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Tag Archives: Flüchtlinge

Natürlich laufen wir mit!

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Alles bereit bei der Klasse 5A für den Hoffnungslauf am 21. Mai

Bericht von Ricarda Reker-Nass

„Klar, natürlich laufen wir mit! Die Klasse war sofort begeistert!“ So lautete die Antwort von Julia Koch, der Sport- und Teamlehrerin der Klasse auf die Anfrage des Kleinen Prinzen. „Auch viele Eltern haben sich spontan bereit erklärt, ihre Kinder zu begleiten und selbst für den guten Zweck zu laufen oder zu gehen.“ Die Kinder zeigten sich erstaunlich gut informiert über die Arbeit der Kinderhilfsorganisation und den Hoffnungslauf – „Da sponsert die Sparkasse jeden gelaufenen Kilometer, das Geld geht an den Kleinen Prinzen“ –, ihre Motivation zur Teilnahme am Hoffnungslauf ist lobenswert. „Das ist eine gute Sache, für Kinder etwas zu tun, die es schlechter haben als wir, und außerdem tue ich etwas für meine Kondition“, erklärte Antonius Metker, und Cora Horstmann pflichtete ihm bei: „Mir tun die Flüchtlingskinder Leid, sie brauchen Frieden und Hoffnung.“ Ihre Klassenkameradin Charlotte Braun ergänzte: „Wir wollen helfen, ihnen neuen Lebensmut zu geben.“ Lehrerin Julia Koch stellte heraus, dass die Teilnahme am Hoffnungslauf ein schönes Gemeinschaftserlebnis für die Klasse sei, bei dem jeder nach seinen Kräften zu einem guten Spendenaufkommen beitragen könne. „Wir wünschen uns, dass möglichst viele Leute, Erwachsene und Kinder, mitlaufen!“

EU-Projekttag 2016

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Reinhold Sendker, MdB, zu Gast bei der 11. Jahrgangsstufe

Bericht von Lorenz Menkhoff, Q1

Im Rahmen des EU-Projekttages an deutschen Schulen besuchte der Bundestagsabgeordnete Reinhold Sendker des Kreises Warendorf am Montag, den 2. Mai 2016, das Mariengymnasium Warendorf. Ziel des nationalen Projektes ist es vor allem, das Interesse Jugendlicher am europäischen Einigungsprozess zu wecken sowie ihr Verständnis für die Europäische Union zu fördern. Sendker, der momentan als stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr und digitale Infrastruktur tätig ist, betonte jedoch, dass es sein eigener Wunsch gewesen sei, sich in der zweistündigen Gesprächsrunde den Fragen der Jugendlichen der Q1 zu stellen. Nach einer Vorstellung, in der Sendker einen kurzen Einblick in sein Leben als Vertreter der Interessen des Kreises im Bund gab, folgte dann eine offene Fragerunde. Die Schüler hatten sich gut vorbereitet, so dass Sendker zu den verschiedensten Problemen innerhalb der EU Stellung nehmen musste.

Aktuelle Themen in Europa

Im Mittelpunkt stand dabei vor allem die Flüchtlingskrise, die die Wertegemeinschaft Europa vor große Schwierigkeiten stellt und für eine ungleiche Flüchtlingsverteilung sorgt. Den „Brexit“, über den im Juni ein Referendum entscheiden soll, beurteilte Sendker kritisch und hoffte grundsätzlich auf mehr Solidarität seitens Großbritanniens. Mehr Zugeständnisse dürften den Briten aber nicht gemacht werden, so Sendker. Ein anderes brandaktuelles Thema, welches von Schülern angeschnitten wurde, war das umstrittene Handelsabkommen „TTIP“ zwischen der EU und den USA: Bezüglich dieses möglichen Abkommens sagte der Abgeordnete, dass es wichtig sei, ein Gelingen des Abkommens anzustreben, da Amerika ansonsten andere Vertragspartner in Betracht ziehen würde.

Die Schüler standen den Aussagen des Lokalpolitikers zeitweise durchaus kritisch gegenüber und hakten bei Unklarheiten nach: Steht die Sicherung der Außengrenzen nicht im Gegensatz zu den christlichen Werten? „Nein“, so Sendker. Deutschland habe gute Arbeit geleistet, jedoch seien die Kapazitäten in den Heimen und bei der Integrationsarbeit erschöpft. Eine Lösung sei, laut ihm, die verstärkte Investition in Entwicklungshilfen, so dass der Flüchtlingsstrom langfristig reduziert werden könne. Stärkerer Grenzschutz würde auch die Zahl der ankommenden Islamisten reduzieren und die Terrorgefahr senken.

