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DER KÜRZESTE WEG ZUR HALTESTELLE

Stephan Auf der Landwehr auch in der zweiten Runde des Bundeswettbewerbs Informatik erfolgreich

Von Thorsten Schmolke

Der Bundeswettbewerb Informatik (BWInf), der in gemeinsamer Trägerschaft von der Gesellschaft für Informatik e.V., dem Fraunhofer-Verbund IUK-Technologie und dem Max-Planck-Institut für Informatik veranstaltet wird, ist bereits in der ersten Runde durchaus anspruchsvoll und stellt Schüler aus der ganzen Bundesrepublik vor die Herausforderung, Lösungsstrategien für vorgegebene Probleme zu entwickeln und Programme zu schreiben, die diese Probleme auch in unterschiedlichen Varianten lösen können.

Stephan Auf der Landwehr hat offensichtlich Blut geleckt, da er nach erfolgreich bestrittener erster Runde des BWInf nun auch die zweite gemeistert hat und in dieser nicht nur eine, sondern gleich zwei Aufgaben bearbeitet hat. In der einen musste ein Programm geschrieben werden, das den kürzesten Weg zu einer Bushaltestelle berechnet. Leider steht dabei eine unbekannte Zahl von beliebig geformten Vielecken im Weg, welche umlaufen werden müssen, was die Aufgabe durchaus erschwert, da das Programm für beliebige Hindernisse und alle möglichen Anordnungen dieser funktionieren muss. Das diesem Bericht beigefügte Video zeigt, wie Stephans Programm Wege von rechts nach links geschickt auswählt und dabei nach und nach zu der optimalen Lösung gelangt. Die andere Aufgabe verlangte das geschickte Anordnen dreieckiger Grundstücke. Diese sind von unbekannter Größe und Anzahl und sollen alle an einer Straße liegen. Um das Ganze noch zu erschweren, mussten die Dreiecke so gedreht und angeordnet werden, dass sie möglichst wenig Platz einnehmen. Im Bild ist zu sehen, wie Stephans Programm dieses Problem gelöst hat.

Solche Aufgaben zu lösen, ist aufwändiger, als man ahnt. Nicht selten gibt es keinen perfekten Lösungsweg. Das reine Ausprobieren aller möglichen Wege oder Anordnungen ist kein sinnvoller Ansatz, da ein Computer zwar schnell ist, aber die Anzahl der Möglichkeiten so unvorstellbar groß ist, dass weder Stephan noch irgendein Mensch das Ergebnis jemals erleben würde. Daher sind Strategien gefragt, mithilfe derer geschickt ausgewählt und dadurch die Problemgröße deutlich reduziert wird. Das Mariengymnasium ist sehr stolz auf Stephan Auf der Landwehr und gratuliert ihm herzlich zum 2. Preis in der zweiten Runde des Bundeswettbewerb Informatik.

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