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Exkursion zum Erdfallsee

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Fahrt zum Naturschutzgebiet „Heiliges Meer“

Bericht von Max Wienströer

In der Außenstelle des LWL-Museums für Naturkunde hat der Leistungskurs Biologie unter der Leitung von Frau Benteler an einem dreitägigen Kurs über das Ökosystem See teilgenommen. Die Fahrt dauerte von Mittwoch, 31. Mai bis Freitag, 2. Juni 2017.

Nach gut einer Stunde Anreise kam der Kurs am Naturschutzgebiet an. Nach kurzer Besichtigung der Zimmer absolvierte der Kurs den ersten Praxisteil. Dort konnte man die ersten Eindrücke vom Naturschutzgebiet sammeln und bekam eine Einführung in das Naturschutzgebiet „Heiliges Meer“. Dort besuchten wir zuerst den jüngsten der drei Seen. Dieser See entstand erst 1913 und ist ein so genannter „Erdfallsee“. Erdfallseen entstehen durch eine Senke an der Erdoberfläche, durch das Einbrechen eines natürlichen Hohlraumes im Untergrund, der sich dann mit Wasser füllt.

Nach der Mittagspause machten die Schüler einen kompletten Rundgang durchs Gebiet, nahmen Wasserproben und untersuchten diese auf Leitfähigkeit, pH-Wert, Eisen, Nitrat und Temperatur. Sie sahen auch viele verschiedene Tierarten und Pflanzen, die ganz oben auf der „Roten Liste“ stehen. Die weltweit veröffentliche Liste dokumentiert die vom Aussterben gefährdeten Tier- und Pflanzenarten.

Am zweiten Tag bekam der Kurs eine Einführung in das Ökosystem See und wurden mit den verschiedenen Wasserzonen vertraut gemacht. Danach paddelten die Schüler auf das „Große Heilige Meer“. Dieser See, der größere der beiden Erdfallseen, ist schon über 1000 Jahre alt. Hier erstellten die Schüler ein Vertikalprofil des Sees. Zum wissenschaftlichen Arbeiten gehörten Messungen der Sichttiefe, des Chlorophylls, der Sauerstoff- und Kohlenstoffdioxidkonzentration, der Wassertemperatur, des pH-Wertes u.v.m. Nach dem Mittagessen wurden die Ergebnisse analysiert und Diagramme erstellt. Die Freizeit am Abend verbrachte man zusammen und die ein oder andere Runde „Werwölfe“ gespielt.

Am letzten Tag fuhren die Schüler ein letztes Mal kurz auf den See hinaus und fischten mit Spezialwerkzeug Plankton, welches anschließend mikroskopiert wurde. Sie waren alle fasziniert über die Vielfalt an Lebewesen in einem Tropfen Wasser.

Die Fahrt zum „Heiligen Meer“ wird allen Schülern durch die naturkundlichen Beobachtungen, die nicht nur in wissenschaftlicher Hinsicht, sondern auch sonst interessanten Informationen und letztendlich auch durch den Spaß und die Freude an der Fahrt noch sehr lange im Gedächtnis bleiben.

 

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