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Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe

Willkommen bei der Flüchtlingshilfe Westkirchen: Ali Hazrathy und Channah Pelke.

Lernen durch Engagement in den achten Klassen

Von Cordula Mense-Frerich

Zur Abschlussfeier des Projekts „Lernen durch Engagement“ hatten auch in diesem Jahr wieder viele Eltern der Achtklässler den Weg in das Mariengymnasium gefunden. Motiviert und überzeugend präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihre Erfahrungen, die sie in einer Einrichtung ihrer Wahl (z. B. Fußballverein, Bücherei, Flüchtlingshilfe, Hundeasyl) gemacht hatten und ernteten dabei viel Lob für ihren Einsatz. Als besondere Belohnung schmeckte allen trotz der eisigen Temperaturen das Eis vom Eiswagen.

Es folgt der Bericht von Channah Pelke:

Im Rahmen des Sozialen Lernens habe ich mich bei der Flüchtlingsinitiative Westkirchen engagiert. In Westkirchen kamen im Jahr 2015 45 Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan, dem Kosovo, Georgien, Armenien, Albanien und dem Irak an. Es leben hauptsächlich Familien und vier alleinreisende Geschwister aus dem Irak in unserer Gemeinde. Die Familien aus Albanien, Armenien, Georgien und dem Kosovo sind in ihre Heimatländer zurückgekehrt, da sie keine Chance auf Asyl hatten. Die Flüchtlingsinitiative entstand auf Initiative der Kolpingsfamilie und organisiert gemeinsame Treffen. So zum Beispiel das Flüchtlingscafe, bei dem sich Flüchtlinge und Ehrenamtliche einmal im Monat im Pfarrheim der Gemeinde treffen. Es werden Spiele gespielt, Kontakte geknüpft und Kaffee getrunken und Kuchen gegessen. An den meisten Treffen habe ich auch teilgenommen. Fast alle Menschen waren sehr offen und freundlich. Ich habe sehr engagierte Helfer getroffen. Die meiste Zeit habe ich mit den Kindern gespielt.

Sehr berührt hat es mich, wenn man zu sonst schüchternden oder verängstigten Kindern Vertrauen aufbauen konnte. Ein trauriger Moment war für mich, als zwei kleine Mädchen mit ihren Familien abgeschoben worden sind. Ein weiteres Angebot war der Kochabend mit den Flüchtlingen. Hierbei haben alle neue Gerichte kennen gelernt und probiert. Manche Gerichte waren für meinen Geschmack gewöhnungsbedürftig. Andere haben mich sehr überrascht. Besonders die warmherzige Atmosphäre hat mir sehr gut gefallen und meinen Einsatz erleichtert. Die Familien sind sehr dankbar über die enge Begleitung und die Hilfe. Ich möchte auch weiterhin mit Flüchtlingen arbeiten und mich ehrenamtlich engagieren. Ehrenamtliche Arbeit ist sehr wichtig, denn ohne sie wäre Vieles nicht möglich.

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