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EUROPA IN 4D

Die Französischkurse der Jahrgangsstufe 8 verbrachten die Woche vom 2. – 6. September auf den Spuren der deutsch-französischen Geschichte im Elsass.

Von Andrea Tussing

Von der Jugendherberge in Kehl nur durch eine Brücke von Straßburg getrennt startete die Gruppe am Dienstagmorgen der zweiten Schulwoche, um die schöne Stadt Straßburg, ihre beeindruckende Kathedrale und das Altstadtviertel „La Petite France“ mit seinen malerischen Fachwerkhäusern zu erkunden. Von den Referaten am Abend der Anreise her wussten alle, dass die Region eine bewegte Geschichte hat: mal deutsch, mal französisch gewesen war, ein fortdauerndes Hin und Her erlebt hatte. Außer Straßburg begeisterte die Schülerinnen und Schüler das Städtchen Colmar mit seinen malerischen, romantischen Kanälen, den blumengeschmückten Fenstern, verwinkelten Gassen und leckeren Flammkuchen – eine echte Alternative zu den Mahlzeiten in der bekannten Fast-Food-Kette! „Manche nutzen die Zeit in Colmar auch dazu, sich den Kleiderschrank oder die Souvenirschublade zu füllen, mit dem Petit Train durch die Innenstadt zu fahren oder das schöne Viertel Petite Venise mit dem Boot zu durchschiffen“, erzählten Marla und Tabea aus der Klasse 8B.

In starkem Kontrast dazu stand dann der Besuch des Konzentrationslagers Le Struthof, dem einzigen deutschen Arbeitslager auf französischem Boden. Peter aus der Klasse 8D bekannte dazu: „Viele von uns waren noch nie in einem KZ, deswegen wussten wir nicht, wie grausam es in solchen Lagern war. Vor dem Betreten des Geländes sahen wir einen Film, der erste Eindrücke des sogenannten Lebens in einem solchen KZ zeigte. Dann erst betraten wir das Gelände. Man merkte, wie die Stimmung bei allen gewaltig sank und spätestens beim Lesen der Informationstafeln wurde uns bewusst, wie schwer es für die Gefangenen hier war. Man musste mit sehr wenig Essen den ganzen Tag lang hart arbeiten, und viele fielen vor Erschöpfung tot um. Die Lebensbedingungen waren unmenschlich. Wir hoffen, dass so etwas nie wieder vorkommt!“

Im Europaparlament in Straßburg konnte der große Plenarsaal besichtigt werden. Ein 360°-Panorama-Kino sowie interaktive Stationen zu europäischen Themen boten jedem die Möglichkeit, sich über die Funktionsweise der Europäischen Union zu informieren. Nach den Erfahrungen im KZ waren sich alle darin einig, wie wichtig es ist, dass die Europäische Union für alle ihre Staaten Demokratie, Freiheit und Menschenrechte fordert, um den Frieden zu sichern. Den Höhepunkt zum Abschluss der Woche bildete der Besuch im Europapark Rust, Deutschlands größtem Freizeitpark. „Uns hat vor allem das Voletarium gefallen, ein 4D-Traum vom Fliegen! Man fliegt über das auf der riesigen Leinwand abgebildete Europa und hat das Gefühl, live an den jeweiligen Orten zu sein. Außerdem haben uns die riesigen Achterbahnen und die gemeinsamen Fahrten mit unseren Freunden sehr viel Spaß gemacht!“, erzählten Mia und Linn aus der Klasse 8C. Oder fand das absolute Highlight der Fahrt doch eher an dem Abend in der Jugendherberge statt, als die Mädchen den Jungen eine grüne Gesichtsmaske auflegten?

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