berufsorientierung (StuBos) des Mariengymnasiums angeleiteten Workshops knüpfen an die Berufsorientierung der Mittelstufe an, unterstützen die Schülerinnen und Schüler darin, eigene stärken zu reflektieren und Strategien für zielgerichtete Praxiserfahrungen zu entwickeln.
Nach hieran anschließenden Praxisphasen, Berufsmesse- und Hochschulbesuchen sowie weiteren allgemeinen Berufswegeinformationen soll sich mit dem Abschlussworkshop in etwa zwanzig Monaten für die angehenden Abiturientinnen und Abiturienten eine konkrete Berufsperspektive manifestiert haben – ganz im Sinne des NRW-Landesvorhabens „Kein Abschluss ohne Anschluss“.
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