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TRAUER UM GERD KLEINE

Das Mariengymnasium trauert um Gerd Kleine

Von Walter Schmalenstroer

Gerd Kleine ist am 30. Mai 2019 plötzlich und überraschend verstorben. Das Mariengymnasium Warendorf verliert mit ihm einen ehemaligen Lehrer, der über lange Jahre die Fächer Biologie und Chemie vertreten hat.

Gerd Kleine wurde am 28. Januar 1953 in Münster geboren. Das Schlaun-Gymnasium in Münster besuchte er in der Zeit von 1963 bis 1971. In dieser Zeit entdeckte er sein Interesse an den Naturwissenschaften. Von 1971 bis 1977 studierte er an der Westfälischen-Wilhelms-Universität die Fächer Biologie und Chemie. Gleichzeitig arbeitete er auch als naturwissenschaftlicher Mitarbeiter am Gerhard-Domagk-Institut der Universitätsklinik Münster. Nach Abschluss des ersten Staatsexamens führte ihn seine weitere berufliche Laufbahn nach Warendorf. Dort absolvierte er in den Jahren 1979 bis 1981 seine Referendarzeit am Gymnasium Laurentianum. Anschließend trat er seinen Dienst am Mariengymnasium in Warendorf an. Von Anfang an interessierten ihn medienpädagogische Fragestellungen. Im Unterricht verwandte er gerne die verschiedensten Medien und konnte damit naturwissenschaftliche Sachverhalte anschaulich darstellen. An der Schule gehörte er zu den ersten Computerpionieren. Er setzte sich schon sehr früh mit Bits und Bytes auseinander und kannte jeweils die neueste Lernsoftware und wandte sie an. So war es nur folgerichtig, dass er die Organisation und Betreuung der schulischen Medien übernahm. Dazu gehörte unter anderem die Gewährleistung der technischen Einsatzbereitschaft aller in der Schule vorhandenen Medien, die Kommunikation mit dem Medienzentrum des Kreises Warendorf und die Information und Unterstützung von Kolleginnen und Kollegen in allen Fragen, die Medien betrafen.

Viele Kolleginnen und Kollegen erinnern sich in diesem Zusammenhang an seine große Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit. Auch der Umgang mit Schülerinnen und Schülern war stets von Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft geprägt. Als fachkundiger Chemielehrer wurde er zum Sicherheitsbeauftragten der Schule ernannt und war damit verantwortlich für die Information von Lehrkräften, Schülerinnen und Schüler über die für den schulischen Bereich sicherheitsrelevanten Vorschriften und Bestimmungen, beispielsweise über die jeweils gültige Gefahrstoffverordnung. Gleichzeitig war er zuständig für die Kontrolle der Maßnahmen, die für einen sicherheitsförderlichen Schulbetrieb notwendig sind. Ein weiterer Schwerpunkt seiner außerunterrichtlichen Tätigkeit lag in der Verkehrserziehung, die der Schule als Teil ihres Unterrichts- und Erziehungsauftrags zugewiesen ist. Schließlich müssen Schülerinnen und Schüler es lernen, verantwortlich und rücksichtsvoll am Verkehrsleben teilzunehmen. Seine jahrelange Mitarbeit in der Verkehrswacht erwuchs aus diesem Engagement für die Verkehrserziehung.

In den letzten Jahren seiner Dienstzeit war er gesundheitlich stark beeinträchtigt und aus diesem Grunde musste er bereits im Jahr 2012 vorzeitig in den Ruhestand treten. Es war ihm leider nur eine relativ kurze Zeit vergönnt, zusammen mit seiner Familie die gewonnene freie Zeit zu nutzen. Auch nach seiner aktiven Zeit blieb er der Schule im Ruhestand stets verbunden. 

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