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Förderpreis an MGW verliehen

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Medienprojekt am MGW gewinnt EUR 5000 Fördergeld

Bericht von Dr. Rebecca Brebeck

Das diesjährige Motto beim PSD-Bürgerprojekt lautete „Kompetent und fair in der digitalen Welt!“. In diesem Jahr wurde neben fünfzehn weiteren das Projekt „Digitale Kompetenz am MGW“ des Fördervereins des Mariengymnasiums Warendorf ausgezeichnet. Insgesamt vier Projekte erhielten den größten Förderbetrag von EUR 5000, darunter auch das Projekt des Mariengymnasiums.

Der grundlegende Gedanke des Projektes ist es, die Schülerinnen und Schüler zu einem kompetenten und fairen Umgang in der digitalen Welt heranzuführen – getreu dem Schulleitbild „Menschlich – Gemeinschaftlich – Weltoffen“ (MGW) des Mariengymnasiums. Aus unserem heutigen Alltag sind Computer, Smartphones und Tablets nicht mehr wegzudenken. Medien sind allgegenwärtig, Kinder und Jugendliche wachsen ganz selbstverständlich mit ihnen auf. Jedoch machen problematische Themen wie Cybermobbing, das Einstellen von urheberrechtlich geschützten Fotos und Videos ins Internet oder illegale Filmdownloads vor Kindern und Jugendlichen keinen Halt. Die verantwortungsvolle und sichere Nutzung dieser Medien ist nicht selbstverständlich. „Hier setzen wir mit unserem Projekt an,“ erklärt Dr. Rebecca Brebeck, welche Mitglied des Fördervereins ist und als Lehrerin des Mariengymnasiums Warendorf an der Konzeptualisierung und Umsetzung des Projektes arbeitet. Dieses ist bisher aus den Bausteinen „Medienscout-Schüler“ und „Medienunterricht“ aufgebaut.

„An unserer Schule gibt es nicht mehr von solchen schlimmen Fällen wie Cybermobbing als an anderen Schule auch“ erklärt Dr. Brebeck weiter. „Wir als Schule nehmen aber auch diese problematische Seite der Digitalisierung aktiv in Angriff und haben im Jahr 2015 das Fach Informationstechnologische Grundlagen (ITG) eingeführt. Wir arbeiten sehr viel präventiv, klären unsere Schülerinnen und Schüler, aber auch die Eltern auf und bieten Hilfsangebote an.“

Diese Arbeit erfolgt am Mariengymnasium durch den Medienunterricht und die engagierte Arbeit der Medienscout-Schüler in Unterrichtsprojekten und Elternabenden. Die Medienscout-Schüler am MGW führen neben der individuellen Beratung in ihren Sprechstunden sowie Unterrichtsprojekten in Klassen bei akuten Problemen auch weitere, regelmäßige Projekte durch. Bei dieser verantwortungsvollen Arbeit stehen den Medienscouts die zwei ebenfalls ausgebildeten Beratungslehrerinnen Frau Dr. Mertens und Frau Dr. Brebeck zur Seite. Neben der Arbeit im Unterricht informieren und beraten die Medienscouts in Zusammenarbeit mit Medienpädagoginnen und -pädagogen im Rahmen von Elternabenden auch Eltern zu den Themen „Internet und Smartphone“ sowie „Smartphone-, Konsolen- und Computerspiele“.

Bereits im Onlinevoting erreichte das Projekt des Fördervereins des Mariengymnasiums den 3. Platz unter 32 Projekten und war damit sicher in der Finalrunde, in der eine Fachjury aufgrund einer ausführlichen Bewerbung die Projekte auszeichnete. Gratuliert wurde den ausgezeichneten Teams durch den Bankvorstand Norbert Kerkhoff und dem WN-Chefredakteur Dr. Norbert Tiemann, der auch durch die Feierstunde führte und die Gewinner befragte.

Auf die Frage hin, warum man als Schüler seine Freizeit für so ein Projekt opfere und sich als Medienscout engagiere, antwortete Lena Nennstiel: „Weil es Spaß macht, anderen Schülern etwas zu erklären und ihnen zu helfen, und weil ich mich gerne mit diesen Inhalten auseinandersetze. Wir merken ja auch immer wieder in unseren Projekten, wie wichtig diese Arbeit ist, gerade bei den Fünftklässlern.“ Die Frage, was man nun ganz genau mit dem Fördergeld von EUR 5000 vorhabe, muss hingegen erst noch einmal mit allen Beteiligten besprochen werden. Frau Dr. Brebeck erklärt: „Neben weiterer technischer Ausstattung würden wir gerne auch in die Verstetigung der Medienscouts investieren. Hier fehlt uns bisher noch eine gute Möglichkeit, abseits des Schulstresses Projekte zu planen und die Ausbildung neuer Scouts durchzuführen. Hierfür könnten wir uns gut eine kurze Fahrt kurz vor den Sommerferien vorstellen. Wir freuen uns riesig über das Preisgeld und werden es sinnvoll investieren.“

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