Fragen zur Innenpolitik

Obwohl dieser Tag in erster Linie Europa betreffenden Fragen gewidmet war, stellten die Jugendlichen auch innenpolitische Fragen: Einige Meldungen betrafen die aktive Sterbehilfe, die in Deutschland gesetzlich verboten ist. Der Parteivorsitzende der CDU im Kreis formulierte erstaunlich deutlich, dass sich dieses „Töten“ nicht mit christlichen Werten vereinbaren lasse, während sich ein großer Teil der Schüler für eine Legalisierung der Sterbehilfe aussprach. Auch im Fall Böhmermann gingen die Meinungen des Politikers und eines Großteils der Schüler auseinander, da viele auf ein klareres Zeichen Merkels für Satirefreiheit gehofft hatten. Sendker erläuterte, dass es immer noch an der Justiz sei, in ihrer unabhängigen Position über diese Fragen zu entscheiden.

Nach Ablauf der zwei Schulstunden, die im spannenden Meinungsaustausch wie im Flug vergingen, wurde Sendker mit großem Applaus verabschiedet und bedankte sich seinerseits für die Möglichkeit, die Jugendlichen als Angehörige seines Wahlkreises kennenzulernen. Der Gast machte nämlich deutlich, dass ihm das Interesse des Kreises, in dem er selbst aufgewachsen ist, von größter Bedeutung sei.

Website zum diesjährigen EU-Projekttag

 

Woran dein Herz hängt

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Workshop zum Thema „Vertreibung, Erstarrung, Versöhnung“ im Westpreußischen Landesmuseum

Bericht von Camilla da Silva

Im Westpreußischen Landesmuseum sammeln sich Erinnerungen: Die zentrale Einrichtung zur Historie und Kultur des historischen Westpreußens erzählt die Geschichten der Menschen, die im Zuge von Flucht und Vertreibung am Ende des Zweiten Weltkrieges ihre Heimat hinter sich lassen mussten. Am vergangenen Dienstag, den 19. April 2016, bekamen Schüler der Oberstufe des Mariengymnasiums und Laurentianums die Möglichkeit, die Schicksale und Familiengeschichten derjenigen, die die große Vertreibung miterlebten, kennen zu lernen: Im Zusammenhang mit dem Thema „Vertreibung, Erstarrung, Versöhnung” und in Hinblick auf die aktuelle politische Situation auf der Welt schilderten die Zeitzeugen Roswitha Möller, Herbert Kober und Hermann Flatau ihre Erinnerungen an Flucht, Vertreibung und Deportation.

Herbert Kober bezeichnete sich selbst als Schlesier und Münsteraner. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges musste er seine erste Heimat Rosenthal verlassen. Er rief die Zuschauer dazu auf, sich in die Lage eines Kindes zu versetzen, dessen Familie den Befehl erhält, so viel, „woran das Herz hängt“, für immer hinter sich zu lassen.
Es folgte die Reise in den Westen per Viehtransporter. Viele kleine Kinder und Gebrechliche erlagen den bitteren Umständen. Die „Ausladung“ in Warendorf und schließlich Coesfeld war wie eine Erlösung, wobei die Zwangsaufnahme durch deutsche Familien die Vertriebenen förmlich wie einen Störfaktor erscheinen ließ. Ein Zustand geprägt von Unsicherheit, Fremde und verlorener Heimat. Dennoch betonte Herbert Kober, dass auch nach langer Feindschaft Versöhnung möglich sei. Damals trafen verfeindete Völker aufeinander, doch nun, erzählte er, pflege er Freundschaften mit Polen, die von großem Verständnis und Vergebung geprägt sind.

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Roswitha Möllers Familie flüchtete aus Danzig nach Westdeutschland. Die langjährige Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen und heutige Vorsitzende des Bundes der Danziger betonte, dass es wichtig sei, die historischen Fakten zu kennen, um das Ausmaß der damaligen Vertreibung und Flucht fassen zu können. Sie hob hervor, wie viel Halt ihr und vielen anderen die Gründung von Interessengemeinschaften Ost­vertriebener gegeben habe. Auch Hermann Flatau erzählte von der Kindheit in Pommern und der „russischen Walze“, der Ausbeutung und der Vertreibung aus der Heimat. Die vielen emotionalen Erinnerungen ließen ihn sein für diesen Vortrag vorbereitetes Konzept verwerfen. Doch eben dieses sprunghafte Erzählen und das authentische Aufgehen in seinen Erinnerungen brachte uns Schülern besonders nahe, was die vertriebenen Menschen damals durchmachten, wie viel wir von ihren Erfahrungen in Bezug auf die heutige Flüchtlingsintegration lernen können und wie wichtig es ist, nach ihren Geschichten zu fragen.
Abschließend gab Hermann Flatau uns Schülern eine wichtige Weisheit mit auf den Weg, die ihm zu einem neuen Leben verhalf: „Lernt etwas! Was ihr im Kopf habt, kann euch keiner nehmen.”

