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NIE WIEDER AUSCHWITZ

Bericht über die Reise des Projektkurses nach Krakau/Gedenkstätte Auschwitz vom 4.9. – 8.9.2018

Im September hat der Projektkurs „Nie wieder Auschwitz – Erinnern gegen das Vergessen“ der Q1 des MGW eine Reise nach Krakau mit dem Besuch der Gedenkstätten Auschwitz und Auschwitz-Birkenau unternommen.

Bericht von Jossi Pelke, Dominik Blagojevic und Stine Schöning

Den ersten Abend, nachdem wir am Hostel eingecheckt hatten, verbrachten wir alle gemeinsam und gingen Essen. Dabei durften wir traditionelle jüdische Spezialitäten in einem Restaurant kennen lernen.
Am nächsten Tag ging es schon früh los. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg Richtung Gedenkstätte Auschwitz. In Anbetracht dieses Besuches stellten sich viele von uns Fragen. Wie soll man reagieren, was soll man denken oder sagen und wie werden wir reagieren. Somit gingen alle mit gemischten Gefühlen zum Eingang. Nachdem wir den Sicherheitscheck durchlaufen hatten, ging die insgesamt sechsstündige Führung los. Das erste, was uns erwartete, war der große Schriftzug „Arbeit macht frei“. So wurde aus den Schwarz-Weiß-Bildern des Geschichtsbuches Realität. Alle lauschten aufmerksam der Dame, die die Führung machte. Ein mulmiges Gefühl machte sich bei uns breit, als wir das Eingangstor durchquerten. Der erste Eindruck war eine gepflegte Anlage und Sonnenstrahlen, die zwischen den Blocks hervorkamen. Das genaue Gegenteil zu der Geschichte und zu dem, was wir zuerst erwartet hatten. Jedoch verschwand das Gefühl mit dem Betreten der Blocks, in denen verschiedene Ausstellungen gezeigt wurden. Mit zunehmender Zeit in dem Stammlager wurde einem bewusst, welches Ausmaß diese Geschichte hatte. Schlagartig kam die Bedrücktheit, die man vorher erwartet hatte, als wir einen Raum betraten, in dem die Haare der Menschen lagen, die im KZ gelebt hatten und zu Tode gekommen waren und die zu einem hohen Berg aufgetürmt wurden. Unvorstellbar für manche, dass diese Haare Menschen gehört haben, die sinnlos, brutal und einfach nur erschreckend zu Tode gekommen sind. Nach und nach durchliefen wir weitere Räume, in denen Prothesen, Töpfe, Bilder von Angehörigen und andere Wertgegenstände der Gefangenen auf einem großen Berg lagen.

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