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MARIENGYMNASIUM WIEDER MEDIENSCOUTS-SCHULE NRW

Mariengymnasium erhält Abzeichen als Medienscouts-Schule für die besondere Arbeit im Bereich Medienkompetenz

Bericht von Dr. Rebecca Brebeck

„Ich finde die Arbeit als Medienscout sehr wichtig. Und man merkt, dass es etwas bringt.“ So fasst Amelie Borgstedt aus der Klasse 9B ihre Eindrücke zusammen. Neben ihr sind noch weitere zehn Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8 bis 10 des Mariengymnasiums Ansprechpartner für Schüler, Eltern und Lehrer bezüglich Fragen und Problemen rund um das Thema Medien. Der Leitgedanke des Projektes ist es, dass die dafür ausgebildeten Jugendlichen als Ansprechpartner auf Augenhöhe für ihre Mitschüler zur Verfügung stehen. Häufige Themen hierbei sind urheberrechtliche Fragen, aber auch die Prävention und Bekämpfung von Cybermobbing. Bei dieser verantwortungsvollen Arbeit stehen den Medienscouts zwei ebenfalls ausgebildete Beratungslehrerinnen – Frau Dr. Brebeck und Frau Dr. Mertens – zur Seite. Seit 2016 nimmt das Mariengymnasium an dem NRW-weiten Projekt Medienscouts NRW der Landesanstalt für Medien NRW teil. Hierbei steht die Prävention an erster Stelle.

Für ihre Arbeit im Bereich eines sicheren und verantwortungsvollen Umgangs mit digitalen Medien wurde den Medienscouts nun eine besondere Auszeichung in Form des Abzeichens „Medienscouts NRW-Schule“ zuteil. Dieses Abzeichen überreichte Martin Decker von der Regionalen Geschäftsstelle des Bildungsnetzwerks im Kreis Warendorf dem Mariengymnasium Ende November. Die Schulleiterin Frau Schmitz-Molkwehrum, die anwesenden Medienscoutschüler und die Beratungslehrerinnen freuten sich sichtlich über diese besondere Auszeichnung. Denn um das begehrte Abzeichen zu erhalten, musste das Mariengymnasium belegen, dass die Förderung der Medienkompetenz einen Schwerpunkt im Schulprogramm bildet und die Medienscouts nachhaltig in den Schulalltag integriert sind.

Doch wie sieht die Arbeit der Medienscouts am Mariengymnasium konkret aus?

Häufig ist es so, dass in einer Klasse oder einer gesamten Jahrgangsstufe ein akutes Problem auftritt. Zum Beispiel haben die Medienscouts im letzten Schuljahr mehrfach Anfragen durch Schüler und Eltern wegen einer Sprachnachricht erhalten, die per WhatsApp verschickt wurde. Dieser Kettenbrief mit sehr brutalem Inhalt hatte sich in kürzester Zeit in den Fünferklassen verteilt und vielen Schülerinnen und Schülern Angst eingejagt. Hier konnten die Medienscouts sehr zeitnah ein Unterrichtsprojekt in allen 5. Klassen durchführen. Hierbei haben die Medienscouts mit den Fünftklässlern erarbeitet, was die Eigenschaften solch eines Kettenbriefes sind und vor allem wie man damit umgeht.

Die Medienscouts am Mariengymnasium führen neben der individuellen Beratung sowie Unterrichtsprojekten in Klassen bei akuten Problemen auch weitere, regelmäßige Projekte durch. In den neuen 5. Klassen leiten sie Workshops zu sozialen Netzwerken und Messengern. Hierbei erarbeiten sich die Fünftklässler unter Anleitung der Medienscouts, wie sie Privatsphäreeinstellungen vornehmen und dem Stress durch z. B. WhatsApp entgehen können. Zudem entwickeln die Klassen mit den Medienscouts gemeinsam Verhaltensregeln bei Klassenchats wie z. B. bei WhatsApp. In den Klassen der Jahrgangsstufe 6 wird in Zusammenarbeit mit dem Fach Politik ein Projekt zu Fake News durchgeführt.

Neben der Arbeit im Unterricht informieren und beraten die Medienscouts am Mariengymnasium in Zusammenarbeit mit Medienpädagoginnen und -pädagogen im Rahmen von Elternabenden auch Eltern zu den Themen „Internet und Smartphone“ sowie „Smartphone-, Konsolen- und Computerspiele“.

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