Flucht – Juden im Dritten Reich

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Die Flucht deutscher Juden aus der Sicht einer Zeitzeugin

Bericht von Florian Hesemann

Am 26. 01. 2016 besuchte Frau Johanna Grewer, Jahrgang 1926, die Klasse 8 A des Mariengymnasiums, um über ihre Kindheit und Jugend während des Dritten Reichs zu erzählen. In der Bibliothek der Schule hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, Fragen an die Zeitzeugin aus Lette zu richten. Einen Teil der Fragen hatten sich die Schülerinnen und Schüler zuvor während des Unterrichts überlegt, einen Teil steuerten sie spontan zum Gespräch mit der Urgroßmutter der Schülerin Stine Schöning bei. Eingebettet war die Veranstaltung in eine Reihe im Deutschunterricht zum Thema „Flucht – Juden im Dritten Reich“.

Ziel der Veranstaltung war es, eine Brücke zu schlagen in eine Zeit, die den Schülerinnen und Schülern oft sehr fern ist. Der örtliche Bezug und das bildhafte Erzählen der Zeitzeugin brachten den Schülerinnen und Schüler das Leben und den Alltag in Nazi-Deutschland, und speziell im Kreis Warendorf, näher. Besonders die Schilderungen der teilweise unmenschlichen Zuchtmethoden bei Fehlverhalten im Unterricht durch einen besonders brutalen Lehrer und die durch Indoktrination geprägte Inhaltevermittlung auf Basis des „Stürmer“ wirkten auf viele Zuhörer mindestens irritierend. Durch ihre freundliche und humorvolle Art gelang es Johanna Grewer, trotz der bedrückenden Thematik, den Schülerinnen und Schülern eine unterhaltsame und lehrreiche Stunde zu schenken.

Refugees welcome!

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Kulturnachmittag an unserer Schule

Refugees welcome! So lautete das Motto für den Kulturnachmittag am vergangenen Freitag (18.12.2015), dem Internationalen Tag der Migranten, als der Kurs KuMuDa (Kunst-Musik-Darstellen) der Jahrgangsstufe 9 zu einem weihnachtlichen Beisammensein eingeladen hatte. Eingeladen waren Flüchtlinge, unsere neuen Nachbarn, die zur Zeit in der ehemaligen Von-Ketteler-Schule, aber auch in einer Unterkunft in Beelen wohnen. Finanziell unterstützt wurde die Veranstaltung durch den Förderverein unserer Schule.

Die aus Syrien stammenden Gäste wurden mit dem Lied „Jingle Bells“ willkommen geheißen. Gemeinsam konnten die Kinder und Jugendlichen darauf verschiedene Sachen basteln, die in der hiesigen Weihnachtskultur üblich sind. Gebastelt wurden Papiersterne, Pompoms aus Wolle und Wichtelmänner. Drei Schülerinnen hatten Stationen zum Kinderschminken aufgebaut, und bald liefen viele Kinder als Katze oder Schlange durch die Aula. Besonders großer Beliebtheit erfreute sich allerdings das Bauen von zuckersüßen Kekshäusern. Da halfen sogar viele Erwachsene mit.

Schließlich strahlte so manch einer über einen Schuhkarton voller kleiner, selbst gebastelter Andenken. Äußerst bewegend waren die Worte des syrischen Dolmetschers, der sich ganz herzlich im Namen aller für den Nachmittag bedankte und dabei erwähnte, was alles im Leben Wertschätzung verdient. So wurde der Nachmittag für alle Teilnehmer zu einer wertvollen, menschlichen Erfahrung.

 

 

 

Flüchtlingshilfe

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Spendenaufruf

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern!

Wir, das Mariengymnasium Warendorf, haben uns das Motto MENSCHLICH, GEMEINSCHAFTLICH, WELTOFFEN auf die Fahne geschrieben. Wir möchten daher bei der Integration der Flüchtlinge in Warendorf aktiv mithelfen. Aus diesem Grund planen wir, in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz, dringend benötigte Dinge des alltäglichen Gebrauchs für die Flüchtlinge an unserer Schule zu sammeln. Gebraucht werden derzeit vor allem Winterkleidung für Frauen und Kinder, Kuscheltiere und Spiele jeglicher Art, Handarbeitsutensilien…

Bitte verstauen Sie Ihre Spenden in geeigneten Verpackungen (Kisten oder Taschen). Die Spenden können direkt in unserer Schule in der Aula abgegeben werden. Das DRK kümmert sich dann um die Abholung und die Verteilung der Spenden an die Flüchtlinge.


Wir hoffen auf rege Beteiligung und bedanken uns für jede Spende im Voraus schon sehr herzlich!

Uta Schmitz-Molkewehrum
Die Lehrerschaft und die Schülervertretung

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