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Wunderschöne Woche im unbekannten Osten Italiens

Fahrt der Italienischkurse der Q1 und der EF nach Fano (Marken)

Bericht von Benedikta D’Alò

Anfang März machten sich 13 Schüler der Italienischkurse der Q1 und der EF des Mariengymnasiums unter der Leitung ihrer Lehrerinnen Frau Ulrike Meyerhof und Benedikta D’Alò auf den Weg nach Fano (Marken) an das dortige Neusprachliche Gymnasium Nolfi. Trotz des nicht ganz so schönen Wetters konnte sich das perfekt von dem Deutschlehrer Herrn Aldo Tenedini und Frau Donatella Marchionni organisierte Programm, das die Gruppe in Italien erwartete, sehen lassen. Hatten die italienischen Gastschüler im September letzen Jahres bereits Gelegenheit gehabt Warendorf, seine Umgebung und das deutsche Lebensgefühl hautnah zu erleben, so nahmen die Deutschen jetzt am Alltag in Bella Italia teil. In der Woche wurde natürlich nicht nur die Schulbank gedrückt, sondern man erkundete auch die Umgebung und erlebte gleich Dramatisches.

Die Einwohner der Kleinstadt Fano mussten abends ihre Wohnungen verlassen und die Nacht bei Verwandten oder in Kirchgemeindehäusern verbringen, da eine Bombe aus dem 2.Weltkrieg zur Evakuierung zwang. Das lokale Spital wurde evakuiert, die Bahnverbindungen unterbrochen. Der Flugraum über der Stadt wurde geschlossen. Aber zum Glück verlief alles glimpflich und man konnte den Ausflug nach Urbino, eine bekannte Universitätsstadt, die auch wegen ihrer Architektur und Kulturgeschichte Teil des Weltkulturerbes ist, am darauffolgenden Tag entspannt genießen. Zudem ging es nach Rimini, an der Adriaküste gelegen, welches sich im Lauf des 19. Jahrhunderts zu einem Seebad entwickelte und heute zu den wichtigsten Zielen des italienischen Sommertourismus gehört. Einen Gegenpol dazu bot die Besichtigung von der Festung von Gradara, die das meist besuchte Denkmal der Marken ist.
In jedem Raum dieser wundervoll restaurierten Anlage kann man die Geschichte und das Leben der Griffo und der Sforza, der Malatesta, Borgia und Della Rovere nachvollziehen, wichtige italienische Familien, die hier lebten und unter Verrat und mit Leidenschaft Allianzen und Intrigen schmiedeten. Der Abschied nach einer Woche fiel allen sehr schwer, da viele Freundschaften zwischen Italienern und Deutschen entstanden sind. So war es sicherlich nicht das letzte Mal, dass man sich begegnet ist; der Sommer und die Ferien sind nicht mehr weit entfernt.

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