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DAS DARF NICHT IN VERGESSENHEIT GERATEN

Ausstellung im Mariengymnasium über die Projektfahrt nach Auschwitz

Bericht von Mira Eggersmann und Gerold Paul

In der Reihe von Katastrophen, die die deutsche Geschichte bereithält, ist die Katastrophe von Auschwitz beispiellos, handelt es sich bei ihr doch, wie Hannah Arendt es anlässlich des Prozesses gegen Adolf Eichmann ausdrückte, um einen „Verwaltungsmassenmord“ an den Juden. „Das darf nicht in Vergessenheit geraten!“, betonte Lea Kurzhals, Schülerin der Q1 des Mariengymnasiums. Sie gehört zu der Projektgruppe ihrer Jahrgangsstufe, die sich im September im Rahmen einer Studienreise nach Krakau – die vom Kulturreferat für Westpreußen, Posener Land und Mittelpolen bezuschusst und von dessen Kulturreferentin Magdalena Oxfort (M. A.) organisiert und begleitet wurde – über die unvorstellbaren Verhältnisse in dem Lager Auschwitz-Birkenau informiert hat. Lebende Zeugen aus der Zeit des Lagers sind kaum noch zu finden. Daher ist es notwendig, dass spätere Generationen sich selber ein Bild von den Geschehnissen machen. Für eine Ausstellung, die der gesamten neunten Jahrgangsstufe des Mariengymnasiums am vergangenen Freitag, dem 9. November, präsentiert wurde, haben die Projektschüler ihre Eindrücke von dem Besuch in Auschwitz-Birkenau in Filmen und Plakaten zusammengefasst. Der Tag der Ausstellung sei bewusst gewählt, bemerkte Kursleiterin Sandra Benteler. 9. November 1918, 1923, 1938, 1989: Mit diesem Tag sind viele Ereignisse der jüngeren und älteren Geschichte Deutschlands verbunden. Der 9. November gilt als „Schicksalstag“ der Deutschen.

Die Präsentation in der Aula der Schule begann mit zwei selbst erstellten Filmen, in welchen die Verhältnisse in Auschwitz-Birkenau dargestellt und erläutert wurden. Der zweite Film enthielt persönliche Erinnerungen der Schüler an den Besuch im Lager, unterlegt mit privaten Fotos. Nach der Filmvorführung bekamen die Neuntklässler die Gelegenheit, sich mit den Plakaten der Ausstellung zu befassen. Ihre eigene Sicht auf das Lager schilderten die Projektschüler dann im persönlichen Gespräch mit den Neuntklässlern. Erschreckend sei der Blick auf die Berge von Haaren, Goldzähnen, Brillen, Schuhen, Koffern und anderen Hinterlassenschaften der ermordeten Insassen gewesen. „Ich kämpfte mit den Tränen!“, meinte Lea Kurzhals. „Ich habe mir vor der Fahrt gar nicht vorstellen können, wie groß dieses Konzentrationslager war!“, berichtete ein weiterer Teilnehmer der Projektfahrt. Für die jüngeren Schülerinnen und Schüler war das meiste erschreckend und manches auch neu. „Ich habe vieles erfahren, das ich bisher noch nicht wusste!“, bekundeten beispielsweise die Neuntklässler Bea Gerdener und Yannick Himler. Auch im nächsten Jahr soll es wieder ein Projektangebot für die elfte Jahrgangsstufe geben, verbunden mit der Studienfahrt nach Krakau und Auschwitz.

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